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Next

USA, 2007
Action-Thriller, 92 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Next

Kino-Start
19.07.2007

Regie
Lee Tamahori

Darsteller
Nicolas Cage (Cris Johnson), Julianne Moore (Agent Callie Ferris), Jessica Biel (Elizabeth Cooper), Thomas Kretschmann (Mr. Smith), Tory Kittles (Agent Cavanaugh), José Zúñiga (Sicherheitschef Roybal), Jim Beaver (JTTF-Direktor Eric Wisdom), Jason Butler Harner (Jeff Baines), Michael Trucco (Kendal), Enzo Cilenti (Mr. Jones), Laetitia Danielle (Miss Brown), Nicolas Pajon (Mr. Green), Sergej Trifunovic (Mr. White), Charles Chun (Davis)
Next - Kinoplakat
Zwei Minuten in die Zukunft sehen zu können, das scheint eine feine Sache zu sein - zu mindest beim Glücksspiel. Das denkt sich in dem Action-Thriller "Next" auch Oscar-Preisträger Nicolas Cage, der einen durch das Leben bummelnden Zauberkünstler spielt und über genau diese Gabe verfügt. Hin- und hergerissen zwischen zwei schönen Frauen und im Fadenkreuz von Terroristen, entschließt er sich, seine hellseherischen Fähigkeiten in die Dienste der Verbrechensbekämpfung zu stellen.

Cris Johnson (Nicolas Cage) jobbt als Taschenspieler und Zauberkünstler in einem drittklassigen Club in Las Vegas. Sein Herz gehört der jungen und schönen Liz Cooper (Jessica Biel), einer Sonderschullehrerin, die in einem Indianerreservat unterrichtet.

Cris verfügt über eine Gabe, die ihm in seinem Job ausgesprochen gelegen kommt: Er kann ein, zwei Minuten in die Zukunft sehen und die Zukunft auch beeinflussen. Mit diesem Talent gelingt es ihm nicht nur allabendlich sein Publikum zu verblüffen, er nutzt es auch, wenn er gelegentlich mal etwas mehr Bargeld benötigt: Cris spielt einfach an einem der zahllosen Black-Jack-Tische von Vegas ein paar Runden, und schon ist seine Geldbörse wieder wohl gefüllt.

Seine geheime Fähigkeit macht ihm allerdings nicht nur Freunde: Die Casino-Bosse von Las Vegas zum Beispiel lassen jeder seiner Schritte überwachen, weil sie ihn des Falschspiels verdächtigen. Sein statistisch kaum erklärliches Glück hat auch die Aufmerksamkeit der FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) erregt, die seine Gabe schnell als echt erkennt.

Sie benötigt Cris' besondere Befähigung für etwas Bedeutenderes als nur kleine Schummeleien am Kartentisch: Eine Gruppe französischer Terroristen unter Führung eines "Mr. Smith" (Thomas Kretschmann) hat eine Atombombe nach Los Angeles geschmuggelt und droht diese zu zünden.

Naturgemäß hat Cris wenig Lust, aufgrund seiner ungewöhnlichen Gabe für den Rest seines Lebens in igendeinem ultrageheimen Regierungslabor zu verbringen, und so nutzt er seine Fähigkeiten zunächst, um Callie zu entgehen, die ihn eigentlich in "Schutzhaft" nehmen wollte, als er gerade seinen Freund Irv (Peter Falk in einem Cameo-Auftrit) besucht. Allerdings sorgt sich Cris auch um seine Freundin Liz, und das plötzliche Auftauchen von Mitgliedern der Terrorgruppe in seinem unmittelbarem Umfeld bereitet ihm zusätzliche Angst.

So entscheidet er sich schließlich doch, dem FBI zur Seite zu stehen, was sowohl Los Angeles der Rettung als auch den eigentlich doch fest an Liz vergebenen Cris Callies und schließlich Liz wiederum einem Sprengstoffgürtel näher bringt...



Film-Inhalt  


Nicolas Cage, Jessica Biel
Nicolas Cage, Jessica Biel


  Film-Kritik


Cris Johnson (Nicolas Cage) in Bedrängnis
Cris Johnson (Nicolas Cage) in Bedrängnis

Trotz der hervorragenden Besetzung mit Nicolas Cage (u.a. Oscar für "Leaving Las Vegas" von 1995 und Ocar-Nominierung für "Adaptation" von 2002), Julianne Moore (4 Oscar-Nominierungen) und Jessica Biel (diverse Nachwuchsauszeichnungen) hat sich "Next" zu einem bösen Flop für die Universal Studios entwickelt.

Von den geschätzten 70 Millionen Dollar Produktionskosten konnten in den USA, wo der Film bereits vor einiger Zeit anlief und schnell wieder aus den Kinos verschwunden ist, nur 19 Millionen Dollar eingespielt werden. Ähnlich schlecht waren die Ergebnisse in Großbritannien, geradezu vernichtend in anderen europäischen Ländern.

Die Kombination aus einem romantischen Fantasy-Märchen und einer - zumindest in den USA - als sehr ernsthaft und real empfundenen terroristischen Bedrohung mit einer Atombombe vermochte das Publikum offenbar wenig zu überzeugen.

Herbe Kritik zog insbesondere der völlig unerwartete Schluss des Films auf sich, bei dem sich so mancher Zuschauer verschaukelt vorkommen mag. Auch die vorwiegend in der zweiten Filmhälfte eingebauten Action-Szenen wirken oft wenig motiviert und enthalten - zusätzlich zu den schon stoffbedingt kaum vermeidbaren - zahlreiche logische Brüche.



"Next" beruht auf der Kurzgeschichte "The Golden Man" von Philip K. Dick und nicht etwa auf dem Roman "Next" von Michael Crichton. Dick hatte einige Zeit zuvor dem Journalisten und Gelegenheits-Webmaster Jason Koornick die Verwertungsrechte für eine frei von diesem wählbare Kurzgeschichte als Dank dafür überlassen, dass Koornick sich um die Gestaltung von Dicks Homepage im Internet verdient gemacht hatte.

Mit dieser Option in der Tasche ging Koornick zum Drehbuchautor Gary Goldman, der in der Vergangenheit wiederholt für Jerry Bruckheimer gearbeitet hatte. Gemeinsam entschloss man sich dann, "The Golden Man" kinoreif aufzuarbeiten.

Gedreht wurde weitgehend an den Originalschauplätzen im Hafen von Los Angeles, im Indianer-Reservat Havasupai und in dem als Kulisse für Las Vegas dienenden Morongo Casino im kalifornischen Cabazon.



Hintergrund  


Jessica Biel als Liz Cooper
Jessica Biel als Liz Cooper

► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Next" in der Regie von Lee Tamahori liefen am 19.07.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tarantino: Death Proof - Todsicher
Actionthriller, USA, 2007

Sterben für Anfänger
Tragikomödie, USA, 2007

Motel
Horror-Thriller, USA, 2007

Max Ernst - Mein Vagabundieren - Meine Unruhe
Dokumentation, Deutschland, 1991

Kann das Liebe sein?
Liebeskomödie, Frankreich, 2007

Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge
Dokumentation, Schweiz, 2004

Du bist nicht allein
Tragikomödie, Deutschland, 2007

2:37
Drama, Australien, 2006



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