Der Bauernsohn Peer Gynt (Robert Stadlober) ist, was man gemeinhin als "Hans Dampf in allen Gassen" bezeichnet.
Dank seines unsteten Geistes schafft er es nie, für längere Zeit an einem Ort zu bleiben oder eine einmal begonnene Sache wirklich zu Ende zu führen. Zudem umgibt er sich mit Lügengeschichten, die er nicht zuletzt erfindet, um die wirtschaftliche Realität seines Elternhauses zu verdrängen: Sein Vater hat durch Misswirtschaft und Alkohol Haus und Hof verloren.
Peer flüchtet sich in eine Phantasiewelt aus Trollen und Dämonen, um der übertriebenen und erdrückenden Fürsorge seiner Mutter (Susanne-Marie Wrage) zu entgehen, durchlebt einige Abenteuer, aber verläßt diese Welt auch wieder so plötzlich, wie er sie betreten hatte.
Einziger ruhender Pool in seinen Leben ist die junge Solvejg (Karoline Herfurth), die Peer liebt, obschon er ihr durchaus nicht treu ist und auch bei ihr - trotz aller Versuche, wie der Bau eines gemeinsamen Heimes - es nicht schafft, heimisch zu werden.
Peer Gynt zieht in die Ferne. In Marokko kommt er durch zweifelhafte Geschäfte wie Sklavenhandel zu einem gewissen Reichtum. Doch er wird bestohlen und betrogen, erleidet Schiffbruch im wörtlichen wie im übertragenen Sinne und landet schließlich - der Tiefpunkt seines Lebens - in der Irrenanstalt von Kairo.
Alt, verarmt und verzweifelt, kehrt Peer Gynt schließlich heim. Solvejg, die ein Leben lang auf die Rückkehr ihres Geliebten gewartet hat, stellt sich schützend vor ihn und rettet ihn.