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Ein perfekter Platz

Frankreich, 2006
Komödie, 102 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Fauteuils d´orchestre

Kino-Start
31.08.2006

Regie
Danièle Thompson

Darsteller
Cécile De France (Jessica), Valérie Lemercier (Catherine Versen), Albert Dupontel (Jean-François Lefort), Laura Morante (Valentine Lefort), Claude Brasseur (Jacques Grumberg), Christopher Thompson (Frédéric "Fred" Grumberg), Dani (Claudie), Annelise Hesme (Valérie), François Rollin (Marcel), Sydney Pollack (Brian Sobinski)
Ein perfekter Platz - Kinoplakat
"Ein perfekter Platz" ist nach "Décalage horaire" (2002) und "La Bûche" (1999) der dritte Film der monegasischen Regisseurin Danièle Thompson. Diesmal kreisen die Ereignisse um die Theater, Hotels, Konzertsäle und Bistros der vornehmen Pariser Avenue Montaigne. Ein Ort, an dem sich Künstler und Bodenständige treffen und sich über Beziehungen, Hoffnungen und Enttäuschungen austauschen - eben "Ein perfekter Platz".

"Ich konnte es mir nicht leisten, im Luxus zu leben, also habe ich beschlossen, im Luxus zu arbeiten", war der Wahlspruch von Jessicas Großmutter (Suzanne Flon), die ihr Leben lang als Toilettenfrau in einem Pariser 5-Sterne-Hotel gearbeitet hatte.

Und auf den Spuren ihrer Großmutter zu wandeln, danach zieht es Jessica (Cécile de France), eine junge Frau aus der französischen Provinz. Doch in Frankreichs Hauptstadt eingetroffen, hat Jessica zunächst einmal einige Probleme, überhaupt einen Job zu finden - und sei es als Toilettenfrau. Schließlich kommt sie als Aushilfskellnerin im Bistro "Thèatre" unter, das an der Avenue Montaigne, ganz in der Nähe von Theatern, Konzertsälen und einem Auktionshaus liegt.

Im "Thèatre" verkehren die unterschiedlichsten Menschen, die die unterschiedlichsten Sorgen und Nöte umtreiben. Und einige von diesen Menschen lernt Jessica näher kennen:

Da ist zunächst Jacques (Claude Brasseur), der sich aus ärmlichen Verhältnissen mit harter Arbeit ein kleines Vermögen erschaffen hat. Dazu gehört auch ein beachtlicher Bestand an Werken zeitgenössischer Künstler. Nun aber hat sich Jacques entschieden, seinen Besitz versteigern zu lassen. Er glaubt, sein Ende sei nahe, und er will nicht - wie er selbst sagt - "als Museumswärter" sterben.

Dann ist da Jean-François (Albert Dupontel). Der erfolgreiche Pianist und bekannte Beethoven-Interpret fühlt sich von seinem Publikum verfolgt und belästigt. Sein Traum ist ein Leben in Einsamkeit und freier Natur. Ein Traum, dessen Verwirklichung seine Ehefrau und Managerin (Laura Morante) zu verhindern weiss.

Und schließlich ist da Catherine (Valérie Lemercier), ein TV-Sternchen, die ihren Ruhm einer Fernseh-Soap verdankt und nun davon träumt, eines Tages eine große, ernste Rolle in einem Film zu bekommen.

Alle drei - und auch Jessica - haben eines gemeinsam: Ihr Träume und Wünsche, ihr gesamtes weiteres Leben, entscheidet sich am kommenden 17. des laufenden Monats. Der Tag, an dem Jessicas Arbeitsvertrag als Kellnerin ausläuft, Jacques seine Kunstwerke versteigert, Jean-François ein Konzert gibt und Catherine zum ersten mal auf einer Theater-Bühne steht...



Film-Inhalt  


Cécile de France (Jessica),<br>Christopher Thompson (Frédéric Grumberg)
Cécile de France (Jessica),
Christopher Thompson (Frédéric Grumberg)


  Film-Kritik


Jessica am Abgrund
Jessica am Abgrund

Mädchen vom Lande kommt in die große Stadt und lernt Menschen kennen, deren Ungewöhnlichkeiten dem schnelllebigen wie ignoranten Städter eingentlich als ziemlich gewöhnlich vorkommen. Das ist der - dann doch eher dünne - Plot von "Ein perfekter Platz".

Die französische Presse schrieb über "Ein perfekter Platz" vom "perfekten Handwerk" und "stimmigen Dialogen". Selbiges ist zweifellos Voraussetzung, ein sine qua non für jeden guten Film, das reicht aber eben nicht für einen großen, unterhaltenden Publikumsfilm.

Danièle Thompson verfügt ohne Frage über eine hervorragende Beobachtungsgabe und ist in ihrer Erzählweise genau bis in jedes Detail. Diese Detailverliebtheit aber weitet sich in Längen aus, und dort, wo die Motivierung fehlt - oder zumindest nicht leicht zu erkennen ist - erwächst sie zu einer Aneinanderreihung von Belanglosigeiten.

Und so gelingt es Danièle Thompson nicht durchgängig, ihr Publikum zu unterhalten, noch zu provozieren, noch ihre gesellschaftskritischen Untertöne an die Zuschauer zu bringen.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Ein perfekter Platz" in der Regie von Danièle Thompson liefen am 31.08.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wie sehr liebst du mich?
Tragikomödie, Italien, Frankreich, 2005

Thank You For Smoking
Gesellschaftssatire, USA, 2006

Olga
Geschichts-Drama, Brasilien, 2004

Little Man
Komödie, USA, 2006

Das Mädchen aus dem Wasser
Mystery-Thriller, USA, 2006

Between the Lines - Indiens drittes Geschlecht
Dokumentation, Deutschland, Indien, 2005

Bandidas
Action-Komödie, Frankreich, Mexiko, USA, 2005

Adams Äpfel - Gott ist auf meiner Seite
Komödie, Dänemark, 2005

Ebenfalls im Kino 




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