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Seed

Kanada, 2007
Horror

Originaltitel
Seed

Kino-Start
22.11.2007

Regie
Uwe Boll

Darsteller
Will Sanderson (Max Seed), Michael Paré (Detective Bishop), Ralf Moeller (Gefängnisdirektor Warden Wright), Andrew Jackson (Dr. Parker Wickson), Michael Eklund (Henker), Jodelle Ferland (Bishops Tochter)
Seed - Kinoplakat
"Die Todesstrafe ist mit Mord gleichzusetzen", ist die Meinung von Uwe Boll. Als Drehbuchautor und Regisseur des Horrorschockers "Seed" hat er sich der Thematik angenommen, und lässt seinen Protagonisten nach misslungenem Henkversuch Amok laufen. Weltpremiere hatte der Streifen auf dem Weekend of Fear Festival in Erlangen am 27. April 2007

Seatle, im Jahr 1972: Der Serienkiller Max Seed (Will Sanderson) hat eine ganze Menge Menschen auf dem Gewissen und fühlt sich in seinem Haus, einsam auf einem abgelegenen Farmgrundstück gelegen, sicher. Weil nach einem Brand bei einem Autounfall sein Gesicht entstellt ist, trägt er eine Maske.

Doch Detective Bishop (Michael Paré) hat nach hartnäckigen und langwierigen Ermittlungen geschafft, sein Versteck aufzuspüren. Das Gebäude wird umstellt, und die Polizei stürmt Seeds Haus. Zwar gelingt die Festnahme, doch dabei kommen auch noch einige Polizisten ums Leben.

Seed wird zum Tode verurteilt und wartet in der Haftanstalt von Gefängnisdirektor Warden Wright (Ralf Moeller) auf seine Hinrichtung. Die grausige Prozedur beginnt, der Henker (Michael Eklund) legt den Hebel um, und der Elektrische Stuhl kommt zum Einsatz...

Doch Seed überlebt den Stromstoß, und auch nach zwei weiteren Versuchen ist er zwar übel zugerichtet, allerdings immer noch am Leben. Nach dem Gesetz müsste der Delinquent, nachdem er drei Stromstöße überlebt hat, begnadigt werden. Doch Gerichtsarzt Dr. Parker Wickson (Andrew Jackson), der der fehlgeschlagenen Exekution beigewohnt hat, setzt sich darüber hinweg und erklärt ihn kurzerhand für tot.

Seed wird gefesselt und bei lebendigem Leib begraben. Beseelt von unbändigem Lebenswillen, schafft es der Gequälte, sich aus seinem Grab herauszubuddeln. Von nun an hat er nur noch ein Ziel: Sich an all denen zu rächen, die an seinem Martyrium beteiligt waren. Doch auch vor deren Verwandten macht er nicht Halt - und so ist erstmal Bishops Familie dran.

Die Polizisten, die dessen Haus überwachen, landen zerstückelt in der Badewanne, und Bishops Frau (Thea Gill) und Tochter (Jodelle Ferland) geraten in die Gewalt des Rasenden und werden von ihm entführt.



Film-Inhalt  


Die Saat des Bösen: Max Seed (Will Sanderson)
Die Saat des Bösen: Max Seed (Will Sanderson)


  Hintergrund


Dr. Parker Wickson (Andrew Jackson) untersucht den Gepeinigten
Dr. Parker Wickson (Andrew Jackson) untersucht den Gepeinigten

Trashfilmer Uwe Boll wurde zum Drehbuch von "Seed" durch ein Buch angeregt, das sich mit der Praxis der Todesstrafe auseinandersetzt. In "Die Hinrichtungsindustrie" beschreibt dessen Autor Stephen Trombley unter anderem Situationen, bei denen Funktionsstörungen des Elektrischen Stuhls dazu führten, dass die Delinquenten einem langen und qualvollen Todeskampf ausgesetzt waren.

Um das Szenario in seinem Film möglichst realistisch zu gestalten, verzichteten die Techniker auf die in diesem Genre üblichen Materialien wie Silikon und Kunstblut. Stattdessen wurden die Figuren aus echtem Fleisch geformt, das man monatelang Maden und Larven aussetzte. Ansonsten war die Requisite allerdings mit eher beschaulichen Aufgaben betraut. So mussten sie alte Klamotten und Utensilien aus den 1970er Jahren beschaffen, in denen die Geschichte spielt.



Die Dreharbeiten begannen unmittelbar nach der Fußball-WM 2006 und dauerten etwa vier Wochen. Gedreht wurde in und um Bolls Lieblingsstadt Vancouver, in der Innenstadt und einer Farm außerhalb. Desweiteren diente das Riverview Hospital als Kulisse, eine alte psychiatrische Klinik außerhalb der Stadt, die Uwe Boll bereits für seinen TV-Thriller "Sanctimony" genutzt hatte.

Diese teilweise verfallenden Gemäuer haben unter der umliegenden Bevölkerung einen zweifelhaften Ruf. Einige Mitglieder des Filmteams beharrten darauf, während der Aufnahmen im Keller der Anstalt Stimmen verstorbener Patienten gehört zu haben. Allerdings dürfte das eher als PR-Gag einzuordnen sein.

Laut Auskunft von Uwe Boll soll sich Seed-Darsteller Will Sanderson nach Abschluss der Dreharbeiten aus der Branche zurückgezogen haben, um sich dem Studium der Medizin zu widmen. Ob der durch die einschlägigen Szenen in "Seed" dazu animiert worden ist, sei dahingestellt. Bei den Dreharbeiten wurde die Filmcrew von der Tierschutzorganisation PETA unterstützt, die dafür 2,5 Prozent der Einnahmen erhält.



Rund um den Dreh  


Die Wanne is voll: Das Ende der Bewacher
Die Wanne is voll: Das Ende der Bewacher
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Seed" in der Regie von Uwe Boll liefen am 22.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tell - Jeder Schuss ein Treffer
Komödie, Deutschland, Schweiz, 2007

Persepolis
Animation, Frankreich, USA, 2007

Meine schöne Bescherung
Komödie, Deutschland, 2007

Machtlos
Thriller, USA, Südafrika, 2007

Es war k´einmal im Märchenland
Animation, Deutschland, USA, 2007

Across the Universe
Musical, USA, 2007

4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage
Drama, Rumänien, 2007



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