KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Paulas Geheimnis

Deutschland, 2007
Familienfilm, 90 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Paulas Geheimnis

Kino-Start
13.09.2007

Regie
Gernot Krää

Darsteller
Thelma Heintzelmann (Paula Steinhof), Paul Vincent de Wall (Tobi Pröllinger), Constanze Spranger (Jenny Pröllinger), Albert Berisa (Radu), Jülide Girisken (Ioana), Claudia Michelsen (Susanne Steinhof), Christian Leonard (Wolf Steinhof), Jürgen Vogel (Klaus Pröllinger), Karina Krawczyk (Silvia Pröllinger), Andi Stefanescu (Bandenchef), Hagen von der Lieth (Rimsky), Leslie Malton (Frau Meyer), Martin Kiefer (Black Warrior), Miriam Fiordeponti (Elsa), Marek Harloff (Lehrer Blank), Imke Büchel (Frau Jensen), Simon-Paul Wagner (Sascha)
Paulas Geheimnis - Kinoplakat
"Emil und die Detektive" - das ist der Kinder-Krimi-Klassiker von Erich Kästner, vielgelesen und oft verfilmt. Eine ähnlich spannende und turbulente Geschichte erzählt Gernot Krää als Autor und Regisseur in "Paulas Geheimnis". Das Abenteuer um ein gestohlenes Tagebuch erhielt das Prädikat "besonders wertvoll" und den Lucas beim 29. Internationalen Kinderfilmfestival.

Wie so manches Mädchen in ihrem Alter schreibt auch die elfjährige Paula (Thelma Heintzelmann) ihre Erlebnisse, Geheimnisse und intimsten Träume in ein Tagebuch, zumal ihre Eltern Wolf (Christian Leonard) und Susanne Steinhof (Claudia Michelsen) in ihrem Beruf stark beansprucht sind und ihrer Tochter deshalb nur wenig Aufmerksamkeit entgegenbringen.

Mehr Interesse an Paula hat Tobi (Paul Vincent de Wall), der in die gleiche Klasse geht - allerdings möglicherweise nicht mehr lange. Tobi ist heimlich in Paula verliebt, traut sich das jedoch nicht offen zuzugeben, zumal seine Familie im Gegensatz zu den Steinhofs eher in einfachen Verhältnissen lebt. Sein Vater Klaus Pröllinger (Jürgen Vogel) hat es gerade zum Hausmeister geschafft und gehört nicht eben zur Bildungselite.

Da ist es nicht allzu verwunderlich, dass auch Tobi sich in der Schule strecken muss. Insbesondere seine Englischnote droht ihm die Versetzung ein zweites Mal zu vermasseln - und somit den Verbleib am Gymnasium. Daher muss er die bevorstehenden Sommerferien auch zum Pauken nutzen, um bei Englischlehrer Blank (Marek Harloff) per Nachprüfung doch noch die nächste Klasse zu erklimmen. Wenigstens kann er sich so vor einer Italienreise mit Vater, Mutter Silvia (Karina Krawczyk) und der zickigen Schwester Jenny (Constanze Spranger) drücken.

Für Paula hingegen ist ein Sommercamp auf Sylt geplant - ohne ihre vielbeschäftigten Eltern. Doch dann kommt etwas dazwischen: In der U-Bahn wird ihr von zwei Taschendieben im Kindesalter der Rucksack aufgeschlitzt und geplündert. Dass dabei Handy und Ausweis erbeutet werden, ist für Paula halb so schlimm - im Vergleich zum Verlust ihres Tagebuches, dessen intimste Geheimnisse nun in den Händen von Kriminellen sind!

Ein Lichtblick ist, dass Tobi den Vorfall vom Nachbarwaggon aus beobachten konnte und kurz darauf auch den Lieferwagen sah, mit dem die Diebe abgeholt wurden. Tobi schlägt einen Deal vor: Als Gegenleistung für seine Hilfe beim Wiedererlangen ihres Tagebuches soll sie ihm bei der Vorbereitung auf die Nachprüfung in Englisch helfen. So verbringt Paula die Ferien in Tobys Wohnung, und zur Tarnung fährt Schwester Jenny als Paula nach Sylt, wo Campleiterin Meyer (Leslie Malton) glücklicherweise keinen Verdacht schöpft

Während dieses Wechselspiel für die Beteiligten schon strapaziös genug ist, beginnt nun die heiße Phase von Tobis und Paulas Ermittlungen. Die Spur - ein Autoaufkleber, den Tobi am Transporter gesehen hat - führt die beiden auf eine organisierte Kinderbande aus Rumänien. Die wohnen, als Kinderchor getarnt, in Hamburg. Den Hobbydetektiven gelingt es, die beiden Kinder zu stellen, die die Tat begangen haben: Doch Radu (Albert Berisa) und Ioana (Jülide Girisken) stellen sich als Waisenkinder heraus, die vom Bandenchef (Andi Stefanescu) zu den Diebstählen gezwungen wurden. Nun ist es an der Zeit, sich gegenseitig zu helfen...



Film-Inhalt  


Verträumt: Paula (Thelma Heintzelmann) freut sich auf die Sommerferien
Verträumt: Paula (Thelma Heintzelmann) freut sich auf die Sommerferien


  Hintergrund


Verwegen: Tobi (Paul Vincent de Wall) mit seiner Steinschleuder
Verwegen: Tobi (Paul Vincent de Wall) mit seiner Steinschleuder

Die Initialzündung zu "Paulas Geheimnis" hat ein tatsächlicher krimineller Vorfall gegeben: Die Tochter des Filmemachers Gernot Krää wurde selbst Opfer eines Diebstahls, als sie ungefähr so alt war wie die Paula im Film. Taschendiebe hatten ihr den Rucksack aufgeschnitten und dabei ihren Ausweis, Geld und Schlüssel erbeutet.

"Ich erlebte hautnah mit, wie schwer es einen Menschen, vor allem einen jungen Menschen, trifft, wenn er beklaut wird", schildert er seinen Eindruck. "Meine Tochter hat damals nichts Unersetzliches verloren. Aber ich habe gespürt, wie erschüttert sie war." Beim Schreiben des Skripts hat Krää hingegen eins draufgesetzt: Der Verlust von Paulas Tagebuch ist für sie besonders dramatisch, da ihre intimsten Gedanken in fremde Hände geraten.

"Dadurch steht sie vor einem wirklich existenziellen Problem", erläutert der Verfasser. Dass er dabei von Erich Kästner beeinflusst war, bestreitet er durchaus nicht: "Ich kenne natürlich seine Geschichten, bin selbst mit ihnen aufgewachsen - sie stecken tief in mir drin. Mir ging es um eine heutige, zeitgemäße Geschichte."



Die Suche nach den geeigneten Darstellern für die sehr unterschiedlichen Charaktere Paula und Tobi nahm insgesamt rund ein Jahr in Anspruch. Um die Richtige zu finden, sprachen hunderte Mädchen vor. Die Wahl fiel schließlich auf Thelma Heintzelmann, die zwar Filmneuling, allerdings Mitglied eines Theater-Ensembles war. Doch ihr Debüt vor der Kamera hat Gernot Krää überzeugt: "Sie hat sich bravourös geschlagen. Wir waren schwer beeindruckt."

Ganz andere Anforderungen stellte die Rolle des Tobi, der etwas korpulent sein und ein wenig tolpatschig wirken sollte. Doch eine Vorentscheidung war bereits durch ein Video gefallen, das der Regisseur ein Jahr vor Drehbeginn von Paul Vincent de Walls Agentur bekommen hatte. "Ich wusste sofort, dass er zur engeren Auswahl gehören musste", erklärt Krää. "Ein Jahr später luden wir ihn dann persönlich ein, und mein Eindruck bestätigte sich: Vincent Paul ist Tobi!“

Bei den Erwachsenen wurde das Ensemble durch einige prominente Schauspieler ergänzt, darunter Jürgen Vogel, Leslie Malton und Marek Harloff. Um zu erreichen, dass erfolgverwöhnte Schauspieler sich mit Nebenrollen begnügen, ist wichtig, dass ihnen das Drehbuch zusagt. "Gerade Jürgen Vogel hat offenbar eine Schwäche für Kinderfilme", so der Regisseur, "ihm gefiel die Rolle sehr."



Das Casting  


Verhör: Paula mit ihren Eltern (Christian Leonard, Claudia Michelsen)
Verhör: Paula mit ihren Eltern (Christian Leonard, Claudia Michelsen)

  Die Dreharbeiten


Verdruss: Tobi hat Streit mit Vater Klaus Pröllinger (Jürgen Vogel)
Verdruss: Tobi hat Streit mit Vater Klaus Pröllinger (Jürgen Vogel)

Da Kinder im Alter von zwölf (Thelma Heintzelmann) oder dreizehn (Paul Vincent de Wall) Jahren der Schulpflicht unterliegen, war der Terminplan vorgegeben: Die Dreharbeiten fanden in Hamburg während der sechs Wochen dauernden Sommerferien im Jahr 2005 statt. Doch die Zeit reichte nicht aus, und so wurden die Darsteller für die ersten Tage des neuen Schuljahres von ihren Schulen vom Unterricht freigestellt.

Vor Drehbeginn hatte Gernot Krää ein Wochenende mit den Kindern auf einem Bauernhof in der Nähe von Hamburg verbracht, um sie auf die kommende Zeit vorzubereiten und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich kennenzulernen. Dabei wurde er von Assistenten unterstützt, die die Kinder auch während der Drehpausen betreut haben.

Zudem konnten sich die jungen Schauspieler schon einmal in ihre Dialoge einarbeiten. "Natürlich müssen die Akteure die Dialoge prinzipiell kennen", schränkt der Regisseur allerdings ein, "aber gerade bei Kindern bin ich durchaus einverstanden, wenn sie Kleinigkeiten ändern."

Dass das Drehen von Filmen zum größten Teil aus Warten besteht, mussten die Jungmimen allerdings auch lernen. Um seine Darsteller nach den Pausen wieder in Schwung zu bringen, setzte Krää vor der Klappe schonmal einen kleinen Dauerlauf an. Sein Rezept: "Laufen ist immer gut - das kitzelt die Energie heraus!"



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Paulas Geheimnis" in der Regie von Gernot Krää liefen am 13.09.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zimmer 1408
Horror-Thriller, USA, 2007

Yella
Romantik-Drama, Deutschland, 2007

Tödliche Verbindungen
Krimi-Komödie, Deutschland, 2006

Sisters in Law
Dokumentation, England, Kamerun, 2005

Salvador - Kampf um die Freiheit
Drama, Spanien, England, 2007

Rezept zum Verlieben
Komödie, USA, 2007

Mit Mistgabel und Federboa - Farmer John
Dokumentation, USA, 2005

Könige der Wellen
Animation, USA, 2007

Ein Mutiger Weg
Thriller-Drama, USA, England, 2007

Die Regeln der Gewalt
Krimidrama, USA, Kanada, 2007

Death Sentence - Todesurteil
Actiondrama, USA, 2007

Ebenfalls im Kino 




KINO

morgen