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Peer Gynt

Deutschland, 2006
Drama, 81 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Peer Gynt

Kino-Start
14.12.2006

Regie
Uwe Janson

Darsteller
Robert Stadlober (Peer Gynt), Susanne-Marie Wrage (Aase), Karoline Herfurth (Solvejg), Kathrin Angerer (Die Grüne), Max Hopp (Der Kapitän), Ulrich Mühe (Der Knopfgiesser), Henny Reents (Ingrid), Patrick Güldenberg (Mads), Bernhard Piesk (Aslak)
Peer Gynt - Kinoplakat
"Du selbst zu sein, sei dein Ruhm" - dieser Satz ist das Leitmotiv von Hendrik Ibsens 1867 geschriebenem dramatischen Gedicht, das 1890 von Edvard Grieg vertont wurde. Die Geschichte des durch die Welt ziehenden Bauernsohns hat Uwe Janson ("Nachts im Park", "Baal", "Lulu") in Zusammenarbeit mit dem ZDF-Theaterkanal verfilmt.

Der Bauernsohn Peer Gynt (Robert Stadlober) ist, was man gemeinhin als "Hans Dampf in allen Gassen" bezeichnet.

Dank seines unsteten Geistes schafft er es nie, für längere Zeit an einem Ort zu bleiben oder eine einmal begonnene Sache wirklich zu Ende zu führen. Zudem umgibt er sich mit Lügengeschichten, die er nicht zuletzt erfindet, um die wirtschaftliche Realität seines Elternhauses zu verdrängen: Sein Vater hat durch Misswirtschaft und Alkohol Haus und Hof verloren.

Peer flüchtet sich in eine Phantasiewelt aus Trollen und Dämonen, um der übertriebenen und erdrückenden Fürsorge seiner Mutter (Susanne-Marie Wrage) zu entgehen, durchlebt einige Abenteuer, aber verläßt diese Welt auch wieder so plötzlich, wie er sie betreten hatte.

Einziger ruhender Pool in seinen Leben ist die junge Solvejg (Karoline Herfurth), die Peer liebt, obschon er ihr durchaus nicht treu ist und auch bei ihr - trotz aller Versuche, wie der Bau eines gemeinsamen Heimes - es nicht schafft, heimisch zu werden.

Peer Gynt zieht in die Ferne. In Marokko kommt er durch zweifelhafte Geschäfte wie Sklavenhandel zu einem gewissen Reichtum. Doch er wird bestohlen und betrogen, erleidet Schiffbruch im wörtlichen wie im übertragenen Sinne und landet schließlich - der Tiefpunkt seines Lebens - in der Irrenanstalt von Kairo.

Alt, verarmt und verzweifelt, kehrt Peer Gynt schließlich heim. Solvejg, die ein Leben lang auf die Rückkehr ihres Geliebten gewartet hat, stellt sich schützend vor ihn und rettet ihn.



Film-Inhalt  


Robert Stadlober (Peer Gynt), Susanne-Marie Wrage (Aase)
Robert Stadlober (Peer Gynt), Susanne-Marie Wrage (Aase)


  Die Romanvorlage


Gelegentlicher Schiffbruch gehört zu seinem Leben
Gelegentlicher Schiffbruch gehört zu seinem Leben

Das Gedicht "Peer Gynt" schrieb Hendrik Ibsen nach Vorlage einer norwegischer Märchensammlung von Peter Christen Asbjørnsen, die um 1850 unter dem Titel "Norske Huldre-Eventyr og Folkesagn" erschienen war. Ibsen setzt sich in "Peer Gynt" kritisch mit dem damaligen romantischen Nationalismus im Norwegen auseinander. Er schrieb es während eines Italien-Aufenthaltes.

"Peer Gynt" war ursprünglich nicht als Bühnenstück geschrieben worden, jedoch änderte Ibsen seine diesbezügliche Auffassung später und begann, das bis dahin in der Lesefassung ohnehin schon recht erfolgreiche Gedicht zu einer Bühnenfassung umzuarbeiten, was auch einige Kürzungen mit sich brachte.

Edvard Grieg vertonte 1890 Peer Gynt mit insgesamt 26 Musikstücken, aus denen er seine beiden Peer-Gynt-Suiten zusammenstellte. Die Uraufführung erfolgte am 24. Februar 1876 im Christiania-Theater in Oslo.

Allerdings stieß Griegs nationalromantische Musik schnell auf Kritik, da sie zu Ibsens inhaltlichen Grundthesen im krassen Widerspruch steht. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Harald Sæverud mit der Komposition einer neuen, moderneren Bühnenmusik beauftragt, die 1948 uraufgeführt wurde.



Der 1982 in Friesach in Kärnten, Österreich geborene Robert Stadlober wuchs in der Steiermark und in Berlin auf. Bereits als Kind arbeitete er als Synchronsprecher und spielte in verschiedenen TV-Produktionen.

Seine bislang größten Erfolge sind die Hauptrollen als Benjamin Lebert in "Crazy" (2000), in "Engel und Joe" (2001) und "Sommersturm" (2004).

Nach Peer Gynt nahm er den Film "Krabat" in Angriff. Dies ist die Zweite Zusammenarbeit mit Regisseur Marco Kreuzpaintner, der mit ihm bereits "Sommersturm" gedreht hatte.

Neben seiner Schauspielerei ist Stadlober Musiker und Sänger der Band "Gary" und Mitinhaber des Musiklabels "Siluh Records".



Robert Stadlober ist Peer Gynt  


Robert Stadlober (Peer Gynt), Karoline Herfurth (Solvejg)
Robert Stadlober (Peer Gynt), Karoline Herfurth (Solvejg)
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Peer Gynt" in der Regie von Uwe Janson liefen am 14.12.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Shinobi - Heart under Blade
Action, Japan, 2005

Oh je, Du Fröhliche!
Tragikomödie, USA, 2006

Mondscheinkinder
Drama, Deutschland, 2006

Liebe braucht keine Ferien
Liebeskomödie, USA, 2006

Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Fantasy-Abenteuer, USA, 2006

Enzo Ferrari - Die Geschichte einer Legende
Drama, Italien, 2003

Congo River
Dokumentation, Belgien, Frankreich, Finnland, 2005

Apocalypto
Thriller-Drama, USA, 2006

American Hardcore
Musik-Dokumentation, USA, 2006



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