"Odette Toulemonde" ist der erste Spielfim von Eric-Emmanuel Schmitt, der auch die Buchvorlage schrieb und die Drehbuchadaption übernahm.
Er gilt als einer der erfolgreichsten französischen Schriftsteller der Gegenwart. Von ihm stammen unter anderm Romane bzw. Theaterstücke wie "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", "Die Schule der Egoisten" und "Mein Leben mit Mozart".
Schmitt wurde am 28. März 1960 in Lyon geboren. Er studierte und promovierte später in Philosophie an der Ecole Normale Supérieure in Paris.
Ab 1991 wurde er in Frankreich zunächst als Bühnenschriftsteller bekannt. Wiederholt widemte er sich in seine Werken regligiösen Fragen und setzte sich für eine Annäherung von Religionen und Kulturen ein.
Zu seiner Entscheidung, erstmals als Regisseur aufzutreten, sagt er: "Das habe ich meinem Kollegen Yann Moix zu verdanken. Er stand kurz vor Beginn der Dreharbeiten zu 'Podium', und ich war wirklich weder eifersüchtig noch neidisch, sondern freute mich einfach für ihn, dass er seinen Film macht.
Eines Tages fragte er mich: 'Warum drehst du eigentlich keine Filme?' Und ich sagte: 'Weil ich das nicht kann.' Darauf entgegnete er mit dem Satz: 'Also, wenn es einen Menschen gibt, der sich in der Welt des Eric-Emmanuel Schmitt auskennt, dann ist
es Eric-Emmanuel Schmitt.'
Es klingt albern, doch diese Worte haben etwas in mir ausgelöst. Ich sagte mir: Es stimmt - wenn sich jemand in meiner Welt auskennt, dann ich. Offen gestanden war ich manchmal nicht so recht zufrieden mit den Inszenierungen meiner Bühnenstücke oder den Verfilmungen meiner Bücher, weil sie aus meiner Sicht nicht ganz stimmig wirkten.
Kein Wunder, dass ich während der Dreharbeiten besessen davon war, dass alles stimmig wird: stimmige Kamerafahrten, stimmige Betonungen, stimmiges Schweigen..."