KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Motel

USA, 2007
Horror-Thriller, 82 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Vacancy

Kino-Start
19.07.2007

Regie
Nimród Antal

Darsteller
Kate Beckinsale (Amy Fox), Luke Wilson (David Fox), Frank Whaley (Mason), Ethan Embry (Mechaniker), Scott G. Anderson (Killer), Mark Casella (Truck-Fahrer), David Doty (Streife)
Motel - Kinoplakat
Fast jedermann würde wohl gerne einmal die Hauptrolle in einem Film spielen. Allerdings sicher nicht, wenn es sich um einen Snuff-Film handelt, also einen Film, der die eigene Ermordung zeigt. In genau diese Rolle aber sollen in Nimrod Antals Horror-Thriller "Motel" Kate Beckinsale und Luke Wilson gedrängt werden, die als Ehepaar Fox in einem Motel absteigen.

Die Ehe von Davd (Luke Wilson) und Amy Fox (Kate Beckinsale) ist zerrüttet und die alsbaldige Scheidung beschlossene Sache, denn beide machen sich für den schecklichen Unfalltod ihres kleinen Sohnes verantwortlich.

So ist es zunächst wenig verwunderlich, dass es zwischen den beiden während der nächtlichen Heimfahrt von einer letzten gemeinsamen Reise neuerlich zu einem heftigen Streit kommt. Genervt entscheidet sich Luke, eine wenig befahrene Nebenstraße als vermeintliche Abkürung zu nehmen, und dann passiert es: Der Wagen der beiden bleibt mit einer Motorpanne liegen.

Glücklicherweise befindet sich ganz in der Nähe ein Motel. Der Eigentümer Mason (Frank Whaley) zeigt sich zwar wenig hilfsbereit, was die Autopanne betrifft, vermietet den Eheleuten dafür aber um so lieber ein Zimmer in seinem Motel. Gegen einen Aufpreis von fünf Dollar entscheiden sich die beiden für die "Honeymoon-Suite", das nach Angeben von Mason "über ein paar Spielereien verfügt, die die anderen Zimmer nicht haben".

Tatsächlich allerdings ist das Zimmer - wie das ganze Etablissement - total versifft. Zudem poltert es ständig aus dem Nachbarraum, obwohl die Fox' doch angeblich die einzigen Gäste sein sollen.

Um etwas zu entspannen, legt David ein herumliegendes, unbeschriftetes Videoband in den immerhin vorhandenen Rekorder - und glaubt einem Horrorfilm zu sehen. Bald schon erkennt er allerdings, dass die brutalen Szenen anscheinend echt und nicht gespielt sind und zudem als Kulisse genau das Motel-Zimmer diente, in dem die beiden sich jetzt selbst befinden. Und noch etwas wird ihnen klar: Offenbar sollen sie für den nächsten Snuff-Film als Opfer herhalten.

Entsetzt das Paar feststellen, dass sie in dem Raum eingeschlossen sind und von diversen Kameras beobachtet werden. Zwar gelingt es ihnen, einen Geheimgang unter dem Zimmerboden zu entdecken, aber ob dieser Gang in die Freiheit oder in das Verderben führt, müssen sie erst noch herausfinden...



Film-Inhalt  


David Fox (Luke Wilson) sucht nach einem Fluchtweg
David Fox (Luke Wilson) sucht nach einem Fluchtweg


  Hintergrund


David und Amy Fox (Luke Wilson und Kate Beckinsale)
David und Amy Fox (Luke Wilson und Kate Beckinsale)

"Motel" stammt aus der Feder von Drehbuchautor Mark L. Smith und ist erst dessen zweiter Film. Bei seinem Debüt, dem Horrorstreifen "Séance" von 2006, hatte er auch Regie geführt. Die Idee zu "Motel" ging Smith schon seit Jahren durch den Kopf, nachdem er sich einmal zusammen mit seiner Ehefrau auf einer langen Autofahrt über Nebenstrecken in New Mexico völlig verfranzte und die Nacht in einem nahezu menschenleeren Motel verbingen musste.

Über einige Umwege gelangte das Drehbuch in die Hände von Clint Culpepper, dem Präsidenten der Produktionsfirma "Screen Gems", die im Hause Sony für den Horror- und Schockerbereich verantwortlich ist und Filme wie "Der Exorzismus der Emily Rose" (2005) und "Unbekannter Anrufer" (2006) für das Studio realisierte. Gemeinsam einigte man sich auf Nimrod Antal als Regisseur, dessen Debütfilm "Kontroll" (2003) nicht nur bei Kritik und Festivals auf ein positives Echo gestoßen war, sondern - wie "Motel" - auch auf engsten Raum spielte, nämlich in einem U-Bahn-Zug in Budapest.

Obwohl der Film - ganz im Wortsinne - im Stil eines "Kammer"-spiels inszeniert wurde, empfand Kate Beckinsale ("Pearl Habor") die Dreharbeiten als ausgesprochen belastend. Sie erklärt: "Ich habe schon viele physisch sehr anstrengende Rollen gespielt, aber bei diesem Film habe ich mir mehr Blessuren zugezogen als bei sämtlichen anderen zusammen. Es schlaucht einen als Schauspieler sehr, wenn man so viel lähmendes Entsetzen spielen muss. Damit diese Todesangst wirklich authentisch wirkt, muss man sich in einen absolut erschöpfenden Bewusstseinszustand versetzen."



Unter "Snuff-Filmen" oder kurz "Snuff" versteht man mit technisch eher einfachen Mitteln produzierte Amateur-Kurzfilme, die die reale, vorsätzliche Tötung eines Menchen zeigen. Hinzu kommen - je nach Definition - Folterszenen oder Pornographie, die der Mordhandlung voraus gehen. Mehr oder minder zufällig entstandene Aufnahmen von Unfällen, Kriegshandlungen oder Attentaten wie z.B. der sog. Zapruder-Film, der die Ermordung von John F. Kennedy zeigt, fallen nicht unter diese Definition; ebensowenig das Filmen von Hinrichtungen zu Dokumentations- oder Beweiszwecken.

Das Wort "snuff" wurde in der englischsprachigen Literatur etwa seit der Zeit um 1900 im Sinne von "eine Kerze ausblasen" verwendet. Im übertragenen Sinn für "töten" wurde es z.B. 1962 in der Novelle "A Clockwork Orange" von Anthony Burgess verwendet. Der Begriff "Snuff Film" wurde erstmals 1971 von Ed Sanders in einem Sachbuch über die Manson-Familie gebraucht. Die Manson-Familie war eine sektenähnliche Gemeinschaft, der Mitte der 1970er Jahre zahlreiche Morde zur Last gelegt wurden, darunter auch Ritualmorde. Ob deren Begehung von den Tätern allerdings wirklich auf Film aufgezeichnet wurde, konnte nie abschließend geklärt werden.

Tatsächlich ist bis heute nicht ein einziger "echter" Snuff-Film bekannt geworden, wohl aber zahlreiche zumeist aus kommerziellen Gründen im Snuff-Stil produzierte Kurzfilme, bei den die gezeigten Tötungshandlungen jedoch stets nicht real sind.



Snuff Film  


Keine Verbindug!
Keine Verbindug!
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Teaser-Poster► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Motel" in der Regie von Nimród Antal liefen am 19.07.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tarantino: Death Proof - Todsicher
Actionthriller, USA, 2007

Sterben für Anfänger
Tragikomödie, USA, 2007

Next
Action-Thriller, USA, 2007

Max Ernst - Mein Vagabundieren - Meine Unruhe
Dokumentation, Deutschland, 1991

Kann das Liebe sein?
Liebeskomödie, Frankreich, 2007

Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge
Dokumentation, Schweiz, 2004

Du bist nicht allein
Tragikomödie, Deutschland, 2007

2:37
Drama, Australien, 2006



KINO

morgen