Klara, Mina und Tanutscha sind fünfzehn Jahre alt, leben in Berlin-Kreuzberg, besuchen die neunte Klasse und haben noch etwas gemeinsam: Ihre Eltern leben getrennt. Klara und die Halbiranerin Tanutscha wohnen bei ihren Müttern, über die sie sich in ihrer Kindheit kennengelernt haben und seither Freundinnen sind. Mina ist Halbitalienerin und wohnt bei ihrem Vater, der einen kleinen Feinkostladen betreibt.
Bislang unternehmen die Freundinnen sehr viel gemeinsam, gehen auf Partys oder ins Prinzenbad. Sie rauchen wie selbstverständlich Zigaretten, trinken Alkohol, und auch eine türkische Wasserpfeife ist ihnen nicht fremd. Klara kommt neben Tanutschka am besten mit ihrer Mutter zurecht. Die gibt ihr zwei Regeln mit auf den Weg: Erstens kein Heroin, zweitens nicht schwanger werden.
Allmählich beginnen die Mädchen, eigene Wege zu suchen. Klara, die schon oft geschwänzt hat, schmeißt die Schule und nimmt an einem Projekt für Schulverweigerer teil. Ihr Traum ist es, ein eigenes Café aufzumachen. Tanutscha versucht ihren Realschulabschluss zu machen, hat aber auch einige Probleme an der Schule. Mina, die dem Abitur zustrebt, ist seit zehn Monaten mit ihrem fünf Jahre älteren Freund George zusammen. Er ist für ein Jahr nach Brasilien gegangen, kam aber wegen ihr nach drei Monaten wieder zurück.