Am Heiligabend herrscht in Berlin ein ungemütliches, nasskaltes Wetter. Auf den Weihnachtsmärkten wird der letzte Müll weggekehrt. Und ausgerechnet für Joseph und Maria läuft es gar nicht gut: Maria (Isabella Parkinson) hat Joseph (Pasquale Aleardi) vor wenigen Monaten sitzengelassen, weshalb er ausgerechnet an den Feiertagen vor Selbstmitleid zerfließt. Wie viele andere auch, fährt er heute mit der U-Bahn, wo er Maria wiedertrifft.
Unter seiner Einsamkeit leidet auch der Witwer Otto (Klaus Gehrke), der in seinem Wohnzimmer Bilder seiner verstorbenen um sich geschart hat, mit denen er Selbstgespräche führt. Auch er ist mit der U-Bahn unterwegs - als Zugführer. Begleitet wird er in seiner Kabine von Sieglinde (Karin Düwel). Sie ist ihm von seinem Chef aufs Auge gedrückt worden und will für eine Weihnachtsüberraschung mit der Videokamera aus der Kanzel heraus filmen.
Zu den Fahrgästen gehört Werner Schnücke (Hans Klima), der in der Hauptstadt ist, um wie in jedem Jahr seinen Sohn Sebastian (Andreas Guenther) zu besuchen. Der hat sich überreden lassen, im Kindergarten von Dennis (Joel Eisenblätter), dem Sohn seiner Nachbarin Elke (Susanne Ugé), den Weihnachtsmann zu geben.
Das Kostüm leiht sich die abgebrannte Frau aus, um in dieser Verkleidung einen Discountmarkt zu überfallen, um Dennis und ihrer Tochter Simona (Ruth Krüger-Willkomm), die sich gerade über die Situation bei ihrer Mutter beschwert hat, endlich einmal ordentliche Geschenke kaufen zu können. Ein Plan, der aber aufgrund eines anderen raubenden Weihnachtsmannes scheitert.
Gescheitert ist auch der arbeitslose Schauspieler Alwin (Max Herbrechter), der am heutigen Tage zu einem Casting geht. Doch die Rolle, für die er vorspricht, ist der Komapatient in einer Arztserie und somit für seinen künstlerischen Anspruch höchst unbefriedigend. Daher nutzt er die Fahrgäste der U-Bahn, um endlich sein Talent beweisen zu können...