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Snipers Valley

Deutschland, Bosnien-Herzegowina, 2007
Kriegsdrama, 89 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Mörderischer Frieden

Kino-Start
29.11.2007

Regie
Rudolf Schweiger

Darsteller
Adrian Topol (Tom Kapielski), Max Riemelt (Charly Berger), Susanne Bormann (Mirjana Jovovic), Damir Dzumhur (Durcan), Anatole Taubman (Enver), Peter Bongartz (Dr. Goran Jovovic), Cornelia Köndgen (Olga Jovovic), Bo Hansen (Maik Teske), Max von Pufendorf, Hauptmann Carsten Benedikt), Frank Kessler (Heinz Back)
Snipers Valley - Kinoplakat
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sind die Anforderungen an Bundeswehrsoldaten beträchtlich gestiegen. Wie sehr sie bei ihren Auslandseinsätzen an ihre militärischen, aber auch menschlichen Grenzen gehen müssen, zeigt "Mörderischer Frieden" von Rudolf Schweiger. Im Mittelpunkt stehen zwei junge Männer, deren emotionales Engagement ihre militärische Mission gefährdet.

Im Sommer des Jahres 1999 ist der Krieg im Kosovo zwar offiziell vorüber, doch Morden und Plündern unter Albanern und Serben wollen kein Ende nehmen. Um den brüchigen Frieden auf eine dauerhaftere Basis zu stellen, sind Truppen der KFOR vor Ort. Zu ihnen gehört auch eine Kompanie der Bundeswehr mit den deutschen Soldaten Charly Berger (Max Riemelt) und Tom Kapielski (Adrian Topol).

Ihre Mission, die serbische Minderheit in eine Schutzzone zu überführen und zudem die albanische Miliz zu entwaffnen, stellt sich als langwierig und gefährlich heraus. In dieser brenzligen Lage schießt ein Heckenschütze auf eine junge Serbin. Während sich Charly schützend vor Mirjana (Susanne Bormann) wirft und dabei selbst verletzt wird, verfolgt Tom den Täter und stellt ihn schließlich.

Bei dem Schützen handelt es sich um dem minderjährigen Albaner Durcan (Damir Dzumhur). Der wollte sich mit seiner Aktion an Mirjanas Vater Dr. Goran Jovovic (Peter Bongartz) rächen, der als Kriegsverbrecher Massaker an den Albanern zu verantworten und Durcans Familie auf dem Gewissen hat.

Getrieben wurde der Junge zu dem Mordversuch durch den albanischen Milizenführer Enver (Anatole Taubman), der mit seiner Familie befreundet war. Der überzeugt Tom und Charly mit einem belastenden Photo, Jovovic zu verhören. Dessen Tochter fällt aus allen Wolken, als ihr Vater die gegen ihn gerichteten Vorwürfe eingesteht.

Underdessen hat sich Charly in Mirjan verliebt, die sich ihrerseits allerdings mehr und mehr zu Tom hingezogen fühlt. Der wiederum löst mit seiner Sympathie für Durcan bei vielen Kameraden Unverständnis aus. Als der Junge flieht, nachdem er von Maik Teske (Bo Hansen) unter Druck gesetzt wurde, den Standort eines Waffenlagers zu verraten, ist Mirjan erneut in Gefahr...



Film-Inhalt  


Mirjana (Susanne Bormann) im Hinterhalt
Mirjana (Susanne Bormann) im Hinterhalt


  Hintergrund


Tom (Adrian Topol) und Charly (Max Riemelt) in Deckung
Tom (Adrian Topol) und Charly (Max Riemelt) in Deckung

Für die Vorbereitungen zu "Mörderischer Frieden" ist Regisseur und Drehbuchautor Rudolf Schweiger in den Jahren 2003 und 2004 in den Kosovo gereist, um vor Ort zu recherchieren. Der Film wurde, bis auf einige Kriegsszenen auf einem Truppenübungsplatz in Deutschland, weitgehend im Großraum um Sarajevo gedreht. Im kosovarischen Prizren, im Südwesten Serbiens nahe des Dreiländerecks zu Albanien und Mazedonien gelegen, traf er sich mit einem Vertreter der KFOR, in dessen Begleitung sich Schweiger ein Bild von den verheerenden Zuständen machen konnte.

Die verfahrene und hoffnungslos erscheinende Lage erschloss sich dem Filmemacher aus Gesprächen mit Soldaten, Militärgeistlichen und Truppenpsychologen. Zudem stellten sich mit Brigadegeneral Robert Bergmann und Oberst Erhard Bühler zwei Kommandeure der Multinationalen Brigade Südwest zur Verfügung. Auch albanische und serbische Zivilisten gaben Auskunft und waren selbst kaum in der Lage, die Ursachen für die Eskalation der Gewalt veranschaulichen zu können.

Bei seinen Erkundungen im Kosovo war eine Gefahr allgegenwärtig: Das Land ist mit Minen übersät, die zu militärischen Zwecken im Gelände verteilt sind, aber auch in Häusern hinterlegt wurden, um die heimkehrende Bevölkerung zu schädigen. Das hat eine hohe Zahl von Toten und Verstümmelten auch unter Zivilisten zu Folge, insbesondere Kinder werden beim Spielen häufig Opfer dieser geächteten Kriegsgeräte.



"Mörderischer Frieden" ist der erste Spielfilm des am 04.04.63 in München geboren Regisseurs Rudolf Schweiger. Nachdem er dort an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) neben Theaterwissenschaften Kunstgeschichte und Psychologie studiert hatte, arbeitete er zwischen 1994 bis 1997 beim Bayerischen Fernsehen als Lektor.

Mit der 1999 gegründeten "Kaleidoskop Film & Fernsehproduktion" nahm er seine Tätigkeit als Filmschaffender auf. Sein erstes Werk war der Kurzfilm "Haltet sie auf!", der gleich von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat "besonders wertvoll" belegt wurde. Weitere Kurzfilme und Dokumentationen folgten, und für "Snipers Alley" aus dem Jahr 2002, bei dem es um eine UN-Blauhelmmission geht, wurde Schweiger mit dem Friedrich-Wilhelm Murnau-Preis belohnt.



Kurzinfo Rudolf Schweiger  


Dr. Goran Jovovic (Peter Bongartz) im Bilde
Dr. Goran Jovovic (Peter Bongartz) im Bilde

  Beistand von der Truppe


Charly mit Mirjana im Krankenhaus
Charly mit Mirjana im Krankenhaus

Bereits durch seinen Film "Snipers Alley" hatte Rudolf Schweiger wichtige Kontakte zur Bundeswehr hergestellt, auf die er für "Mörderischer Frieden" zurückgreifen konnte. Mit einem "Letter of Intent" wurden Sender, Förderanstalten und Dienststellen abgeklappert, und zunächst stieß der Filmemacher auf Wohlwollen für sein Projekt.

Dann allerdings gab es einen Rückschlag. Vom Presse- und Informationsstab des Verteidigungsministeriums verlautete, man habe grundsätzlich Verständnis, wolle aber die Bundeswehr lediglich als beratende Instanz betrachten. Zum Glück für Rudolf Schweiger und Produzent Michael Röhrig setzten sich eine Reihe von führenden Offizieren für eine weitergehende Unterstützung ein, darunter auch General a. D. Dr. Klaus Reinhardt, der seinerzeit als Kommandeur die KFOR-Friedenstruppe in Pristina geleitet hatte.

Schließlich konnte auf rund fünfzig Panzer der Bundeswehr zurückgegriffen werden, die auf dem Truppenübungsplatz Colbitz-Letzlinger Heide nördlich von Magdeburg den Einmarsch in den Kosovo nachstellten. Auch in Bosnien erhielt das Filmteam weitreichende Unterstützung durch Mensch und Material von der Bundeswehr vor Ort.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Snipers Valley" in der Regie von Rudolf Schweiger liefen am 29.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Warum Männer nicht zuhören - und Frauen schlecht einparken können
Romantikkomödie, Deutschland, 2007

Schwerter des Königs - Dungeon Siege
Fantasy-Abenteuer, Deutschland, USA, Kanada, 2007

Nichts als Gespenster
Drama, Deutschland, 2007

Mr. Brooks - Der Mörder in Dir
Thriller, USA, 2007

Morgen, Findus, wird´s was geben
Zeichentrick, Schweden, Dänemark, England, Ungarn, 2005

Hunting Party
Abenteuer-Komödie, Bosnien, Kroatien, 2007

Hotel Very Welcome
Komödie, Deutschland, Indien, Thailand, 2007

Hoffnung - Der große Sprung ins Glück
Familienfilm, Schweden, Deutschland, 2007

Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
Thriller, USA, 2007

Die Todeskandidaten
Action-Thriller, USA, 2007

Die Gebrüder Weihnachtsmann
Komödie, USA, 2007

Der Mann von der Botschaft
Drama, Deutschland, Georgien, 2006

Bruno Manser - Kampf um den Regenwald
Dokumentation, Schweiz, Borneo, 2007

Ebenfalls im Kino 




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