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Schwesterherz

Deutschland, 2007
Drama, 94 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Schwesterherz

Kino-Start
06.09.2007

Regie
Ed Herzog

Darsteller
Heike Makatsch (Anne), Anna Maria Mühe (Marie), Sebastian Urzendowsky (Max), Ludwig Trepte (Matze), Marc Hosemann (Phillip), Denis Moschitto (Klingeltonmann), Esther Zimmering (Bettina), Grischa Huber (Mutter), Felix Vörtler (Annes Chef)
Schwesterherz - Kinoplakat
Als Schauspielerin hatte Heike Makatsch schnell das Image des VIVA-Girls abgestreift und kann auf eine ansehnlichen Karriere hinter sich blicken. Mit dem von Ed Herzog verfilmten Drama "Schwesterherz" gibt sie ihr Debüt als Drehbuchautorin und spielt zugleich eine der beiden Schwestern, die bei einer Spanienreise zu neuen Perspektiven kommen.

Anne (Heike Makatsch) ist Anfang Dreißig und in erster Linie auf ihr berufliches Fortkommen fixiert. Als Produzentin in der Musikindustrie ist sie ständig im Stress und hat einen zeitraubenden, aber aufregenden Job für ein Plattenlabel, der ihren Ehrgeiz und ihre Ansprüche befriedigen kann.

Darum kann sie sich nicht vorstellen, ihre knapp bemessene und mit Partys ausgefüllte Freizeit, um die ihr Freund Phillip (Marc Hosemann) ohnehin schon ringen muss, mit einem eigenen Kind teilen zu müssen. Doch dann wird sie schwanger, und sie sieht nur eine Lösung des Problems:

Der lästige Embryo muss weg, darum plant sie eine Abtreibung, ohne dass sie es für notwendig erachtet, dies mit Phillip zu besprechen oder ihm gar mitzuteilen. Anne bucht eine Urlaubsreise nach Benidorm an der Costa Blanca. Ihrer Schwester Marie (Anna Maria Mühe), die gerade achtzehn geworden ist und sich auf das Abitur vorbereitet, spendiert sie ein weiteres Ticket, damit sie sie dorthin begleitet.

Die beiden Geschwister, die in der vergangenen Zeit wenig Kontakt zueinander hatten, kommen sich während der Ferien in Spanien wieder näher. Dabei müssen sie feststellen, dass sie bislang falsche Vorstellungen von der jeweils anderen hatten. Marie erkennt, dass die Schwester, die sie immer bewundert hatte, keineswegs die unerschütterliche und selbstbewusste Frau ist, wie sie von weitem erscheint.

Tatsächlich ist Anne gerade unzufrieden mit ihrer Situation, und in der Beziehung zu Phillip kriselt es schon länger unterschwellig. Am ersten Urlaubstag trinkt sie sich den Frust von der Seele und reißt den wesentlich jüngeren Max (Sebastian Urzendowsky) auf. Doch zwischen den Schwestern entsteht neuer Zwist, als sich ausgerechnet Marie in den jungen Mann verliebt...



Film-Inhalt  


Glücklicher Moment: Phillip (Marc Hosemann) mit Anne (Heike Makatsch)
Glücklicher Moment: Phillip (Marc Hosemann) mit Anne (Heike Makatsch)


  Drehbuchdebüt von Heike Makatsch


Anne mit ihrer Schwester Marie (Anna Maria Mühe) am Strand
Anne mit ihrer Schwester Marie (Anna Maria Mühe) am Strand

Das Erstlingswerk von Heike Makatsch als Drehbuchautorin, das sie zusammen mit der Journalistin Johanna Adorján, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, geschrieben hat, erzählt die Geschichte einer Frau, die es herauszögert, wirklich erwachsen zu werden. Intention war, die Protagonistin als Vertreterin einer neuen Generation darzustellen.

Eine Frau, die als klassischer Yuppie in ihrer schnellebigen Branche gar nicht die Veränderungen merkt, die in der Welt passieren, und die vor allem in ihr selbst vorgehen. "Es ist auch die Geschichte sehr vieler moderner Frauen heutzutage, die sich einer Karriere verschrieben haben, die von ihnen verlangt, sich zu verbiegen," erklärt Makatsch.

Dabei hat die Autorin auch eigene Erfahrungen in "Schwesterherz" verarbeitet und versucht sich kritisch mit dem Bild junger Frauen in den Medien auseinanderzusetzen. "Ich kann von mir selbst sagen, dass ich mich und viele Freundinnen in der Figur der Anne wieder erkenne," so Heike Makatsch. "Und mir häufig wünschte, dass Filme sich trauen würden, dieses Thema - die fehlende Identität für Frauen nach dem Mädchensein - aufzugreifen."



Am 13. August 1971 wird Heike Makatsch in Düsseldorf als Tochter des früheren Eishockeynationaltorwarts Rainer Makatsch geboren. Nach dem Abitur schreibt sie sich an der Universität im Fach Politik ein. Nach vier Semestern bricht sie das Studium ab und beginnt eine Schneiderlehre.

Beim Fernsehsender VIVA beginnt sie 1993 ihre Karriere als Moderatorin, wo sie binnen kurzem gar ihre eigene Sendung "Heikes Hausbesuch" leitet, und wechselt zwei Jahre darauf zu RTL 2. Dort führt sie ein Jahr lang durch das Jugendmagazin "Bravo TV" und erhält danach ebenfalls eine nach ihr benannte Sendung. Die "Heike Makatsch Show" erfüllt allerdings die Erwartungen nicht und läuft nur acht Wochen lang.

1996 bekommt Heike Makatsch ihre erste Filmrolle in Detlev Bucks Komödie "Männerpension", wo ihre Leistung gleich mit einem Bayerischen Filmpreis für die beste Nachwuchsschauspielerin honoriert wird. Seither wechseln sich Auftritte in Filmen, und Fernsehspielen ab. Einen weiteren Bayrischen Filmpreis erhält sie für die Titelrolle des Biopics "Margarete Steiff" (2005) über die Fabrikantin von Plüschtieren und Mutter des Teddybären, für die sie sogar zu einem Emmy nomiert wird. "Schwesterherz" ist bereits der zweite Film, den Heike Makatsch nach "Almost Heaven" (2005) zusammen mit Regisseur Ed Herzog dreht.



Kurzbio Heike Makatsch  


Anna ist mit der Gesamtsituation unzufrieden
Anna ist mit der Gesamtsituation unzufrieden
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Schwesterherz" in der Regie von Ed Herzog liefen am 06.09.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Video Kings
Komödie, Deutschland, 2007

Toni Goldwascher
Drama, Deutschland, 2007

Stealing Klimt
Dokumentation, Deutschland, 2006

St. Jacques... Pilgern auf Französisch
Tragikomödie, Frankreich, 2005

Max Minsky und ich
Jugendkomödie, Deutschland, 2007

Hairspray
Musical-Komödie, USA, 2007

Folgeschäden
Drama, Deutschland, 2004

Das Bourne Ultimatum
Actionthriller, USA, Deutschland, England, Spanien, 2007



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