"Wir halten uns so weit wie möglich an die Buchvorlage – allerdings reicht die Handlung nicht für einen Spielfilm aus", sagt die Produzentin und Co-Regisseurin Irina Probost: "Die Zugreise ist zum Beispiel ein Element, das für den Film neu erfunden wurde: Tiger und Bär springen in einen Wagen und lernen den weisen Vagabunden namens 'Reiseesel Mallorca' kennen, der seine Lebenserfahrung mit ihnen teilt."
Auch die fantastische Hängebrücke über die Schlucht gibt es nicht im Buch: Tiger stürzt in die Tiefe – die Freunde verlieren sich für kurze Zeit. Bald sind sie wieder vereint, reisen per Schiff übers Meer und erreichen im Sturm eine ebenfalls für den Film erfundene Insel, die sie für das Gelobte Land Panama halten.
"Jeder Zuschauer bekommt den Eindruck, dass die Helden ihr Paradies gefunden haben, denn es gibt dort Bananen, es ist warm und wunderschön", sagt Probost. "Aber es wird schnell langweilig im Paradies – und sie sehnen sich nach ihrem Zuhause."
Das Schlüsselelement der Freundschaft wird in der Idylle der Insel auf eine harte Probe gestellt: "Tiger und Bär streiten sich, weil das Paradies schnell unerträglich wird“" berichtet Probost. "Doch schon bald fragt Tiger: 'Du, Bär, wie lange dauert so ein Streit eigentlich? Meinst du, wir können ihn kurz unterbrechen?'"
"Das ist der entscheidende Satz", sagt die Produzentin, "wenn sich die kleinen und großen Zuschauer nach dem Film im Alltag an solch einen Satz erinnern, hat Janosch sein Ziel erreicht."