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Poseidon

USA, 2006
Action-Abenteuer, 99 Minuten

Originaltitel
Poseidon

Kino-Start
13.07.2006

Regie
Wolfgang Petersen

Darsteller
Kurt Russell (Robert Ramsey), Josh Lucas (Dylan Johns), Richard Dreyfuss (Richard Nelson), Jacinda Barrett (Maggie James)
Poseidon - Kinoplakat
Seit 1997 James Cameron Leonardo DiCaprio - und mit ihm die "Titanic" - in die Fluten des Nordatlantik sinken ließ, hat sich Hollywood an keine größeres Schiffsunglück mehr herangewagt. Doch Altmeister Wolfgang Petersen ("Das Boot", "Der Sturm") bleibt der Seefahrt treu und wartet mit einer 160 Millionen Dollar teuren Neuverfilmung von "Poseidon" auf.

Sylversterabend: Der Luxus-Liner "Poseidon" befindet sich mit rund 4.000 Passagieren an Bord auf einer Kreuzfahrt in der Mitte des Atlantik, Ziel ist New York. Kapitän Michael Bradford (Andre Braugher) begrüßt beim Bankett die Gäste zur bevorstehenden Party im Tanzsaal des Schiffs. Unter ihnen ist auch das ein junges Paar, Jennifer Ramsey (Emmy Rossum) und Christian (Mike Vogel), die ihre Hochzeit planen, der allerdings Jennifers Vater - der frührere Bürgermeister von New York - Robert Ramsey (Kurt Russell) äußerst kritsch gegenüber steht.

Während sich unter Deck also eher kleinere Dramen abspielen, bahnt sich auf See eine Katastrophe an: Zu spät erkennt der Erste Offizier Chapman (Gabriel Jarret), dass eine Riesen-Welle seitlich auf das Schiff zukommt. Erfasst von dem gewaltigen Brecher, wird die "Poseidon" um mehr als 180 Grad herumgeworfen und treibt nun kieloben auf den Wellen. Zahlreiche Passagiere sind sofort tot: Erschlagen von Einrichtungsgegenständen, über Bord gespült oder von Stromschlägen und lokalen Feuern getötet.

Als unter den überlebenden Passagieren und Besatzungsmitgliedern langsam Ruhe einkehrt, zeigt sich die unbarmherzige Hoffnungslosigkeit der Lage: Die Unfallopfer sind im Rumpf eingeschlossen, alle Wege nach draußen durch Wasser oder Feuer versperrt, und das Wrack beginnt obendrein langsam zu sinken. Ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt...



Film-Inhalt  


Die
Die "Poseidon" sinkt


  Film-Kritik


Mann über Bord!
Mann über Bord!

Die internationalen Kritiken waren durchweg negativ. Action und FX - so die durchgehende Meinung - entsprechen dem guten Durchschnitt des aktuellen technischen Standes, aber eben nicht mehr. Die eingewobene Liebesgeschichte ist danach konventionell. Die Geschichte bliebe an der Oberfläche, ganz gleich, wie tief die "Poseidon" auch sinken mag. Alles in Allem ein routiniertes, kurzweiliges Action-Abenteuer ohne große Innovationen.

"Poseidon" lief in den USA am 12. Mai 2006 zeitgleich mit "Mission Impossible III" an und spielte am ersten Wochenende nur enttäuschende 22 Million Dollar ein. Insgesamt wurden von den rund 160 Millionen Dollar Produktionskosten in den amerikanischen Kinos nur rund ein Drittel eingespielt.



Die Außenansichten der "Poseidon" entstanden vollständig am Computer, diverse Szenen im Innerern des Schiffes wurden hingegen auf dem Luxus-Liner "Queen Mary" gedreht. Der Tanzsaal wurde gleich doppelt im Studio aufgebaut: Einmal "normal", einmal über Kopf, mit dem Boden als Decke.

"The Poseidon Adventure" - so der Originaltitel der Romanvorlage aus dem Jahre 1969 von Paul Gallico - wurde erstmals im Jahre 1972 von Ronald Neame verfilmt - damals, in der Hoch-Zeit der Katastrophen-Filme, mit einer absoluten Starbesetzung mit Gene Hackman, Ernest Borgnine, Red Buttons und Shelley Winters. 1979 folgte (und floppte) ein Sequel mit Michael Caine, Sally Field, Karl Malden und Telly Savalas. Im Vorfeld der hier vorgestellten Verfilmung folgte dann noch 2005 eine australische TV-Produktion mit Rutger Hauer, Adam Baldwin und Steve Guttenberg.



Hintergrund  


Dylan Johns (Josh Lucas) sucht einen Ausweg
Dylan Johns (Josh Lucas) sucht einen Ausweg

  Info: Wolfgang Petersen


Von links nach rechts: Mike Vogel, Kurt Russell, Emmy Rossum, Josh Lucas, Jacinda Barrett, Jimmy Bennett und Richard Dreyfuss
Von links nach rechts: Mike Vogel, Kurt Russell, Emmy Rossum, Josh Lucas, Jacinda Barrett, Jimmy Bennett und Richard Dreyfuss

Regisseur Wolfgang Petersen wurde am 14. März 1941 im niedersächsischen Emden geboren. Dem deutschen Fernsehpublikum wurde er Anfang der 1970er Jahre durch die Krimi-Serie "Tatort" bekannt: Zwischen 1971 und 1975 führte er bei sechs Folgen Regie: "Blechschaden" (1971), "Strandgut" (1972), "Jagdrevier" (1973), "Nachtfrost" (1974), "Kurzschluss" (1975) und bei der bis heute wohl bekanntesten wie auch umstrittensten Folge der Reihe: "Reifezeugnis" (1977).

Wolfgang Petersen hatte seinen bis dahin größten Erfolg 1981 mit dem Anti-Kriegs-Klassiker "Das Boot" nach dem Roman von Lothar Buchheim, der ihm den internationalen Durchbruch brachte. Nach "Die unendliche Geschichte" (1984) hagelte es Verträge aus Hollywood für ihn, z.B. "In the Line of Fire" (1993) und "Outbreak" (1995). Sein größter Kassenschlager bisher war fraglos "Air Force One" (1997) mit Harrison Ford in der Rolle eines entführten amerikanischen Präsidenten.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Teaser-Poster► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Poseidon" in der Regie von Wolfgang Petersen liefen am 13.07.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wolf Creek
Horror-Abenteuer, Australien, 2005

The Fast and the Furious 3: Tokyo Drift
Action, USA, Japan, 2006

Taxi Driver
Drama, USA, 1976

Rebell in Turnschuhen
Sportdrama, USA, 2006

Lemming
Drama, Frankreich, 2005

Ebenfalls im Kino 




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