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Ratatouille - Rattenscharf serviert

USA, 2006
Animation, 111 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Ratatouille

Kino-Start
03.10.2007

Regie
Brad Bird, Bob Peterson

Darsteller
Axel Malzacher (Remy), Stefan Günther (Linguini), Gudo Hoegel (Skinner), Donald Arthur (Gusteau), Elisabeth von Koch (Colette), Manuel Straube (Emile), Jürgen Thormann (Ego), Harald Dietl (Django), Tim Mälzer (Horst), Wahid Mannes (Lalo), Claus Brockmeyer (Larousse), Hartmut Neugebauer (Mustafa), Ulrich Frank (Talon), Gerhard Jilka (Pompidou)
Ratatouille - Rattenscharf serviert - Kinoplakat
Das Designstudio Pixar hat sich mit Filmen wie "Toy Story", "Finding Nemo" oder "Cars" längst einen legendären Ruf als Animationsschmiede erworben. In "Ratatouille" leisten sie die schwierige Aufgabe, eine Ratte als appetitliches Wesen zu präsentieren. Inszeniert hat das kulinarische Märchen Brad Bird, der für seine erste Zusammenarbeit mit Pixar, die Comic-Parodie "Die Unglaublichen", einen Oscar verliehen bekam.

Sein ganzes Leben schon träumt der kleine Remy (Axel Malzacher) davon, als Spitzenkoch in einem Pariser Gourmetrestaurant die Gäste mit den besten Gaumenfreuden verwöhnen zu können. Das Problem: Remy ist eine Ratte und wohnt mit seiner Familie in der französischen Provinz auf dem Dachboden einer älteren Dame.

Wenn er zusammen mit Vater Django (Harald Dietl) und Bruder Emile (Manuel Straube) in der Umgebung auf Nahrungssuche ist, dann widerstrebt ihm der übliche Speiseplan seiner Spezies: Im Gegensatz zu seinen Artgenossen hat er eine feine Nase und einen ausgeprägten Gaumen und schlingt die Abfälle nicht einfach so herunter, sondern erschnüffelt feinste Nuancen und erschmeckt die einzelnen Komponenten.

Dank seiner besonderen Fähigkeit gilt Remy zunächst als Außenseiter in der Sippschaft, doch als er dadurch eines Tages unter dem Vorrat Rattengift riecht und damit seine Familie vor dem Tod bewahrt, steigt er in deren Achtung und wird fortan als Vorkoster geschätzt. Viel lieber kocht Remy allerdings heimlich in der Küche der Hausbesitzerin, doch dabei entdeckt diese ihre ungebetenen Mitbewohner, greift zur Schrotflinte, und die gesamte Rattenkolonie ist gezwungen, Reißaus zu nehmen.

Bei dieser Hetzjagd wird Remy von seiner Familie getrennt und treibt orientierungslos durch die Kanalisation, bis er schließlich in der Kloake von Paris landet. Allein und vom Hunger gepeinigt, erscheint ihm der Geist des kürzlich verstorbenen Fünf-Sterne-Kochs Gusteau (Donald Arthur), der ihn dazu bringt, dessen renommiertes Restaurant aufzusuchen.

Dort hat gerade der Küchenjunge Alfredo Linguini (Stefan Günther) seinen ersten Arbeitstag angetreten und dabei wenig Talent, dafür um so mehr Ungeschick bewiesen, zudem macht ihm der hinterhältige Küchenchef Skinner (Gudo Hoegel) das Leben schwer. Doch Remy verwandelt eine misslungene Suppe zu einer kulinarischen Köstlichkeit, und so einigen sich die beiden auf ein Abkommen.

Versteckt unter Linguinis Kochmütze gibt der kleine Nager dem Kochlehrling per Zug an den Haaren die Anweisungen zur Komposition seiner lukullischen Kreationen. So kann Remy doch noch seinen Kochkünsten frönen, während der unbedarfte Linguini seinen Job behält und darüber hinaus auch noch seiner Ausbilderin Colette (Elisabeth von Koch) imponieren und ihr Herz erobern kann.

Dann findet Remy heraus, dass Linguini der uneheliche Sohn des verstorbenen Gusteau ist und somit legitimer Erbe des Feinschmeckerrestaurants. Doch die Freude darüber währt nur kurz, denn der überaus eitle Gourmetkritiker Anton Ego (Jürgen Thormann) hat seinen Besuch angekündigt...



Film-Inhalt  


Der Geist von Gusteau weist Remy den Weg
Der Geist von Gusteau weist Remy den Weg


  Hintergrund


Remy steuert Linguini als Haar-Marionette
Remy steuert Linguini als Haar-Marionette

Obwohl ein Animationsfilm wie "Ratatouille" heutzutage fast vollständig im Computer entsteht, ist doch oft immer noch Handarbeit erforderlich. So wurden zur endgültigen Festlegung der Gestalt von Remy in verschiedenen Zwischenstufen insgesamt neun Modelle aus Ton gefertigt, bevor man sich auf das endgültige Aussehen der Hauptfigur festlegte.

Auch die Lebensmittel wurden zunächst ganz klassisch auf dem Markt besorgt, in der Küche von Experten zubereitet und dann erst durch Fotografie in ihre digitale Form übernommen. Die Vorlagen fanden dann ihre Zweitverwertung in den Mündern von Requisiteuren, Designern und anderen Teammitgliedern.

Dieses Schicksal blieb einigen Obst- und Gemüseexemplaren erspart: Die Animatoren von Pixar ließen sie in aller Ruhe vergammeln und fotografierten sie in den verschiedenen Verfallsstadien, um den Komposthaufen, von dem sich die Ratten anfangs von "Ratatouille" ernähren, realistisch darstellen zu können.

Die Schauplätze in Paris hatten ebenfalls eine reale Basis: So schossen die Filmemacher bei ihren Streifzügen durch die Stadt fast fünftausend Fotos, anhand derer dann die Filmkulissen im Computer entworfen wurden. So sollten etwa der Pont Alexandre III. oder der Kathedrale von Notre-Dame ein besonders authentisches Erscheinungsbild gegeben werden.



Tim über seine Rolle:
Es gibt ja sehr viele gute deutsche Köche, ich vermute mal, dass er [Horst] Deutscher ist, aufgrund des Vornamens. Entweder hat er einen deutschen Großvater gehabt irgendwann mal in der Zeit in Frankreich oder so was ähnliches. Auf jeden Fall wirkt er sehr deutsch: Er ist so ein bisschen der korrekte, emotional unterkühlte ewige zweite Koch in der Küche.

Tim über Teamwork:
Der Film entspricht wirklich absolut der Realität. Das erinnert mich an die Zeit, wie ich in England gearbeitet habe. In den großen Küchen ist es wirklich wichtig, dass man ein großes und kompetentes Team hat. Das heißt: Jeder übernimmt eine Funktion in der Küche; da ist der Saucier, der für die Soßen verantwortlich ist, der Poissonnier, der für den Fisch verantwortlich ist, dann gibt es den Entremetier, der macht Sättigungsbeilagen, Gemüse, Kartoffeln etc. und so weiter und so fort. Und das sagt ja auch dieser Film aus, dass diese Küchenarbeit wirklich ein Teamwork ist - gerade auch im kleinen Team zwischen Remy und Linguini.

Über die Synchronisation:
Am Anfang war ich sehr befangen, weil es wirklich für mich das erste Mal war; und mein Logopäde würde sich wahrscheinlich jetzt die Haare raufen, wenn er mich da gesehen hätte. Ganz ehrlich: Ich lisple ein bisschen und spreche ja auch nicht so ein deutliches Deutsch; ich gehe auch schon mal so breiig ineinander über. Deshalb war es für mich schon anstrengend, auf meine Worte auf einmal zu achten, die sonst einfach immer nur wie so ein Schwall rauskommen - manchmal ohne Sinn und Verstand. Und diesmal musste ich wirklich akzentuiert sprechen, auf bestimmte Bilder und Momente sprechen, und das war am Anfang schon sehr schwer, und ich war auch sehr gehemmt.



Tim Mälzer ist Horst  


Das Küchenpersonal mag keine Ratten
Das Küchenpersonal mag keine Ratten

  Das Rezept


Remy blickt über die Dächer von Paris
Remy blickt über die Dächer von Paris

"Ratatouille", der Titel des Disney-Films, bezieht sich auf den Namen eines Gemüsegerichts aus der Provence. Es wird in vielen verschiedenen Varianten zubereitet; ein klassisches Rezept stellen wir hier vor:

Zutaten für 4 Personen:

je 600 g Tomaten, Auberginen und Zucchini
300 g roter Paprika
200 g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
8 Blatt Basilikum
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Die vier Gemüsesorten waschen, entstielen (Auberginen und Zucchini) bzw. entkernen (Paprika) und zu ca. 2-3 cm großen Stücken würfeln. Zwiebeln und Knoblauch enthäuten, vom grünen Strunk befreien und grob hacken.

Eine Pfanne erhitzen, jeweils dünn mit Olivenöl bedecken und nacheinander Auberginen, Zucchini und Paprika jeweils separat kurz anbraten, leicht salzen und pfeffern und dann in einem gemeinsamen Sieb abtropfen lassen. Einen Bratentopf erhitzen, dünn mit Olivenöl bedecken und die Zwiebeln glasig dünsten. Den Knoblauch schnell unterrühren und sofort das Gemüse einschließlich der Tomaten hinzufügen, nochmals leicht salzen und pfeffern und das gehackte Basilikum hinzugeben. Den Topf bedecken und bei kleiner Hitze ca. 40-50 min. dünsten lassen.

Dazu reicht man Baguette, als Getränk empfiehlt sich ein leichter, trockener Rotwein. Bon appetit!



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Ratatouille - Rattenscharf serviert" in der Regie von Brad Bird, Bob Peterson liefen am 03.10.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Superbad
Komödie, USA, 2007

Still Life
Liebesdrama, China, 2006

Stellungswechsel
Komödie, Deutschland, 2007

Prinzessin
Drama, Deutschland, 2006

Planet Terror
SciFi-Horror, USA, 2007

Monks - The Transatlantic Feedback
Musik-Dokumentation, Deutschland, USA, Spanien, 2006

Lady Chatterley
Liebesdrama, Frankreich, 2006

Immer nie am Meer
Psycho-Groteske, Österreich, 2007

Geliebte Jane
Romantik-Drama, Irland, 2007

Anderland
Drama, Norwegen, 2006

Ebenfalls im Kino 




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