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Odette Toulemonde

Frankreich, Belgien, 2006
Tragikomödie, 100 Minuten

Originaltitel
Odette Toulemonde

Kino-Start
25.10.2007

Regie
Eric-Emmanuel Schmitt

Darsteller
Catherine Frot (Odette Toulemonde), Albert Dupontel (Balthazar Balsan), Jacques Weber (Olaf Pims), Fabrice Murgia (Rudy), Nina Drecq (Sue Ellen)
Odette Toulemonde - Kinoplakat
Spätens seit im Jahre 2003 sein Bühnenstück "Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran" - "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" - mit Omar Sharif in der Hauptrolle verfilmt wurde, ist der französische Dramaturg und Schriftsteller Éric-Emmanuel Schmitt auch bei uns bekannt. Mit "Odette Toulemonde" hat er jetzt erstmals als Regisseur selbst die Verfilmung eines seiner Bücher in die Hand genommen.

Odette Toulemonde (Catherine Frot) hat es schwer, aber nimmt es leicht: Die Mittvierzigerin ist seit Jahren verwitwet und kann einfach keinen neuen Mann finden. Ihr schwuler Sohn Rude (Fabrice Murgia) ist längst erwachsen und verdient sein Geld als Friseur, fühlt sich aber im "Hotel Mama" immer noch am wohlsten.

Auch ihre Tochter Sue Ellen (Nina Drecq) könnte eigentlich aus dem Haus sein oder doch zumindest etwas zum Lebensunterhalt beisteuern, tut es aber nicht: Im Gegenteil, sie hat in der nicht übermäßig geräumigen Wohnung mittlerweile ihren ebenso aufdringlichen wie schuddeligen Freund Polo (Nicolas Buysse) mit eingenistet.

Odette - wie schon gesagt - nimmts leicht und steht sich - um die ganze Baggage ernähren zu können - als Fachverkäuferin in der Kosmetikabteilung eines örtichen Kaufhauses die Beine in den Bauch.

In ihrer Freizeit liest sie - ja: verschlingt sie - die Romane des des Schriftstellers Balthazar Balsan (Albert Dupontel). Mit seinen Büchern kann sie sich in eine andere, bessere Welt träumen und so ihren öden Alltag für eine kleine Weile vergessen.

Balthazar Balsan hingegen - klug, erfolgreich und attraktiv - hat es leicht, aber nimmt es schwer: Das Schreiben geht ihm leicht von der Hand, seine Bücher verkaufen sich wie geschnitten Brot, was ihn gegenüber seinen Bewunderern arrogant gemacht hat. Dennoch ist er fix und fertig, als ihn ein einzelner Kritiker ausnahmsweise einmal zerreist, und zerfließt in Selbstmitleid.

Eines Tages begegnet der Autor Odette - seinem größten Fan, der so ganz anders ist als er selbst. Und das ist der Beginn von mehr als nur Freundschaft zwischen den beiden...



Film-Inhalt  


Odette (Catherine Frot) trifft Balthazar (Albert Dupontel)
Odette (Catherine Frot) trifft Balthazar (Albert Dupontel)


  Über den Autor


Hin und Weg: Odette bei der Autogrammstunde
Hin und Weg: Odette bei der Autogrammstunde

"Odette Toulemonde" ist der erste Spielfim von Eric-Emmanuel Schmitt, der auch die Buchvorlage schrieb und die Drehbuchadaption übernahm.

Er gilt als einer der erfolgreichsten französischen Schriftsteller der Gegenwart. Von ihm stammen unter anderm Romane bzw. Theaterstücke wie "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", "Die Schule der Egoisten" und "Mein Leben mit Mozart".

Schmitt wurde am 28. März 1960 in Lyon geboren. Er studierte und promovierte später in Philosophie an der Ecole Normale Supérieure in Paris.

Ab 1991 wurde er in Frankreich zunächst als Bühnenschriftsteller bekannt. Wiederholt widemte er sich in seine Werken regligiösen Fragen und setzte sich für eine Annäherung von Religionen und Kulturen ein.

Zu seiner Entscheidung, erstmals als Regisseur aufzutreten, sagt er: "Das habe ich meinem Kollegen Yann Moix zu verdanken. Er stand kurz vor Beginn der Dreharbeiten zu 'Podium', und ich war wirklich weder eifersüchtig noch neidisch, sondern freute mich einfach für ihn, dass er seinen Film macht.

Eines Tages fragte er mich: 'Warum drehst du eigentlich keine Filme?' Und ich sagte: 'Weil ich das nicht kann.' Darauf entgegnete er mit dem Satz: 'Also, wenn es einen Menschen gibt, der sich in der Welt des Eric-Emmanuel Schmitt auskennt, dann ist es Eric-Emmanuel Schmitt.'

Es klingt albern, doch diese Worte haben etwas in mir ausgelöst. Ich sagte mir: Es stimmt - wenn sich jemand in meiner Welt auskennt, dann ich. Offen gestanden war ich manchmal nicht so recht zufrieden mit den Inszenierungen meiner Bühnenstücke oder den Verfilmungen meiner Bücher, weil sie aus meiner Sicht nicht ganz stimmig wirkten.

Kein Wunder, dass ich während der Dreharbeiten besessen davon war, dass alles stimmig wird: stimmige Kamerafahrten, stimmige Betonungen, stimmiges Schweigen..."



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Odette Toulemonde" in der Regie von Eric-Emmanuel Schmitt liefen am 25.10.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Lissi und der wilde Kaiser
Komödie, Deutschland, 2007

Im Bett
Tragikomödie, Deutschland, Chile, 2005

Halloween
Horror, USA, 2007

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Western, USA, 2006

Ebenfalls im Kino 




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