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Step Up

USA, 2006
Drama, 98 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Step Up

Kino-Start
05.10.2006

Regie
Anne Fletcher

Darsteller
Channing Tatum (Tyler Gage), Jenna Dewan (Nora Clark), Damaine Radcliff (Mac Carter), De'Shawn Washington (Skinny Carter), Mario (Miles Darby), Drew Sidora (Lucy Avila), Rachel Griffiths (Direktorin Gordon), Josh Henderson (Brett Dolan), Tim Lacatena (Andrew), Alyson Stoner (Camille), Michael Seresin (Hausmeister), Heavy D (Omar)
Step Up - Kinoplakat
Underdog trifft auf Ballettelevin, und im Tanz kommen sie zusammen. Dieses alte Thema wird neu interpretiert von Star-Choreografin Anne Fletcher, die mit "Step Up" ihr Regiedebüt feiert. Mit von der Partie sind Rap-Schwergewicht Heavy D und Golden Globe-Gewinnerin Rachel Griffiths aus "Six Feet Under".

Tyler Gage (Channing Tatum) lebt mit seiner Pflegefamilie in einem der ärmeren Viertel von Baltimore, dem das Leben bislang wenig Chancen gegeben hat, die er auch konsequent nicht nutzte. Zusammen mit seinem besten Freund Mac Carter (Damaine Radcliff) und dessen kleinem Bruder Skinny (De'Shawn Washington) bricht er, nachdem sie sich auf einer Party aufgeputscht haben, in die "Maryland School Of Arts" ein und verwüstet das Mobilar. Er wird geschnappt und, da dies nicht sein erstes Vergehen war, zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, abzuleisten am Tatort.

Er freundet sich mit Miles Darby (Mario) an, der ihm hilft, sich in der Schule zurechtzufinden. Zunächst ist Tyler nicht nur von seiner Strafe genervt, als Handlanger für den Hausmeister (Michael Seresin) zu arbeiten, der ihm als erstes einen Mop in die Hand drückt, sondern auch vom Gehabe der Schüler: Mit Leuten, die in Strumpfhosen kunstvoll über die Bühne hopsen, hatte er bisher überhaupt nichts am Hut; er übt sich lieber im Hip Hop. Dann fällt ihm beim Putzen die hübsche Ballettschülerin Nora Clark (Jenna Dewan) auf.

Die talentierte Tänzerin trainiert verbissen für den bevorstehenden Auftritt beim Wettbewerb "Senior Showcase". Dort hofft Sie, sich mit ihrer Leistung für den ersten Schritt zu einer großen Karriere zu empfehlen, denn dort werden Talentscouts von renommierten Ballettcompagnien erwartet. Doch ihr Tanzpartner Andrew (Tim Lacatena) verletzt sich am Fuß und kann nicht mehr proben. Für die anspruchsvolle Nora findet sich unter den Schülern kein adäquater Ersatz, und die Schüler, mit denen sie es versucht, stellen sich reichlich dämlich an.

Als sie heimlich Taylor beim Freestyle-Tanzen beobachtet, erkennt sie sein Talent. Nach kurzem Zögern nimmt Nora sein Angebot an, mit ihr zusammen zu proben und schafft es auch, die anfänglich eher skeptische Direktorin Gordon (Rachel Griffiths) für ihre Idee zu begeistern. Nun ist Taylor zwar von seiner öden Arbeit freigestellt, doch durch ihre völlig unterschiedliche Herkunft und Einstellungen geraten er und Nora in Streit. Doch während des gemeinsamen Übens stellen sie fest, dass sich ihre Tanzstile gegenseitig ergänzen können, und zwischen den beiden springt der Funke über. Auch Noras beste Freundin Lucy Avila (Drew Sidora) hat endlich Glück in der Liebe und kommt Miles näher. Allerdings gibt es nach außen einigen Stress: So gerät Taylor mit Noras Ex-Partnern aneinander und wird von seinen Kumpels aufgezogen.



Film-Inhalt  


Flausen im Kopf: Mac Carter (Damaine Radcliff), sein Bruder Skinny (De'Shawn Washington) und Tyler Gage (Channing Tatum)
Flausen im Kopf: Mac Carter (Damaine Radcliff), sein Bruder Skinny (De'Shawn Washington) und Tyler Gage (Channing Tatum)


  Film-Kritik


Früh übt sich: Tyler tanzt mit Nora Clark (Jenna Dewan) vor der Francis Scott Key Bridge
Früh übt sich: Tyler tanzt mit Nora Clark (Jenna Dewan) vor der Francis Scott Key Bridge

Bei Filmen, in denen das Thema Tanzen im Mittelpunkt steht, scheint eine gewisse Ansammlung von Klischees Plicht zu sein. Eine Ausnahme macht auch "Step Up" nicht. Vom einfachen Jungen von der Straße über autoknackende Schwarze bis zur vom Ehrgeiz zerfressenen Mutter wird alles präsentiert, was man zu genüge schon gesehen hat. Doch auch die Kür ist nicht unbedingt eine Stärke der Story, die die genannten Klischees nicht eben originell zusammenfügt.

So ist der rote Faden der vom amerikanischen Traum des vielzitierten Tellerwäschers, der zum Millionär werden kann, wenn er nur hart genug an sich selbst und mit anderen zusammen arbeitet. Auch in den Dialogen kommt diese Moral häufiger und hochtrabender zum Ausdruck, als es einem authentischen Eindruck zuträglich wäre. Die nur dürftig entwickelten Charaktere tragen sie denn auch erkennbar auswendig gelernt vor, wobei ein gewisses schauspielerisches Potential bei den Debütanten durchaus erkennbar ist, was aber von der ebenfalls debütierenden Regisseurin nur ansatzweise gefordert wird.

Es scheint fast so, als habe sie den Großteil ihrer Kreativität in ihre Tätigkeit als Choreographin gesteckt, und hier ist auch für den Zuschauer der Lohn für die Mühe positiv erkennbar. So sind die Szenen, in denen sich der Mix aus Streetdance und klassischem Ballet entwickelt, wirklich sehenswert und mitreißend, und auch der Soundtrack mit Songs von Hip-Hop-Größen wie Sean Paul oder Ciara gibt dem Film in diesen Sequenzen eine glaubhafte Lebendigkeit.



Für eine Tänzerin begann Anne Fletcher reichlich spät mit ihrer Karriere: "Erst" mit zwölf hatte sie ihre ersten Tanzstunden, doch Talent und Ehrgeiz kamen erfolgreich zusammen, und schon ein Jahr später unterrichtete sie andere Eleven und war mit fünfzehn Profitänzerin. Sie trat in TV-Shows wie der "Tracy Ullman Show" auf und wirkte am Mehrteiler "Feuersturm und Asche" (War And Remembrance) von 1988 mit.

Ihren ersten Spielfilmauftritt als Tänzerin hatte sie in der Steinzeit: In "Die Flintstones - Die Familie Feuerstein" von 1994, wo sie auch die Choreographie-Assistenz übernahm. Und auch beim nach dem Dschungelbuch erfolgreichsten Film aller Zeiten war sie zugegen: Sie tanzte gegen den Untergang des schiffes in "Titanic" an. Doch ihr Know How als Choreographin wurde beim Film mehr und mehr gefragt.

Nachdem sie beim Streifen wie "Boogie Nights" von 1997 zunächst assistierte, war sie beim Tanzfilm "Girls United" (Bring it On) 2000 zum ersten Mal allein für die Choreographie zuständig. Seitdem hat sie die entscheidenden Szenen für etwa zwei Dutzend Spielfilme und Fernsehproduktionen choreographiert und gilt mittlerweile als eine der gefragtesten Choreographinnen der Filmindustrie.

Für "Step Up" erinnerte sich Produzent Adam Shankman gleich an Anne Fletcher, mit der er seit 1990 zusammengearbeitet hatte und seine Assistentin war, als er noch als Choreograph tätig war.

"Als ich damit anfing, Regie zu führen, hat sie quasi meine Karriere als Choreograph übernommen und ist dabei künstlerisch förmlich explodiert. Als Erik Feig mir von 'Step Up' erzählte, wusste ich sofort, das wäre genau das Richtige für Anne. Sie war schon immer unglaublich geschickt und sicher im Umgang mit Schauspielern, sie ist mit einer enormen Leidenschaft bei der Sache und sie ist vor allem eine wirklich gute Geschichtenerzählerin."

Bei einem Treffen mit den Produzenten waren die schnell überzeugt und engagierten Anne Fletcher als Regisseurin.



Regiedebüt: Anne Fletcher  


Das Ensemble bei den Proben
Das Ensemble bei den Proben
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Step Up" in der Regie von Anne Fletcher liefen am 05.10.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wholetrain
Drama, Deutschland, 2006

Thumbsucker
Tragikomödie, USA, 2005

Lapislazuli - Im Auge des Bären
Abenteuer, Deutschland, Österreich, Luxemburg, 2006

Kiriku und die wilden Tiere
Zeichentrick, Frankreich, 2005

Ich bin die Andere
Drama, Deutschland, 2006

Glück in kleinen Dosen
Tragikomödie, USA, Deutschland, 2005

Deutschland. Ein Sommermärchen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Der tierisch verrückte Bauernhof
Familien-Animation, USA, 2006

Black Dahlia
Mystery-Thriller, USA, 2006



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