Zwar ist der Script nicht mehr so ausgefeilt wie bei Teil 1, dafür aber noch vielschichter, wobei der Zuschauer bisweilen den Überblick zu verlieren droht. Im Gegenzug wurde bei Action, Special Effects, Kulissen, Maske, Kamera und Ausstattung nochmal draufgesattelt.
Am besten ist die Mischung wohl so beschrieben: Peter Pan meets Jackie Chan - denn es wimmelt von an Slapstick und kecken Sprüchen reichen Kampfszenen. Auch hier gilt für den Betrachter, stete Aufmerksamkeit zu wahren, um im Kampfesgewühl noch durchblicken zu können. Doch die Gefahr, vom Geschehen abgelenkt zu werden, besteht dank dank des hohen Spannungsniveaus ohnehin nicht.
Und ganz offensichtlich hat Johnny Depp in Captain Jack Sparrow eine Lieblingsrolle gefunden: Er gibt dieser Figur eine lust- und geheimnisvolle Note und überträgt seinen Spaß auf den Zuschauer, mit nur ganz seltenen Ansätzen zum Overacting - was aber der ironischen Grundstimmung des Films keineswegs abträglich ist. Auch die übrige Besetzung ist voll Elan dabei, und Jacks Konterpart Davy Jones kann dank des überzeugenden Bill Nighy und des phantasievollen Maskenbildners Paroli bieten.
Wie zumeist, so sollte man auch hier, wenn der erste Teil noch in Erinnerung ist, die Erwartung nicht zu hoch anlegen. Dann erwartet den Zuschauer ein knallbuntes und turbulentes Fantasy-Spektakel, bei dem eigentlich für jeden etwas dabei ist, und davon reichlich.