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Offset

Deutschland, Rumänien, 2006
Drama, 107 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Offset

Kino-Start
02.11.2006

Regie
Didi Danquart

Darsteller
Alexandra Maria Lara (Brindusa), Felix Klare (Stefan), Razvan Vasilescu (Nicu Iorga), Manfred Zapatka (Herr Fischer), Katharina Thalbach (Frau Fischer), Valentin Platareanu (Herr Hergehelegiu), Anna Stieblich (Iris), Bruno Cathomas (Peter Gross), Tania Popa (Doamna Iorga)
Offset - Kinoplakat
Die gebürtige Rumänin Alexandra Maria Lara hatte mit "Offset" die Gelegenheit, ihren Wunschtraum zu erfüllen und zum ersten Mal einen Film in ihrer Geburtsstadt Bukarest zu drehen. Ebenfalls dabei ist auch ihr Vater Valentin Platareanu, der diese Rolle auch im Film spielt. Beim Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen war der Streifen für den Filmkunstpreis nominiert.

In Bukarest arbeitet Brindusa (Alexandra Maria Lara) als Dolmetscherin und Assistentin des Firmenchefs Nico Iorga (Razvan Vasilescu) in der Druckerei Noirprint. Der Betrieb hat eine neue Offset-Druckstraße bei einem deutschen Hersteller in Auftrag gegeben. Von dort reist Ingenieur Stefan Fischer (Felix Klare), um die Anlage zu installieren und die Drucker in die Bedienung einzuweisen.

Während Stefan seinen ersten Auslandseinsatz abwickelt, entsteht zwischen ihm und Brindusa eine Liebesbeziehung. Sie entwickelt sich so heftig, dass die beiden sich verloben und bereits Pläne für ein gemeinsames Leben in Deutschland schmieden. Die Hochzeit soll jedoch noch in Rumänien stattfinden.

Da erfährt Iorga von den Hochzeitsvorbereitungen. Er war der frühere Liebhaber von Brindusa und will sich nicht damit abfinden, die Frau, die er immer nocht liebt, endgültig zu verlieren. Er beginnt zunächst, Stefans Arbeit zu torpedieren und bemäkelt die Qualität der Druckmaschinen, was allerdings von Gutachter Peter Gross (Bruno Cathomas) widerlegt wird.

Iorgas Andeutungen bezüglich Brindusa machen Stefan stutzig, und er stellt sie zur Rede. Tatsächlich hatte sie ihm bisher ihre frühere Liebschaft mit Iorga verschwiegen, doch eine Aussprache bereinigt das Verhältnis zwischen dem Liebespaar. Gerade rechtzeitig vor dem Eintreffen von Stefans Eltern (Manfred Zapatka, Katharina Thalbach) und seiner Schwester Iris (Anna Stieblich), die ihre zukünftige Schwiegertochter und Schwägerin kennenlernen und sich auf die bevorstehende Hochzeit einstimmen möchten.

Auf Brindusas Familie ist man gespannt, hat doch ihr Vater, Herr Hergehelegiu (Valentin Platareanu) sie zu einem großzügigen Mahl in seinem Haus eingeladen. Doch die Kommunikation zwischen den beiden Sippen funktioniert nich, da Brindusa, die als Dolmetscherin fungieren sollte, anderweitig beschäftigt ist:

Sie ist zu Nicu gefahren, um ihn von weiteren Behinderungen abzubringen, nachdem er Stefan sogar Geld angeboten hatte, wenn er von der Hochzeit absieht. Doch sie kann sich nicht durchsetzen, und es kommt zum Streit mit dessen Frau Doamna (Tania Popa). Am Tag der Hochzeit taucht Iorga schließlich auf, umringt von seinen Bodyguards...



Film-Inhalt  


Brindusa (Alexandra Maria Lara) und Stefan (Felix Klare) haben Hochzeitspläne
Brindusa (Alexandra Maria Lara) und Stefan (Felix Klare) haben Hochzeitspläne


  Film-Kritik


Nicu Iorga (Razvan  Vasilescu) glaubt die älteren Rechte zu haben
Nicu Iorga (Razvan Vasilescu) glaubt die älteren Rechte zu haben

Bei manchem Film fragt man sich unwillkürlich, wie er sich ins Kino verirrt haben könnte? In diesem Fall kann man sich auch noch fragen, wer das Auswahlgremium beim RomeFilmFest geritten haben mag, die dieses Machwerk als einzigen deutschen Film in ihre Auswahl aufgenommen hat. Da hätte es im Kinojahr 2006 wahrlich genügend Alternativen aus Deutschland gegeben - so ziemlich alle wären besser gewesen als "Offset".

Das fängt schon beim Drehbuch an, bei dem zwar dramatische und auch komödiantische Ansätze erkennbar sind, die jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft werden. So fehlt der dramatischen Liebesgeschichte jede Tiefe, der Humor hingegen wird versucht mit dem Auswalzen uralter, gängiger Klischees zu erzeugen. So sind Handlung und Rollen lieblos zurechtgestrickt, und anstatt aus der Konfrontation der verschiedenen Kulturen eine eigenständige Geschichte fortzuentwickeln, wird mit rohen Versatzstücken scheinbar so ziemlich jedes Vorurteil bestätigt.

Man könnte fast annehmen, die Macher hätten ein Statement gegen einen EU-Beitritt Rumäniens abgeben wollen. Darüber hinaus ist auch die Besetzung durch die Reihe schwach, von der meist gedankenverloren wirkenden Lara bis hin zu den gestandenen Veteranen Zapatka und Thalbach, deren Rollen als Abziehbilder aber zugegebenermaßen keine besondere Herausforderung dargestellt haben. Als Fernsehfilm im Vorabendprogramm, gekürzt auf 45 Minuten, hätte dieses Werk vielleicht noch durchgehen können, auf der Leinwand hingegen wirkt es verloren.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Offset" in der Regie von Didi Danquart liefen am 02.11.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wicker Man - Ritual des Bösen
Mystery-Thriller, Deutschland, USA, 2006

Warum halb vier?
Dokumentation, Deutschland, 2006

Snow Cake
Drama, Kanada, England, 2006

Schwarzes Gold
Dokumentation, England, 2006

Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung
Fantasy-Komödie, USA, 2006

Play your own Thing - Eine Geschichte des Jazz in Europa
Musik-Doku, Deutschland, Frankreich, 2006

Marie Antoinette
Drama, USA, 2006

Irgendwo dazwischen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Herb, mein Herbst?
Dokumentation, Schweiz, 2004

China Blue
Dokumentation, USA, 2005

Can Baz
Musik-Dokumentation, Deutschland, Türkei, 2004

Borat
Komödie, USA, 2006

Ebenfalls im Kino 




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