Stephen und Timothy Quay, die Regisseure und Autoren von "The Pianotuner of Earthquakes", wurden als eineiige Zwillinge in Norristown, Pennsylvania geboren. Nach dem Beginn des Studiums über Film und Illustration am College of Art in Philadelphia zogen sie nach London und schlossen dort mit dem Master am Royal College of Art ab. Bereits in der Studienzeit drehten sie drei Animations-Kurzfilme.
Nach ihrer Rückkehr in die USA versuchten sich die Quays zunächst als Illustratoren, mangels Erfolg und künstlerischer Befriedigung wandten sie sich aber bald wieder dem bewegten Bild zu. Das ermöglichte ihnen ein Stipendiumg des NEA (National Endowment for the Arts), einer Förderstiftung für Künstler, mit dem sie, wieder zurück in Europa, im Bereich Puppenspiel und der zugehörigen Technik Stop Motion experimentierten.
Produzent Keith Griffiths, Ein Kommilitone aus ihrer Londoner Zeit brachte sie mit dem BFI (British Film Institute) in Kontakt, das ihren nächste Film förderte, und Griffiths produzierte fortan einen Großteil ihrer Filme, bald mit einer gemeinsamen Firma namens "Koninck".
Eine Vielzahl der Produktionen waren künstlerisch engagierte Kurzfilme, und zu deren Finanzierung wurden auch zahlreiche Werbespots und Musik-Videoclips produziert, darunter der für "Sledgehammer" von Peter Gabriel. Daneben erstellten die Brüder auch Bühnenbilder für Film, Theater und Oper. Nach "Institut Benjamenta" (Dieser Traum, den man menschliches Leben nennt) aus 1995 ist "The Pianotuner of Earthquakes" der zweite Spielfilm der Gebrüder Quay.