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Rauchzeichen

Deutschland, Italien, 2006
Drama, 124 Minuten

Originaltitel
Rauchzeichen

Kino-Start
16.11.2006

Regie
Rudolf Thome

Darsteller
Hannelore Elsner (Annabella Silberstein), Karl Kranzkowski (Jonathan Fischer), Adriana Altaras (Isabella Goldberg), Serpil Turhan (Leila), Joya Thome (Jade Goldberg), Nicolai Thome (Michael Silberstein), Cornelius Schwalm (Hans), Hansa Czypionka (Josef Erdmann), Nicole Becker (Frau Erdmann), Stephan Korves (Günter Erdmann), Sophie Marland (Gabriella), Claudio Maniscalco (Kommissar)
Rauchzeichen - Kinoplakat
Vom Lustspiel der 1960er Jahre bis zu preisgekrönten Spielfilmen der jüngeren Zeit kann Hannelore Elsner auf eine bewegte Karriere zurückblicken. Nach "Rot und blau" (2003), "Frau fährt, Mann schläft" (2004) und "Du hast gesagt, dass Du mich liebst" (2006) ist "Rauchzeichen" bereits der vierte Film, den sie mit Regisseur Rudolf Thome gedreht hat.

Nach vielen Jahren kehrt der fast 60-jährige Jonathan Fischer (Karl Kranzkowski) aka Joe aus Florida nach Italien zurück. Nach seiner Landung auf dem Flughafen auf Sardinien fährt er zu dem von seiner Ex-Frau Isabella Goldberg (Adriana Altaras) betriebenen, idyllisch, weit ab vom Schuss gelegenen Gästehaus "Bella Sardegna", die bei seiner Ankunft jedoch nicht anwesend ist. Dafür wird er von deren charmanter Geschäftspartnerin Annabella Silberstein (Hannelore Elsner) empfangen.

Zwischen den beiden sprühen sehr schnell die Funken, die beiden verlieben sich, und aus der für nur wenige Tage geplanten Stipvisite wird ein längerer Aufenthalt. Joe macht sich bei der Gartenarbeit nützlich und holt Tochter Jade (Joya Thome) vom Flughafen ab, die ihn erstmalig bewusst zu Gesicht bekommt.

Als Isabella endlich eintrifft und von der Beziehung zwischen Annabella und Joe erfährt, reagiert sie verärgert, da sie immer noch sauer auf ihren Exmann ist. Während ihre Wut langsam verraucht, macht Jonathan den Vorschlag, einen Teich anzulegen und beginnt, da er auf Zustimmung stößt, mit den Vorarbeiten. Da wird auf Leila (Serpil Turhan), einen der Gäste der Pension, geschossen. Annabellas Sohn Michael (Nicolai Thome) zieht sie aus dem Wasser und weist mit Rauchzeichen den Rettungshubschrauber ein.

Als sie ihren Verletzungen erliegt, nimmt sich Hans (Cornelius Schwalm), ein weiterer Gast, das Leben. Der ermittelnde Kommissar (Claudio Maniscalco) kommt zu der Erkenntnis, dass Leila eine Terroristin gewesen sei und Hans sie getötet habe. Doch Annabella behauptet, sie sei eine Prinzessin gewesen und beruft sich auf deren Testament, das sie gefunden hat. Danach hat sie ihr Vermögen Michael vermacht. Nachdem Jonathan die finanzielle Abwicklung geregelt hat, beschließt man, die beiden Toten auf dem Grund des fertiggestellten Teiches beizusetzen....



Film-Inhalt  


Die Chefinnen des Bella Sardegna: Annabella Silberstein (Hannelore Elsner) und Isabella Goldberg (Adriana Altaras)
Die Chefinnen des Bella Sardegna: Annabella Silberstein (Hannelore Elsner) und Isabella Goldberg (Adriana Altaras)


  Notizen vom Dreh


Hans (Cornelius Schwalm) gibt sich die Kante
Hans (Cornelius Schwalm) gibt sich die Kante

Bei den Dreharbeiten hat das Team, trotz des knappen Budgets, einigen Komfort genießen können. Die Verpflegung wurde vom Cateringservice Sarah Wiener organisiert. Und auch UPS kam regelmäßig, um die belichteten Filme nach Deutschland zu liefern. Allerdings machte die Technik auf Sardinien manchmal Zicken. So funktionierte zeitweise die Telefonleitung nicht, was sowohl die Internetverbindung wie auch das Fax lahmlegten.

Zudem streikte Rudolf Thomes Computer bisweilen - was möglicherweise an der Sommerhitze lag. Ein Reset konnte jedoch dieses Problem beheben. Die Sonne und die hohen Temperaturen machten auch dem Filmteam zeitweilig zu schaffen. Als das Thermometer zeitweise bis zu 40 Grad im Schatten anzeigt, ordnet Thome über die Mittagszeit eine Siesta an, dafür wird dann abends bis gegen 23 Uhr gedreht.

Der Drehplan wurde aber nicht nur durch die Hitze beeinträchtigt. Die Route der WRC World Rally Championship führte während der Rallye Italia Sardinia in der Nähe der Sets vorbei; und auch die eingeplanten Carabinieri zögerten ihre Zusage hinaus. Ein weiteres Problem war, dass nach dem 1. Juni kein offenes Feuer ohne Aufsicht der Feuerwehr angefacht werden durfte - und das war die Voraussetzung für die Rauchzeichen.

Ein weiteres Hindernis begründete die Tatsache, dass der Drehort in einem Naturschutzgebiet lag. Der Bau des vorgesehenen Teiches hätte demnach etwa ein Jahr für eine Genehmigung benötigt, was das Team vorher nicht gewusst hatte. Doch der örtliche Bürgermeister klärt das mit der Waldpolizei Forestale auf dem kurzen Dienstweg: Nach kurzer Besichtigung des Geländes wird die Genehmigung erteilt. Der Weg ist frei für den Bagger, der diesen Fleck des Paradieses kurzzeitig zerstört und die Grube für den Teich aushebt.



Drei Tage brauchte das Team um Cutterin Dörte Völz-Mammarella, um den Grob-Rohschnitt fertigzustellen. Das Ergebnis fiel länger als erwartet aus: 170 Minuten. Die DVD mit dieser Fassung bekommt Filmkomponistin Katia Tchemberdji, die damit zum Arbeitsurlaub nach Portugal fliegt, umd die Filmmusik rechtzeitig zum Einspielen in einer Berliner Kirche einen Monat später schreiben zu können. Als Instrumentierung sind Klavier, Cello, Flöte, Gesang und Akkordeon vorgesehen.

Nach knapp zwei Wochen wurde die überarbeitete Version auf mittlerweile 137 Minuten zusammengeschnitten und nähert sich innerhalb weiterer zwei Wochen dem Feinschnitt von 125 Minuten. Nachdem die Musikaufnahmen am 6. und 7. 2005 August beendet sind, ist die Cutterin zunächst irritiert:

So eine Filmmusik habe sie noch nie gehört, erklärte Dörte Völz. Der Musikschnitt sollte den Eindruck des Werkes verändern, was Rudolf Thome entgegenkam: "Meine Erwartungen haben sich erfüllt. Diese Musik verändert den Film und zwar in eine Richtung, die ich mir erwünscht und erhofft habe. Er ist beides - Märchen und Wirklichkeit."

Als nächster Arbeitsschritt steht die Mischung an, die dem Regisseur einige Kopfschmerzen bereitet, obwohl ihm die Arbeit sehr gefallen hat. Nachdem Mischtonmeister Robbie Jäger und Sound-Designer Markus Böhm ihr Werk in zweieinhalb Tagen vollendet haben, lässt Thome die Champagnerkorken knallen.



Die Mischung macht´s  


Michael (Nicolai Thome) versucht Leila (Serpil Turhan) zu retten
Michael (Nicolai Thome) versucht Leila (Serpil Turhan) zu retten
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Rauchzeichen" in der Regie von Rudolf Thome liefen am 16.11.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wo ist Fred?
Romantische Komödie, Deutschland, 2006

Vom Schaukeln der Dinge
Dokumentation, Deutschland, 2005

The House is Burning
Drama, USA, Deutschland, 2006

Scoop - Der Knüller
Komödie, England, USA, 2006

Pingpong
Drama, Deutschland, 2006

Die Super-Ex
Liebeskomödie, USA, 2006

Der Letzte Kuss
Drama, USA, 2006

Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden
Komödie, England, 2006



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