KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Shinobi - Heart under Blade

Japan, 2005
Action, 98 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Shinobi

Kino-Start
14.12.2006

Regie
Ten Shimoyama

Darsteller
Yukie Nakama (Oboro), Joe Odagiri (Gennosuke), Kippei Shiina (Tenzen), Taku Sakaguchi (Yashamaru), Erika Sawajiri (Hotaru-Bi), Takeshi Masu (Hyoma), Tomoka Kurotani (Kagero), Mitsuki Koga (Koshiro), Kinoshita Houka (Saemon), Minori Terada (Danjo), Shun Ito (Mino Nenki), Lily (O-Gen), Kazuo Kitamura (Shogun Ieyasu), Renji Ishibashi (Tenkai), Toshiya Nagasawa (Yagyu)
Shinobi - Heart under Blade - Kinoplakat
Fast 20 Jahre, nachdem "Shinobi" als Videospiel debütiert hatte, setzt Ten Shimoyama das Thema des Konflikts zwischen zwei Ninja-Clans mit einer Liebesgeschichte auf die Leinwand um. Dabei setzt er gezielt auch auf die Ästhetik der Spiele und verlässt sich dabei auf die Mittel, die die digitale Bildbearbeitung und die CGI-Grafik bietet.

Japan im 17. Jahrhundert: Der neue Shogun Tokugawa Ieyasu will nach der langanhaltenden Fehde zwischen den Ninja-Clans Iga und Kouga seine Macht sichern und einen dauerhaften Frieden etablieren. Zu diesem Zweck will er mit den Shinobi die Vertreter der alten Ordnung im Reich vernichten. Diese hatten über viele Generationen gegenseitig Blutrache geübt.

Sie leben in verborgenen Dörfern, doch seine Einladung an die stärksten Kämpfer können die Dorfältesten nicht ausschlagen. Zwischenzeitlich haben sich aber mit Gennosuke (Jo Odagiri) und Oboro (Yukie Nakama) Angehörige beider Geschlechter ineinander verliebt, und das bevorstehende Duell droht ihre Liebe zu zerstören. Nachdem die amtierenden Führer der Iga und Kouga sich im Kampf gegenseitig getötet haben, ist den Liebenden die Verantwortung zugefallen.

Gennosuke will den Shogun von seinem Vorhaben abbringen, doch seine Frau hat die Herausforderung angenommen. Während die Krieger der beiden Clans ihre Dörfer verlassen haben und in blutiger Schlacht aufeinandertreffen, überfallen die Truppen des Shoguns die Dörfer. Nun ist es an Gennosuke und Oboro, die Zukunft der Shinobi zu entscheiden - und damit auch ihr eigenes Schicksal...



Film-Inhalt  


Oboro (Yukie Nakama) muss sich entscheiden
Oboro (Yukie Nakama) muss sich entscheiden


  Hintergrund


Gennosuke (Jo Odagiri) will den Shogun stellen
Gennosuke (Jo Odagiri) will den Shogun stellen

Shinobi ist das Synonym für das hierzulande geläufigere Wort "Ninja", eine geheime Kriegerkaste in Japan, die seit etwa dem 14. Jahrhundert im Dienste der Feudalherrscher standen. Mit ausgefeilten Kampftechniken und effektiven Waffen operierten sie meist verhüllt und führten Spionage- und Mordaufträge aus. In Kouga Ninpou Cho (Schriftrollen der Kouga-Ninja), einem Roman des in Japan sehr populären Schriftstellers Futaro Yamada, ist die Geschichte von zwei rivalisierenden Ninja-Clans und die Liebesgeschichte zwischen zweien ihrer Vertreter thematisiert. Er bildete bereits für die 2003, zwei Jahre nach Yamadas Tod, entstandene Manga-Serie "Basilisk" die Vorlage.

Diese Manga-Comics errangen schnell Kultstatus, und so entstand auf deren Basis 2005 eine Anime-Serie mit 24 Folgen. Der Stil dieses Animes hat, ebenso wie die Arcade-Spiele, ebenfalls den Film "Shinobi" beeinflusst. So verbindet Shimoyama den klassischen Kostümfilm und dessen epische Ausdrucksform mit der actionhaltigen Rasanz und der phantastischen Optik, wie sie für Anime typisch ist. Diese Verknüpfung von mystischen Motiven, asiatischer Tradition und moderner japanischer Popkultur macht den Reiz von "Shinobi" aus.

Ein wichtiges Element des Films ist der Soundtrack. Ayumi Hamasaki ist der erfolgreichste weibliche Popstar der letzten Jahre in Japan, die über 25 Nummer-1-Hits in zehn Jahren hatte. Sie schrieb und interpretierte den Titelsong "Heaven", der sich ebenfalls in kurzer Zeit an die Spitze der japanischen Charts gesetzt hatte.



Shinobi war ursprünglich ein Videospiel, das 1987 für Sega-Geräte auf den Markt kam und eine Renaissance der Martial Arts auf dem Computer begleitete. Es wurde dank seines durchschlagenden Erfolges auf alle damals gängigen Plattformen portiert, wie Commodore C64, Atari ST oder auch Amiga.

Als Arcade-Spiel stand im Vordergrund weniger eine komplexe Story - ein Ninja-Krieger soll entführte Kinder aus seinem Clan befreien - als vielmehr die Zweikampf-Action zwischen Ninjas mit Dolchen, Schwertern und Wurfsternen. Es folgten zahlreiche Nachfolger, von denen einige der neueren u.a. für die Playstation 2 und Game Boy Advance erhältlich sind.

Der Klassiker von 1987 führte zu den bekannten Arcade-Merkmalen neue Features ein, so etwa eine ausgeklügelte künstliche Intelligenz für die Computergegner und Mehrspieler-Optionen. Sowohl die spielerische wie auch die visuelle Qualität der Spiele wurde fortentwickelt, und so orientiert sich der Film "Shinobi" in der optischen Gestaltung und der Umsetzung der Kampftechniken teilweise an den Videospielen.



Aus der Spielhalle ins Kino  


Kampf zwischen Kriegern von Iga und Kouga
Kampf zwischen Kriegern von Iga und Kouga
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Shinobi - Heart under Blade" in der Regie von Ten Shimoyama liefen am 14.12.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Peer Gynt
Drama, Deutschland, 2006

Oh je, Du Fröhliche!
Tragikomödie, USA, 2006

Mondscheinkinder
Drama, Deutschland, 2006

Liebe braucht keine Ferien
Liebeskomödie, USA, 2006

Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Fantasy-Abenteuer, USA, 2006

Enzo Ferrari - Die Geschichte einer Legende
Drama, Italien, 2003

Congo River
Dokumentation, Belgien, Frankreich, Finnland, 2005

Apocalypto
Thriller-Drama, USA, 2006

American Hardcore
Musik-Dokumentation, USA, 2006



KINO

morgen