Was war die Ausgangsidee von "Science of Sleep"?
Der Ursprung liegt ein paar Jahre zurück: für ein Video der Foo Fighters hatte ich damals die Idee, die Geschichte des Songs ("Everlong") über ein Paar zu erzählen, das seine Träume 'teilt', d.h. die Protagonisten kommen jeweils im Traum des anderen vor, agieren also als Gehirnströme und als reale Personen. Ich spielte diese Idee aus, und so ergaben sich ineinander greifende Fäden, die sich darum drehten, wie Träume einerseits die Beziehungen zwischen Menschen beeinflussen und wie Beziehungen umgekehrt deren Träume beeinflussen.
Wie sind Sie auf Gael García Bernal für die Hauptrolle gekommen?
Wir haben uns über einen gemeinsamen Freund kennen gelernt, und in seinen Filmrollen erschien er mir immer, als hätte er genau die Eigenschaften und Qualitäten, die mir für diese Rolle vorschwebten. Die Figur des Stéphane ist so etwas wie mein Alter Ego… das hat mir Anfangs Angst gemacht, denn Gael ist solch ein hübscher, unterhaltsamer Typ, und ich dachte, die Leute werden mir einen Vogel zeigen, weil sie denken: mein Gott ist der eingebildet. Aber er ist ein sehr guter Schauspieler, und so haben wir dieses Problem überwunden. Gael kam ständig mit einer Menge neuer Ideen und es war wirklich lustig mit ihm. Und Charlotte hat mir großes Vertrauen entgegen gebracht, was mich immer wieder ermutigt hat. Teil des Regisseursjobs ist es doch, sich auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten einzustellen und das jeweils Beste von jedem Darsteller zu bekommen. Großartig war, dass wir trotz eines sehr engen Zeitplans und trotz beschränkter Probenmöglichkeiten, sehr schnell zueinander fanden und eine intensive Drehzeit miteinander erlebten.
Auf welchem Material haben Sie den Film gedreht? Wie lang dauerten die Dreharbeiten?
Wir drehten auf 35 mm und die Drehzeit betrug sieben Wochen. Die Animation der Traumsequenzen haben wir in meinem Haus in Villemagne in den Bergen realisiert. Das war ungefähr sechs Monate bevor wir mit den Schauspielern drehten.