Teheran, Ende der 1970er Jahre: Die Amtszeit des Schahs Mohammad Reza Pahlavi neigt sich dem Ende zu, überall im Lande begehren die Bürger gegen den Monarchen auf, der die Säkularisierung fortgetrieben hat. Auch das Ehepaar Ebi (Marcus Off) und Taji (Eva Kryll) schließt sich den Protesten an.
Doch als schließlich die Mullahs unter dem aus dem Pariser Exil zurückgekehrten Ajatollah Khomeini das Regime übernehmen, erfahren die eigentlich liberalen Menschen, was es bedeutet, in einem "Gottesstaat" leben zu müssen. Ihre achtjährige Tochter Marjane (Jasmin Tabatabai) trotzt allerdings den zweifelhaften Segnungen der "Islamischen Revolution" im Iran.
Sie lässt sich nicht davon abhalten, westliche Punk-Musik und Gruppen wie Abba oder Iron Maiden zu hören, Filmstars wie Bruce Lee anzuhimmeln, Turnschuhe zu tragen und Fritten mit Ketchup zu essen. Doch ihre Welt gerät zusehends ins Wanken, als die Bomben im Krieg des Irak gegen den Iran ihre Stadt erreichen, und die Hinrichtung ihres geliebten Onkels Anouche (Hanns Zischler) erzürnt das heranwachsende Mädchen, die sich mit ihren Lehrerinnen und den Ordnungshütern ob der Ungerechtigkeiten im Lande in die Wolle kriegt.
Marjanes Eltern beschließen, dass der Teenager außer Landes sicherer aufgehoben wäre und schicken die mittlerweile 14-jährige nach Österreich. In Wien lernt sie zwar eine neue Freiheit kennen, doch fern ihrer Familie muss sie sich auch mit Einsamkeit und Anwürfen wegen des Regimes in ihrem Heimatland auseinandersetzen.
In Marjane kommt bald Heimweh auf, zudem leidet sie unter dem ersten Liebeskummer. Schließlich kehrt die junge Frau in den Iran zurück und arrangiert sich notgedrungen mit den strikten Vorschriften des Revolutionsrates. Sie studiert an der Kunsthochschule und geht sogar eine Ehe ein, die allerdings an ihrer rebellischen Art scheitert. Marjan entschließt sich, das Land endgültig zu verlassen und geht nach Frankreich, wo sie sich eine besser Zukunft erhofft...