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Pulse - Du bist tot bevor Du stirbst

USA, 2005
Mystery-Thriller, 85 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Pulse

Kino-Start
30.11.2006

Regie
Jim Sonzero

Darsteller
Kristen Bell (Mattie Webber), Ian Somerhalder (Dexter McCarthy), Christina Milian (Isabell Fuentes), Rick Gonzalez (Stone), Samm Levine (Tim Steinberg), Jonathan Tucker (Josh Ockmann), Ron Rifkin (Dr. Waterson), Kel O'Neill (Douglas Zieglar)
Pulse - Du bist tot bevor Du stirbst - Kinoplakat
Geister aus dem Jenseits und moderne Technik - diese Symbiose machten japanische Horrorfilmer seit der Jahrtausendwende zu einem eigenständigen, neuartigen Subgenre. In "Kairo" verknüpfte Kiyoshi Kurosawa 2001 das Totenreich mit dem Internet und schuf die erfolgreiche Vorlage für das Remake "Pulse - Du bist tot bevor Du stirbst", an dessen Adaption Horrorspezialist Wes Craven entscheidend beteiligt war.

Die College-Studentin Mattie Webber (Kristen Bell) ist besorgt: Seit einiger Zeit schon benahm sich ihr Freund Josh Ockmann (Jonathan Tucker) merkwürdig und ist seit kurzem verschwunden. Nachdem sie eine Nachricht von ihm auf dem Anrufbeantworter abgehört hat, sucht sie sein Apartment auf. Sie verschafft sich Einlass zur verwahrlost erscheinenden Wohnung und erlebt mit, wie sich Josh vor ihren Augen erhängt.

Der Schock sitzt tief, und auch ein Besuch beim Psychiater Dr. Waterson (Ron Rifkin) hilft nur wenig, dieses schreckliche Erlebnis zu verarbeiten. Mattie trifft sich mit Isabell Fuentes (Christina Milian), Tim Steinberg (Samm Levine) und Stone (Rick Gonzales) und stößt im Internet-chat auf Josh - der hatte seinen Computer nicht ausgeschaltet, so mutmaßt man.

Joshs PC ist jedoch inzwischen im Besitz von Dexter McCarthy (Ian Somerhalder), der darauf furchterregende e-mails feststellt. Er benachrichtigt Mattie, und zusammen erkennen sie geisterhafte Gestalten auf dem Monitor, die versuchen, sie zu fixieren. Sie schalten das Gerät ab, doch die Geister haben sich in der Stadt bereits verbreitet. Die Selbstmordrate steigt massiv an, und auf den Straßen herrscht Ausnahmezustand.

Die Wesen aus der Zwischenwelt attackieren Mattie und Isabell, während Tim versucht, sich in seiner Wohnung vor ihnen zu verbarikadieren. Behördlicherseit wird aufgefordert, Computer und Handys zu meiden, den von ihnen geht die Gefahr aus. Nachdem Dexter recherchiert hat, dass Josh einen Telekommunikationsexperten konktaktiert hatte, um einen Virus zu entwickeln, der die Cyberzombies bekämpfen sollte.

Zusammen mit Mattie macht er sich auf den Weg durch die inzwischen verseuchte Stadt, um diesen gewissen Douglas Zieglar (Kel O'Neill) aufzusuchen. Doch auch der ist nicht von der Epidemie verschont geblieben...



Film-Inhalt  


Mattie (Kristen Bell) versucht, Josh (Jonathan Tucker) in dieser Welt zu halten
Mattie (Kristen Bell) versucht, Josh (Jonathan Tucker) in dieser Welt zu halten


  Hintergrund


College-Qlique: Isabell (Christina Milian), Mattie und Stone (Rick Gonzales)
College-Qlique: Isabell (Christina Milian), Mattie und Stone (Rick Gonzales)

Für die Produzenten war während der Planungsphase des Projekts schnell klar, dass der angesagte Werbefilmer Jim Sonzero die Regie übernehmen sollte. Dessen erste Fernsehkampagne hatte für Aufsehen in der Branche gesorgt: Er drehte um das zu bewerbende Produkt herum eine Reihe von Mini-Film-noirs, die sowohl Fachleuten als auch dem normalen Zuschauern sofort ins Auge sprangen und erkennen ließen, dass in ihrem Macher ein brillanter Geschichtenerzähler schlummerte. Seit dieser Zeit hat sich Sonzero als einer der versiertesten Werbefilmer etabliert, der dem Metier immer wieder neue Anstöße gegeben hat.

Vor allem im Mode- und Kosmetikbereich ist sein Name eine feste Größe. Als Vorbereitung zu seiner nun beginnenden Karriere als Spielfilmregisseur drehte Sonzero bereits 1999 einen gefeierten Kurzfilm: So legte er "War of the Angels", der auf vielen Festivals aufgeführt worden ist, als Suspense-Thriller vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs an. Die Figuren waren komplex, der look war stylish, die Story fesselte. Ein überzeugendes Bewerbungsschreiben für eine große Hollywood-Produktion sozusagen.

"Wir wussten, dass er einen ganz eigenen Blick auf die Geschichte mitbringen würde", erklärt Joel Soisson. "Er weiß ganz genau, welch eine Wirkung ein einzelnes Bild erzeugen kann. Er hat außerdem eine große Hochachtung für die Schauspieler und weiß, was aus einer Geschichte herauszuholen ist. Vom Look, von der Message bis zum Gesamterscheinungsbild – er erfüllt alle Erwartungen, die man an ihn stellt."

Sonzero seinerseits war von der Botschaft des Filmes berührt – dass Technologie die Menschen voneinander isoliert, statt sie miteinander in Beziehung zu setzen. Für ihn ist "Pulse - Du bist tot bevor Du stirbst" eine Warnung an die Menschheit. Eine Geschichte, die aufrütteln soll: "Je mehr wir uns der Technologie hingeben, desto mehr trennt sie uns voneinander", da ist sich der Regisseur ganz sicher. "Anstatt direkten Kontakt mit den Menschen zu haben, lagern wir Fragmente von unseren Stimmen auf den Maschinen des anderen ab. Die Kommunikation bleibt ,virtuell’, sie findet in Wirklichkeit gar nicht mehr statt."



Als der Regisseur an Bord war, konnte das Casting beginnen. Die Filmemacher stellten ein Ensemble aus jungen und unverbrauchten Gesichtern zusammen, das von Kristen Bell, dem Star der erfolgreichen Fernsehserie "Veronica Mars" angeführt werden sollte. Nicht nur dort verhalf sie der Teen-Noir-Serie zu einem Kultstatus, auch in in dem schrägen Musial "Kifferwahn" konnte die Broadway-Mimin überzeugen. Sie wurde angeheuert, um die Psychologie-Studentin Mattie zu verkörpern, die den gruseligen E-mails aus dem Jenseits nachgeht. Sonzero beschreibt Bell als "unglaubliches Talent": "Ich hatte sie zuvor in David Mamets Spartan gesehen und war von ihrem Auftritt wie weggeblasen. Und nun füllte sie für uns die Rolle der Mattie mit einer unglaublichen emotionalen Dichte und Glaubwürdigkeit aus."

Bell war sich der zentralen Rolle ihrer Figur von Anfang an bewusst: "Der Film wird ja aus ihrer Perspektive erzählt. Sie beobachtet all diese schrecklichen Selbstmorde in ihrem persönlichen Umfeld, das bringt sie beinahe um den Verstand. Aber sie hält eben auch durch und versucht bis zum Ende, den Grund für das unheimliche Treiben herauszufinden." Seit sie das japanische Original gesehen hatte, war die Schauspielerin Feuer und Flamme für das Projekt.

"Es ist zutiefst verstörend", sagt Bell, "dass der Horror in 'Pulse - Du bist tot bevor Du stirbst' aus einer Technologie erwächst, die für uns alle ganz alltäglich ist. Der Gedanke, dass der Tod einen Gegenstand in Beschlag nimmt, der dir eigentlich so vertraut ist, macht den Film so verstörend. Und dieses Gefühl hält an, wenn der Film schon längst vorbei ist."

Sonzero kann die Qualitäten seiner Hauptdarstellerin gar nicht genug loben: "Technisch ist Kristen einfach unglaublich. In Close-Up-Szenen gelang es ihr, zeitgleich ganz unterschiedliche Emotionen in ihrem Gesicht widerzuspiegeln. Sie zieht dich in ihren Bann. Das Publikum stellt eine Verbindung zu ihr her und fürchtet sich mit ihr zusammen." Und lachend fügt der Regisseur hinzu: "Ich liebe sie einfach schon deshalb so sehr, weil sie noch immer mit mir spricht, obwohl ich sie für den Film durch die Hölle gejagt habe."



Die Hauptdarstellerin  


Dexter (Ian Somerhalder) und Mattie (Kristen Bell) sehen Grausiges
Dexter (Ian Somerhalder) und Mattie (Kristen Bell) sehen Grausiges
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Pulse - Du bist tot bevor Du stirbst" in der Regie von Jim Sonzero liefen am 30.11.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Severance - Ein blutiger Betriebsausflug
Horrorkomödie, England, Ungarn, 2006

Little Miss Sunshine
Tragikomödie, USA, 2006

Jackass: Nummer 2
Komödie, USA, 2006

Happy Feet
Animation, Australien, USA, 2006

Bye Bye Blackbird
Drama, Österreich, Luxemburg, Deutschland, England, 2005

Als das Meer verschwand
Mystery-Thriller, Neuseeland, England, 2004



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