Der Wiener Prater, seine Geschichte und die Menschen, die sich dort vergnügen, aber auch die Menschen, die dort tagtäglich Arbeiten, darum geht es in der Dokumentation von Ulrike Ottinger.
Texte von Elfriede Jelinek, Josef von Sterberg, Erich Kästner und Elias Canetti illustrieren den unvergleichlichen Ort. Kommentare von Besuchern, Berichte von Schaustellern und historische Dokumente legen Erlebnisgeschichten frei.
In zusätzlichen, nicht dokumentarischen, sondern fiktiven Szenen treten ein Zauberer (Robert Kaldy-Karo) und Barbarella (Veruschka von Lehndorff) auf, die den Zuschauer bei einer virtuellen Fahrt durch die Geisterbahn begeleiten.
Bei Tag gehört der Prater den Kindern und den Familien. Mit strahlenden Augen sitzen dann die Kleinen in Miniatur-Autos und -Eisenbahnen und vor dem Kasperletheater. Der Abend aber zieht wie magisch die Jugendlichen der Stadt an und mit ihnen alle, die jung geblieben sind. Dann verwandelt sich der gepflegte Tanztee in einen wilden Discopalast voller einsamer Herzen.