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Postal

Deutschland, USA, Kanada, 2007
Action-Komödie, 107 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Postal

Kino-Start
18.10.2007

Regie
Uwe Boll

Darsteller
Zack Ward (Dude), Dave Foley (Onkel Dave), Chris Coppola (Richard), Michael Benyaer (Mohammed), Jackie Tohn (Faith), Erick Avari (Habib), Ralf Moeller (Officer John), Chris Spencer (Officer Greg), Seymour Cassel (Paul), David Huddleston (Peter), Verne Troyer, Uwe Boll, Vince Desiderio, Larry Thomas (Osama Bin Laden), Michaela Mann (Jenny), Lorielle New (Starr), Holly Eglington (Karen), Lucie Guest (Cindy), Brent Mendenhall (George W. Bush)
Postal - Kinoplakat
Seit "House of the Dead" hat sich Uwe Boll als Regisseur und Drehbuchautor auf die Verfilmung von Computerspielen spezialisiert. Für zwei davon - "Alone in the Dark" und "BloodRayne" - war er für die Goldene Himbeere als schlechtester Regisseur nominiert. Auch die Actionkomödie "Postal" setzt seine trashige Tradition fort.

Dude (Zack Ward) ist eigentlich ein ganz normaler Mann, der zusammen mit seiner ewig nörgelnden, fettleibigen Frau, die er liebevoll "Bitch" nennt, in einem Wohnwagen am Rande des Städchens Paradise lebt. Doch irgendwie ist er in letzter Zeit vom Pech verfolgt. So hat er kürzlich seinen Job verloren, was ihn mächtig runterzieht. Ein Bewerbunsgespräch verläuft für ihn eher katastrophal, und der anschließende Besuch beim Sozialamt ist für Dude eine wahre Demütigung.

Einziger Ausweg scheint für ihn Onkel Dave (Dave Foley) zu sein, den er aufsucht, um sich bei ihm Geld zu pumpen. Dave ist Gründer einer New-Age-Sekte, deren Gemeinschaft in Luxus lebt. Doch entgegen der Erwartungen Dudes ist Dave Pleite und hat selbst einen Haufen Schulden beim Finanzamt, das seinen Laden gerade überprüft hat. Und wenn der das Soll nicht zügig ausgleicht, droht ihm der Knast.

So tüfteln die beiden einen Plan aus, auf kriminelle Art an Geld zu kommen. Ihr Ziel ist ein (von Uwe Boll geleiteter) Themenpark, in dem zweifelhafte deutsche Traditionen gepflegt werden. Dort wollen sie die erste Lieferung von brandneuen und höchst begehrten Puppen der Marke "Krotchy" rauben, um diese übers Internet für ein Vermögen zu verscherbeln.

Dummerweise hat eine ganz ähnliche Idee eine Bande mit weit höherer krimineller Energie und martialischer Ausstattung: Eine Gruppe von Terroristen der Al-Qaida unter der Führung des fanatischen Mohammed (Michael Benyaer) ist ebenfalls in Paradise.

Beauftragt von Osamar Bin Laden (Larry Thomas) persönlich, wollen sie sich in den Besitz dieser entfernt an das männliche Gemächt erinnernden Plüschkreaturen bringen, um sie, versetzt mit dem Vogelgrippe-Virus, unter den Kindern im Land zu verbreiten, um somit den verhassten Gegner zu dezimieren.

Nun ist Dude gefordert, seine wahren patriotischen Qualitäten zu zeigen. Bis an die Zähne bewaffnet und unterstützt durch die smarte Faith (Jackie Tohn) stellt er sich todesverachtend den Taliban entgegen und zeigt ihnen seine Antwort auf den Dschihad...



Film-Inhalt  


Boll, Bush und Bin: Der Regisseur mit Brent Mendenhall und Larry Thomas
Boll, Bush und Bin: Der Regisseur mit Brent Mendenhall und Larry Thomas


  Hintergrund


Heißes Eisen: Jackie Tohn als Faith
Heißes Eisen: Jackie Tohn als Faith

Der Film, der - neben zahllosen anderen Opfern - vor allem US-amerikanische Unarten durch den Kakao zieht, wurde komplett in Kanada gedreht. Schauplätze waren Vancouver und Coverdale in der Provinz British Columbia. Drehstart war exakt ein Jahr vor dem deutschen Kinostart, und nach rund sechs Wochen war der Streifen im Kasten.

Auch bei "Postal" bestätigt sich wieder Uwe Bolls Ruf in Hollywood, mit dem er es schafft, auch für sehr trashige Filme prominente Schauspieler bis hin zu den Nebenrollen zu gewinnen - und im Gegensatz zu vielen Kollegen immer wieder andere, aber bekannte Gesichter. In LA traf er sich mit dem Produzenten und berichtet vom Casting: "Es kommen extrem witzige und bekannte Schauspieler und sprechen vor, um sich für Osama Bin Laden und andere Rollen zu bewerben."

So ist etwa Verne Troyer dabei, der in "Austin Powers" den Klon Mini Me spielt und hier als Stimme des anrüchigen "Krotchy" auftritt, und auch Deutschlands Arnie für Arme ist zu sehen: Ralf Moeller spielt einen der ziemlich überforderten Cops.



Im Jahr 1997 brachte die Softwareschmiede "Running With Scissors" mit dem Computerspiel "Postal" ein umstrittenes Produkt auf den Markt. Der Titel des Shooter-Games lehnt sich an den Begriff "going Postal" an, was auf Deutsch "Amok laufen" bedeutet.

Allerdings hat das Wort auch noch eine weitere Bedeutung als Beiwort für alles "Postalische". Daher strengte der "United States Postal Service" eine Klage gegen den Hersteller an, unterlag damit allerdings vor Gericht.

Ziel des Spiels ist es, die Spielfigur "Postal Dude" mit Hilfe eines umfangreichen Waffenarsenals durch fünf Tage seines gefährlichen Lebens in Paradise City zu leiten.

Auf das technisch relativ simpel gestrickte 2-D-Spiel folgte 2003 mit "Postal 2" ein Ego-Shooter auf Basis des Game Engines von "Unreal" von Epic. Beide Versionen sind in Deutschland aufgrund ihrer Anregung zur Gewalt indiziert.



Die Vorlage  


Erst schießen, dann fragen: Ralf Moeller als Officer John
Erst schießen, dann fragen: Ralf Moeller als Officer John

  Verwicklungen


Auch Dudes (Zack Ward) Geduld ist mal zu Ende
Auch Dudes (Zack Ward) Geduld ist mal zu Ende

Bei einem solchen Projekt wie "Postal" scheinen Konflikte mit amtlichen Personen unausweichlich zu sein. So kam es bereits im Vorfeld zu einem Vorfall, bei dem Leute vom Tierschutzverein einschritten: Daisy, der Hund, der Uwe Boll bei den Dreharbeiten zu "BloodRayne" in Bukarest zugelaufen war, blieb bei einer Rast während der Locationtour im Bus, während das Team einen kurzen Imbiss zu sich nahm.

Trotz der Beteuerung, dass das Tier mit Klimaanlage und einem Napf Wasser versorgt sei, drohte ein Knöllchen wegen Tierquälerei. Erst als der Beamte den Namen des Regisseurs im Ausweis sah, outete er sich als Fan und ließ ihn laufen.

Da wundert es, dass keine Polizei auftauchte, als sich die als Taliban verkleideten Schauspieler im öffentlichen Verkehr zum Catering bewegten, auch wenn sie damit bei vielen Passanten für Besorgnis gesorgt haben.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Postal" in der Regie von Uwe Boll liefen am 18.10.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Vivere
Liebesdrama, Deutschland, 2007

Trade - Willkommen in Amerika
Drama, USA, 2007

The Messengers
Science fiction, USA, 2007

Jagdhunde
Romantik-Drama, Deutschland, 2007

Invasion
Science-Fiction-Drama, USA, 2007

Import Export
Tragikomödie, Österreich, Slowakei, Ukraine, 2006

Gefahr und Begierde
Thriller-Drama, USA, China, 2007

Enttarnt - Verrat auf höchster Ebene
Thriller, USA, 2007

Die drei Räuber
Zeichentrick, Deutschland, 2007

Der Sternwanderer
Fantasy-Abenteuer, England, USA, 2007

Der eisige Tod
Horror-Thriller, USA, 2007

Ebenfalls im Kino 




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