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Saw III

USA, Kanada, 2006
Horror, 113 Minuten, FSK: 18

Originaltitel
Saw 3

Kino-Start
01.02.2007

Regie
Darren Lynn Bousman

Darsteller
Tobin Bell (John Cramer aka Jigsaw), Shawnee Smith (Amanda), Angus Macfadyen (Jeff), Bahar Soomekh (Dr. Lynn Denlon), Dina Meyer (Kerry), Donnie Wahlberg (Eric Matthews), Mpho Koaho (Tim), Leigh Whannell (Adam), J. LaRose (Troy)
Saw III - Kinoplakat
"Schmerzen? Bis jetzt hast du noch keine echten Schmerzen kennen gelernt…" Jigsaw stirbt in Saw III, und er hat sich sein grausamstes Spiel bis zum Schluss aufbewahrt. Ein Großteil von Cast und Crew aus den Vorgängern ist auch diesmal wieder dabei.

Der gefährliche Psychopath John Cramer alias Jigsaw (Tobin Bell) leidet zwar mittlerweile an einem ausgewachsenen Hirntumor, was seiner kriminellen Energie aber keinen Abbruch tut. Zu seinen Opfern gehören Detective Eric Matthews (Donnie Wahlberg), der einst Jagd auf den Killer gemacht hatte und nun in seine Gewalt gelangt ist, und seine Kollegin Kerry (Dina Meyer), die auf der Suche nach Matthews ebenfalls überwältigt wird.

Mit Hilfe seiner gelehrigen Schülerin Amanda (Shawnee Smith) lässt er die Hirnchirurgin Dr. Lynn Denlon (Bahar Soomekh) und den jungen Familienvater Jeff (Angus Macfayden) entführen und in seine Kommandozentrale, ein verlassenes Lagerhaus, verschleppen. Von seinem Krankenbett aus, mit lebenserhaltenden Geräten unterstützt, steuert Jigsaw seine perfiden Spiele von der Ferne aus. Der Ärztin wird ein tödlicher Aparrat um den Hals geschlossen, der an das EKG des Krebskranken angeschlossen ist und sie bei dessen Stillstand gleichzeitig töten soll.

So bleibt Lynn nichts anderes übrig, als ihren Peiniger zum eigenen Schutz am Leben zu erhalten. Derweil ist es Jeff gelungen, sich aus seinem Holzkäfig zu befreien, doch frei ist er damit noch lange nicht. Im Labyrinth des Lagerhauses begegnet er der Frau, die seinen Sohn auf dem Gewissen hat: Bei einem Autounfall mit Fahrerflucht hatte sie ihn getötet, nun ist sie selbst zu einem Spielball Jigswas geworden, und Jeff ringt mit sich, ob er sie retten soll.

Währenddessen ist die gefangene Chirurgin gezwungen, ihrem aufgenötigten Patienten die Schädeldecke aufzusägen, um dem Gehirn den Druck zu nehmen, den das Krebsgeschwür ausübt. Doch immer noch nicht weiß Lynn, welch makabres Spiel der Irre tatsächlich spielt...



Film-Inhalt  


Angeschlagen, aber nicht harmlos: Jigsaw (Tobin Bell)
Angeschlagen, aber nicht harmlos: Jigsaw (Tobin Bell)


  Hintergrund


In der Gewalt von Amanda (Shawnee Smith): Ärztin Dr. Lynn Denlon (Bahar Soomekh)
In der Gewalt von Amanda (Shawnee Smith): Ärztin Dr. Lynn Denlon (Bahar Soomekh)

2004 verwickelte das kranke Genie zum ersten Mal seine Opfer in seine perfiden Spiele und ließ dem Kinopublikum in der ganzen Welt das Blut in den Adern gefrieren. Bereits ein Jahr später wurde die SAW-Saga fortgesetzt und etablierte das Projekt als eine der erfolgreichsten Horror-Reihen des neuen Jahrtausends. Jetzt gewährt Regisseur Darren Lynn Bousman, der auch schon SAW II in Szene gesetzt hat, den Fans noch genauere Einblicke in die düstere Welt des Jigsaw-Killers.

"In SAW III lernen wir mehr über Jigsaw als je zuvor", erklärt Bousman. "Diesmal hat er einen noch viel trickreicheren Plan, aber gesundheitlich steht er am Abgrund. Deshalb verpflichtet er eine Reihe unglücklicher Gestalten, die seinen Willen in die Tat umsetzen müssen." Und Produzent Mark Burg fügt hinzu: "SAW III ist eine einzige lange Achterbahnfahrt. Es gibt unglaubliche Fallen und wir erfahren Dinge über Jigsaw, die ihn uns in einem ganz anderen Licht zeigen. Ich glaube, keiner der Zuschauer kann ahnen, was am Ende passiert."

Kenner der SAW-Saga begegnen einer Reihe alter Bekannter wieder: So hat Tobin Bell noch einmal die Rolle des Jigsaw übernommen, Shawnee Smith ist wieder als dessen ungleicher Schützling zu sehen, und Dina Meyer spielte ein weiteres Mal die Polizistin Kerry. Auch die SAW-Erfinder James Wan und Leigh Whannell sind wieder mit von der Partie. Beide entwickelten die Geschichte, die konkrete Drehbuchausarbeitung aber übernahm schließlich Whannell alleine. "Leigh ist ein wahnsinnig talentierter Schreiber", meint Burg. "Er versteht es eine komplexe Handlung mit Figuren zu füllen, die über psychologische Tiefe verfügen."



Obwohl SAW II extrem erfolgreich war, zögerte Regisseur Bousman zunächst, den dritten Teil zu drehen: "Nach dem unglaublichen Erfolg der ersten beiden Teile entstand ein enormer Druck, und ich wollte die Fans einfach nicht enttäuschen", argumentiert der Filmemacher. "Aber James, Leigh und ich wussten, dass wir die Reihe dann in die Hände von jemand anderem gegeben hätten, und wir wollten unbedingt die Glaubhaftigkeit des Projekts wahren. Außerdem fand ich die neue Geschichte sensationell."

Dass Bousman mit dem Stoff und der Produktion so gut vertraut war, stellte natürlich einen Vorteil dar. Andererseits stellte der mit großen Erwartungen verbundene dritte Teil seine Macher auch vor Herausforderungen. Bousman: "Am schwierigsten war es, dem Zuschauer etwas zu zeigen, was er zuvor noch nicht gesehen hatte. Wir mussten intensiver, gewaltsamer und noch kompromissloser an den Stoff herangehen – und durften dabei doch nicht die Figuren verraten." Und Produzent Oren Koules ergänzt: "Wir mussten die Erwartungen des Publikums erfüllen und zugleich übertreffen."

Whannell und Bousman waren also wieder mit an Bord, nun galt es den Rest des Teams zusammenzustellen. Auch hier verließ man sich auf bewährte Kräfte. Wie Koules erklärt, rekrutierte man 95 Prozent aus der alten Mannschaft. Dazu zählten auch Kameramann David Armstrong und David Hackl, der sich für das Production Design verantwortlich zeichnet. Die Crew wohnte im selben Hotel, und viele schon bekannte Locations in Toronto wurden ausgewählt. "Es fühlte sich an, als ob eine Familie Wiedersehen feierte", beschreibt Koules den Beginn der Dreharbeiten. "Als wäre man nie wirklich auseinander gegangen."

Im Gegensatz zu anderen Filmreihen, wo es keinerlei Kontinuität zwischen den unterschiedlichen Teilen gibt, stellte man bei SAW III eine enge Verbindung zu den Vorgängern her. Man rückt jetzt stärker Jigsaw ins Zentrum der Handlung – und bringt dabei immer wieder die Geschehnisse aus SAW I und II in Erinnerung. In gewissem Sinne ist der Film zugleich ein Sequel und ein Prequel. Bousman glaubt: "Dies ist ein Horrorfilm für ein intelligentes Publikum. Wie die ersten beiden Teile folgt auch SAW III keinem linearen Erzählfaden. Es gibt Rückblenden – und innerhalb dieser Rückblenden noch mal Rückblenden." So wird die Intelligenz des Zuschauers gefordert, meint Bousman: "Unser Film zeigt eine Reihe von Ereignisse, die zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Das Publikum muss sie selbst in die richtige Anordnung bringen."



Hoher Erwartungsdruck  


Befreit, aber nicht frei: Jeff (Angus Macfayden)
Befreit, aber nicht frei: Jeff (Angus Macfayden)

  Handarbeit statt Computer


Soll Jeff die Frau retten, die seinen Sohn getötet hat?
Soll Jeff die Frau retten, die seinen Sohn getötet hat?

Klar, SAW wäre nicht SAW, wenn es nicht wieder eine Reihe perfider Fallen gäbe. Die Fans der Reihe lieben es, im Internet über Lieblingsfolterinstrumente zu diskutieren. Der Kiefernschraubstock und der Nadelschacht sind unter Horrorfans längst Kult. Und dieses Hölleninstrumentarium galt es nun zu übertreffen. Bousman arbeitet dabei lieber mit Prothesen und Applikationen statt mit digitalen Effekten. "Ich blende eben nicht so gerne aus, wenn es um den ganz harten Stoff geht", sagt er. "Ich liebe es, dem Zuschauer zu zeigen, was er sehen will."

Bei jedem Entwicklungsschritt habe er den Kenner der Reihe im Sinn gehabt. Deshalb gibt es nun noch mehr Blut, noch fiesere Fallen, noch mehr wahnsinnige Wendungen: "Das ist ein Film für die Fans." Die Produzenten ließen Bousman deshalb einen großen Handlungsspielraum. "Besser als jeder andere weiß er, was das Publikum will", bestätigt Burg. "Unglaublich, aber er ist allen anderen immer drei Schritte voraus."

Doch neben der Steigerung der Schockeffekte ging es den Filmemachern auch darum, sich tiefer in die Psyche von Jigsaw und seine bizarre Beziehung zu Amanda hineinzugraben. Tobin Bell, der dem Psychopathen mit dem ersten Teil ein imposantes Antlitz gegeben hat, freute sich, seine Rolle weiterentwickeln zu können. "Er ist eine Art Philosoph", ist sich Bell sicher, "halb Wissenschaftler, halb Künstler. Außerdem sieht er sich selbst als eine Art Therapeuten, schließlich sagt er seinen Opfern immer wieder, dass sie ihm eines Tages für alles danken werden."

Für Bell war es ein Teil der Vorbereitung, sich in die Vorgeschichte seiner Figur hineinzuversetzen. Er füllte ganze Notizbücher mit seinen Gedanken und Fragen: Was isst Jigsaw zum Frühstück? Welcher Konfession gehört er an? Welchen College-Abschluss hat er? In seiner Garderobe hingen überall Zettelchen und Diagramme, die sich auf das imaginierte Leben seiner Figur bezogen. "Hat man sich eine Frage beantwortet, die eine bestimmte Szene hervorgerufen hat, stellen sich gleich zwei weitere", sagt Bell, "und die rufen dann wieder weitere hervor. Das ist ein Fass ohne Boden."



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Saw III" in der Regie von Darren Lynn Bousman liefen am 01.02.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Vier Minuten
Drama, Deutschland, 2006

Nach der Hochzeit
Drama, Dänemark, Schweden, 2006

KZ
Dokumentation, England, Österreich, 2006

Dreamgirls
Drama, USA, 2006

Die wilden Kerle 4 - DWK4 Der Angriff der Silberlichten
Familien-Komödie, Deutschland, 2007

Das wilde Leben
Biografie, Deutschland, 2007

Bamako
Drama, Mali, USA, Frankreich, 2006

Ebenfalls im Kino 




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