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Pan´s Labyrinth

Spanien, Mexiko, USA, 2006
Horror-Drama, 115 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
El Laberinto del Fauno

Kino-Start
22.02.2007

Regie
Guillermo del Toro

Darsteller
Ariadna Gil (Carmen Vidal), Ivana Baquero (Ofelia), Sergi López (Capitán Vidal), Maribel Verdú (Mercedes), Doug Jones (Pan), �lex Angulo (Dr. Ferreiro)
Pan´s Labyrinth - Kinoplakat
Der spanischer Bürgerkrieg ist die Passion des aus Mexico stammenden Regisseurs Guillermo del Toro ("Hellboy", "Mimic", "Blade II"). In "Pan´s Labyrinth" erzählt er eine fantastische Geschichte - halb Märchen, halb Drama - um ein kleines Mädchen, die in einer Welt voller Feen und Fabelwesen zur Helfershelferin der republikanischen Rebellen in deren Kampf gegen das Franco-Regime wird.

Spanien im Jahre 1944, fünf Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges: Die Truppen des faschistischen Generals Franco haben gesiegt, aber noch immer gibt es Rebellen, die sich in den Bergen versteckt halten und gegen das Regime kämpfen.

In dieser Zeit begleiten Angehörige des Militärs Carmen (Ariadna Gil), die neue Ehefrau von Capitan Vidal (Sergi López), zu dem entlegenen Posten, den er kommandiert. In Carmens Begleitung befindet sich ihre elfjährige Tochter Ofélia (Ivana Baquero).

Als die Wagenkolonne wegen eines Übelkeitsanfalls der Mutter anhält, entdeckt Ofélia im Wald eine steinerne Statue. Ein ungewöhnlich großes Insekt erregt ihre Aufmerksamkeit, als es aus der Mundöffnung der Statue herauskrabbelt.

In der folgenden Nacht kommt das Insekt zu Ofélia und verwandelt sich in eine Fee mit menschenähnlichen Gesichtszügen. Die Fee bringt das Mädchen in ein Labyrinth, wo sie einem Faun begegnet, der freudig ihre Rückkehr begrüßt. Dieser stellt sich als Pan (Doug Jones) vor, nennt Ofélia Prinzessin und sich selbst ihren Diener.

Er - Pan - müsse sicher sein, dass sie - Ofélia - keine "Sterbliche" geworden sei, verkündet er. Deshalb habe sie drei Aufgaben zu bewältigen, bevor es wieder Vollmond würde. Welches die Aufgaben seien, würde sie aus einem Buch erfahren, dass er ihr mitgibt.

Ofélia erfüllt eine Aufgabe nach der anderen. Und jedesmal stehen sie in einem direkten Zusammenhang mit einem Attentat der Rebellen gegen den Stützpunkt ihres Stiefvaters...



Film-Inhalt  


Ofélia (Ivana Baquero)
Ofélia (Ivana Baquero)


  Interview mit Regisseur Guillermo del Toro


Zwischen Traum und Wirklichkeit
Zwischen Traum und Wirklichkeit

Sie haben einmal geäußert, "Hellboy" sei der erste Ihrer Filme, den man einen Familienfilm nennen könnte. Wie würden Sie dann "Pans Labyrinth" bezeichnen?

Es ist ein Zwillingsfilm zu "The Devil's Backbone", ein Märchen für Erwachsene. Ein Märchen, das den einfachen Mechanismen des Märchens folgt, aber emotional und visuell für Erwachsene gedacht ist – also nichts, was Sie sich am Sonntagnachmittag zusammen mit Kindern ansehen sollten.

Sie hatten schon in "Hellboy" Nazi-Schurken...

Das ist eine grundsätzlichere Entscheidung. Wir wählen selbst, was wir sein wollen. Die Entscheidungen, die wir treffen, definieren, wer wir sind.

Ihr ebenfalls in Spanien gedrehter Film "The Devil's Backbone" spielte vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkrieges. Wie sehen Sie das Verhältnis der beiden Filme zueinander?

Beide erzählen von einer Kindheit in Kriegszeiten, vom Gegensatz zwischen Unschuld und Brutalität. Auch sind beide Geschichten angesiedelt in einer spezifischen Periode der spanischen Geschichte. Sie haben die Form von Parabeln, die sich der Fantasy bedienen.

Woher rührt das Interesse eines gebürtigen Mexikaners am Spanischen Bürgerkrieg?

Eines der Länder, das die Auswirkungen des Spanischen Bürgerkrieges stark zu spüren bekam, war Mexiko. Viele republikanische Flüchtlinge fanden hier eine neue Heimat. Die Künstler unter ihnen trugen dazu bei, dass sich die kulturelle Landschaft Mexikos veränderte. Als ich selber jung war, freundete ich mich mit einigen dieser Exilanten an.



Der altgriechische Gott Pan (dessen römisches Äquivalent der Gott Faun ist) war ursprünglich der Gott der Hirten und ihrer Herden, bevor er allgemein mit Fruchtbarkeit und Natur verbunden wurde. Pan repräsentiert die 'Ganzheit' der Natur, das Gute wie das Böse, ohne eine moralische Balance. Er ist im Grunde eine neutrale Figur, die sowohl Kreation als auch Destruktion hervorbringen kann.

Als Sohn des Hermes und der Nymphe Dryope (oder nach anderen Legenden von Hermes und Penelope, der Frau von Odysseus), wurde er mit den Beinen und den Hörnern eines Ziegenbockes geboren. Als seine Mutter ihn aufgrund seiner monströsen Erscheinung verstieß, nahm sein Vater Hermes ihn mit auf den Olymp und verlieh ihm so Götterstatus.

Pan jedoch mochte den Olymp nicht, denn die Götter machten sich über sein Aussehen lustig, und so zog er es vor, mit Satyren, Nymphen und anderen Naturgottheiten tief in den Wäldern von Arkadien zu leben.

Die für Pan typischen Doppelflöten sind nach der Nymphe Syrinx benannt, in die er unsterblich verliebt war. Um seinen Nachstellungen zu entgehen, verwandelte sie sich aber in einen Schilfrohrbusch. Außer sich vor Wut, auf diese Weise ausgetrickst worden zu sein, stutzte Pan die Zweige des Busches auf verschiedene Längen zu und fertigte aus ihnen seine Flöten. Pans schlechter Ruf beruht auf seinem größtenteils rustikalen Charakter. Er hasste es, aus dem Schlaf geweckt zu werden, erhob sich dann wütend und ließ einen schrecklichen Schrei ertönen, der in den Herzen derer, die ihn hörten, Angst und Panik auslöste. Nichtsahnenden Sterblichen erschien er ohne Warnung und löste damit oft einen tödlich wirkenden Schrecken aus.

Auch war Pans sexueller Appetit legendär: Nymphen, Göttinnen und Satyre wurden zu seinen Lustobjekten. Zusammen mit seinen physischen Charakteristika bildete dieser Ruf zweifellos die Inspiration für die Christen des Mittelalters, seine Attribute dem Satan zuzuweisen, ihn zu dämonisieren und in ihrem ständigen Kampf gegen das Heidentum und andere Traditionen zu nutzen. Pan ist der einzige Gott, der je sterben konnte. Sein Ableben kann als Symbol des Jahreszeitenzyklus interpretiert werden, wie der Weg vom Sommer über den Herbst bis hin zum Winter.



Info: Pan  


Ariadna Gil spielt Carmen Vidal
Ariadna Gil spielt Carmen Vidal
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Pan´s Labyrinth" in der Regie von Guillermo del Toro liefen am 22.02.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tagebuch eines Skandals
Drama, England, 2006

Lotte im Dorf der Erfinder
Animation, Estland, 2006

Lonely Hearts Killers
Thriller, USA, 2006

Letters From Iwo Jima
Kriegsdrama, USA, 2006

La vie en Rose
Drama, Frankreich, 2007

In 3 Tagen bist du tot
Horrorthriller, Österreich, 2006

Ghost Rider
Fantasy-Action, USA, 2006

Bordertown
Politthriller, England, USA, 2006



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