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Mr. Brooks - Der Mörder in Dir

USA, 2007
Thriller, 95 Minuten

Originaltitel
Mr. Brooks

Kino-Start
29.11.2007

Regie
Bruce A. Evans

Darsteller
Kevin Costner (Mr. Earl Brooks), Demi Moore (Detective Tracy Atwood), Dane Cook (Mr. Smith), William Hurt (Marshall), Marg Helgenberger (Emma Brooks), Ruben Santiago-Hudson (Hawkins), Danielle Panabaker (Jane Brooks), Aisha Hinds (Nancy Hart), Lindsay Crouse (Captain Lister), Jason Lewis (Jesse Vialo), Reiko Aylesworth (Sheila), Matt Schulze (Thorton Meeks), Yasmine Delawari (Sunday)
Mr. Brooks - Der Mörder in Dir
 - Kinoplakat
Bisher ist Kevin Costner dem Filmfan eher als Gutmensch in bisweilen epischen, bisweilen pathetischen Streifen im Gedächtnis. Dass er auch menschliche Abgründe darstellen kann, zeigt er in dem Psychothriller "Mr. Brooks - Der Mörder in Dir" als eine moderne Variante von "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" mit einer Prise von "Mein Freund Harvey".

Er ist ein Gentleman der alten Schule: Gute Manieren, ein erfolgreiches Geschäft, eine bezaubernde Ehefrau, Emma (Marg Helgenberger), und eine wohlerzogene Tochter, Jane (Danielle Panabaker), kann Mr. Earl Brooks (Kevin Costner) sein Eigen nennen. Sein tadelloser Ruf hat dem Hersteller von Verpackungsmaterial gerade den Titel "Mann des Jahres" der örtlichen Handelskammer in seinem Heimatort Portland eingebracht.

Allerdings hat jede Medaille zwei Seiten, und die dunkle Seite von Mr. Brooks ist Marshall (William Hurt), sein anderes Ich, das nur in seinem Kopf existiert, Earl allerdings zu schrecklichen Taten treibt. Als "Thumbprint Killer" hatte er in der Vergangenheit serienweise brutale Morde begangen.

Seit einiger Zeit versucht Brooks allerdings, seinen zwanghaften Trieb zu töten durch Therapiesitzungen bei den Anonymen Alkoholikern in den Griff zu bekommen, doch nun meldet sich Marshall wieder und fordert seinen Tribut. Diesmal ist es ein Pärchen, das der schizophrene Earl beim Liebesakt beobachtet und anschließend mit einem gezielte Schuss niederstreckt.

Zu seinem Pech hat aber jemand anderes ebenfalls dieses Paar beobachtet: Der Photograph Mr. Smith (Dane Cook) hatte die beiden zum Objekt für seine Kamera auserkoren und auch während der Bluttat von seiner gegenüberliegenden Wohnung aus aufgenommen. Doch der Zeuge meldet seine Beobachtung nicht etwa der Polizei, sondern erpresst Brooks, ihn bei seinen künftigen Morden begleiten zu dürfen.

Mittlerweile sind Detective Tracy Atwood (Demi Moore) und ihr Kollege Hawkins (Ruben Santiago-Hudson) mit dem rätselhaften Mordfall betraut. Dabei gerät Smith selbst ins Visier der Polizistin. Doch auch sie selbst ist nicht unbelastet, muss sich die aus wohlhabender Familie stammende Frau doch mit horrenden Forderungen ihres Ex-Ehemanns Jesse (Jason Lewis) infolge der Scheidung auseinandersetzen. Zudem ist dem als Mörder verurteilte Thorton Meeks (Matt Schulze) der Ausbruch aus dem Knast gelungen, in den Atwood ihn gebracht hatte - und der sinnt nun auf Rache.

Doch auch im Hause Brooks laufen die Dinge aus dem Ruder. Earls scheinbar braves Töchterlein Jane hat ihr Studium geschmissen und steht plötzlich auf der Matte - schwanger. Der Kindsvater wurde am College grausam ermordet. Da nun Jane unter Verdacht steht, sieht sich Earl gezwungen, zur Enlastung seiner Tochter dort selbst tätig zu werden...



Film-Inhalt  


Marshall (William Hurt) ist das Alter-Ego von Earl Brooks (Kevin Costner)
Marshall (William Hurt) ist das Alter-Ego von Earl Brooks (Kevin Costner)


  Hintergrund


Ahnen Emma Brooks (Marg Helgenberger) und Tochter Jane (Danielle Panabaker) schon etwas?
Ahnen Emma Brooks (Marg Helgenberger) und Tochter Jane (Danielle Panabaker) schon etwas?

Der Roman "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson aus dem Jahr 1886 ist der Klassiker des schizophrenen Mörders, der tagsüber als angesehener Bürger lebt und nachts seine animalische Seite mit schrecklichen Untaten auslebt.

"Der Knackpunkt von "Mr. Brooks' ist, dass er sehr gut jemand sein könnte, den Du kennst", meint Regisseur und Co-Autor Bruce Evans. "Wir alle haben unsere dunkle Seite, doch Mr. Brooks lebt die seine extrem aus. Er ist der Typ, von dem man denkt, er könne keiner Fliege etwas zuleide tun, der seine Familie wahrhaft liebt und ein wundervolles Leben nach jedem Maßstab führt, doch er hat ebenso einen sehr gravierenden Drang, den er nicht in den Griff kriegt."

"Mr. Brooks - Der Mörder in Dir" ist bereits das achte Werk, für das Evans zusammen mit seinem Kollegen Raynold Gideon das Drehbuch geschrieben hat. Begonnen hat die Zusammenarbeit im Jahr 1979 mit der Krimikomödie "Dollarrausch" (A Man, a Woman and a Bank), und auch das SciFi-Märchen "Starman" und das Piratenabenteuer "Cutthroat Island" gehen aufs gemeinsame Konto. Ihr Skript zu "Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers" von 1986 war gar für den Oscar nominiert.



Während der zehn Wochen, die Evans und Gideon das Drehbuch schrieben, machten sie sich natürlich Gedanken, wer die Rolle des Mr. Brooks glaubwürdig würde verkörpern können. Es musste jemand sein, der den Zuschauer gleichermaßen einnehmen und schockieren können sollte. So hatten sie schon früh Kevin Costner im Sinn.

"Kevin wird als Held wahrgenommen, ein romantischer Held und ein Actionheld, und das ist die Art von Kerl, die wir wollten", erklärt Evans. Zunächst machten sich die beiden allerdings wenig Hoffnung, zumal "Mr. Brooks" erst die zweite Regiearbeit von Bruce A. Evans werden sollte. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt, und so gaben sie das fertige Drehbuch dem gemeinsamen Freund Kevin Reynolds, der mit ihrem Wunschkandidaten bereits fünf Filmprojekte realisiert hatte.

Der zeigte sich von der Geschichte beeindruckt und reichte es an Costner weiter. Doch dann wurde das Autorenduo von Meldungen irritiert, Costner sei nicht erreichbar, er hätte ihr Buch gar nicht bekommen oder es gar verlegt. Dann kam allerdings der entscheidende Anruf: "Die Stimme sagte 'Hi, hier ist Kev'", erinnert sich Gideon. "Ich sagte: 'Kev wer?', er sagte 'Kevin Costner - warum schaut ihr nicht bei mir vorbei, damit wir über das Skript reden können'".

Beim anschließenden Treffen war man sich schnell einig, und Costner übernahm nicht nur die Hauptrolle, sondern stieg auch als Produzent mit ein. "Die Geschichte ist düster, sie ist klug, und Du lachst zehnmal laut auf, trotz oder wegen des Schreckens", sagt Costner zu seiner ersten Reaktion. "Ich dachte, es war wirklich eine fesselnde Erzählung, aus einem sehr harten Sujet erschaffen."



Kevin Costner ist Mr. Brooks  


Nachbar Smith (Dane Cook) will auch seinen Spaß
Nachbar Smith (Dane Cook) will auch seinen Spaß

  Look & Feel


Tracy Atwood (Demi Moore) mit ihren Kollegen (Mark Scarboro, Ruben Santiago-Hudson)
Tracy Atwood (Demi Moore) mit ihren Kollegen (Mark Scarboro, Ruben Santiago-Hudson)

Bei der visuellen Umsetzung seiner Vorstellungen konnte Regisseur Bruce A. Evans auf erfahrene Techniker zurückgreifen, die schon mit dem Filmstar Erfahrung hatten. Kameramann John Lindley hatte bereits bei "Feld der Träume" (Field of Dreams, 1988) mit Kevin Costner zusammengearbeitet, und Szenenbildner Jeffrey Beecroft konnte mit "Der mit dem Wolf tanzt" (Dances with Wolves, 1990), "Bodyguard" (1992) und "Message in a Bottle" (1999) gleich drei gemeinsame Filmprojekte vorweisen.

Für die optische Gestaltung des Projektes ließ sich der Regisseur vom Maler Eric Fischl inspirieren: "Als ich eine Galerie von Eric Fischl besuchte, sagte ich sofort: 'Das ist, wie Mr. Brooks aussieht!'", erinnert sich Evans. "Es ist dieses Gespür einer sehr plastischen Vorstadt-Welt, wo die Schwarzen sehr schwarz sind und die Roten sehr rot, und die ganze Empfindung ist sehr provokativ und eindrucksvoll."

Zudammen mit Beecroft hatte Evans einige Zeit aufgewandt, um Bildbände zu studieren und passende Schauplätze auszusuchen. Als Heim von Mr. Brooks wurde ein Gebäude mit großzügiger Verglasung ausgewählt, um ihn mit langer Brennweite in seiner privaten Umgebung zeigen zu können. Die Schwierigkeit war, dass der Drehort Shreveport in Louisiana eher eine traditionelle Architektur aufweist. Produzent Jim Wilson hatte nach langwieriger Suche schließlich ein passendes, modernes Haus gefunden, das aufgrund seiner einzigartigen Bauweise sogar im "Architectural Digest" aufgeführt war.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Mr. Brooks - Der Mörder in Dir " in der Regie von Bruce A. Evans liefen am 29.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Warum Männer nicht zuhören - und Frauen schlecht einparken können
Romantikkomödie, Deutschland, 2007

Snipers Valley
Kriegsdrama, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, 2007

Schwerter des Königs - Dungeon Siege
Fantasy-Abenteuer, Deutschland, USA, Kanada, 2007

Nichts als Gespenster
Drama, Deutschland, 2007

Morgen, Findus, wird´s was geben
Zeichentrick, Schweden, Dänemark, England, Ungarn, 2005

Hunting Party
Abenteuer-Komödie, Bosnien, Kroatien, 2007

Hotel Very Welcome
Komödie, Deutschland, Indien, Thailand, 2007

Hoffnung - Der große Sprung ins Glück
Familienfilm, Schweden, Deutschland, 2007

Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
Thriller, USA, 2007

Die Todeskandidaten
Action-Thriller, USA, 2007

Die Gebrüder Weihnachtsmann
Komödie, USA, 2007

Der Mann von der Botschaft
Drama, Deutschland, Georgien, 2006

Bruno Manser - Kampf um den Regenwald
Dokumentation, Schweiz, Borneo, 2007

Ebenfalls im Kino 




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