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Schöner Leben

Deutschland, 2006
Drama, 104 Minuten

Originaltitel
Schöner Leben

Kino-Start
15.11.2007

Regie
Markus Herling

Darsteller
Karin Düwel (Sieglinde Hüske), Klaus Gehrke (Otto Gerke), Susanne Ugé (Elke Neumann), Ruth Krüger-Willkomm (Simona Neumann), Joel Eisenblätter (Denis Neumann), Andreas Günther (Sebastian), Hans Klima (Werner Schnücke), Pasquale Aleardi (Josef Maurer), Isabella Parkinson (Maria Arslan), Max Herbrechter (Alwin Kastor), Paula Paul (Nadja Kastor), Hans Haasis (Herr Nägele)
Schöner Leben - Kinoplakat
In seinem ersten abendfüllenden Spielfilm erzählt Markus Herling, der als Regieassistent unter anderem für Sönke Wortmann gearbeitet hatte, die fünf Geschichten von Menschen, deren Wege sich allesamt in der Berliner U-Bahn kreuzen, und deren Schicksale auf wundersame Weise miteinander verknüpft sind. Auf der Berlinale 2006 wurde das Werk in der Reihe Perspektive Deutsches Kino gezeigt.

Am Heiligabend herrscht in Berlin ein ungemütliches, nasskaltes Wetter. Auf den Weihnachtsmärkten wird der letzte Müll weggekehrt. Und ausgerechnet für Joseph und Maria läuft es gar nicht gut: Maria (Isabella Parkinson) hat Joseph (Pasquale Aleardi) vor wenigen Monaten sitzengelassen, weshalb er ausgerechnet an den Feiertagen vor Selbstmitleid zerfließt. Wie viele andere auch, fährt er heute mit der U-Bahn, wo er Maria wiedertrifft.

Unter seiner Einsamkeit leidet auch der Witwer Otto (Klaus Gehrke), der in seinem Wohnzimmer Bilder seiner verstorbenen um sich geschart hat, mit denen er Selbstgespräche führt. Auch er ist mit der U-Bahn unterwegs - als Zugführer. Begleitet wird er in seiner Kabine von Sieglinde (Karin Düwel). Sie ist ihm von seinem Chef aufs Auge gedrückt worden und will für eine Weihnachtsüberraschung mit der Videokamera aus der Kanzel heraus filmen.

Zu den Fahrgästen gehört Werner Schnücke (Hans Klima), der in der Hauptstadt ist, um wie in jedem Jahr seinen Sohn Sebastian (Andreas Guenther) zu besuchen. Der hat sich überreden lassen, im Kindergarten von Dennis (Joel Eisenblätter), dem Sohn seiner Nachbarin Elke (Susanne Ugé), den Weihnachtsmann zu geben.

Das Kostüm leiht sich die abgebrannte Frau aus, um in dieser Verkleidung einen Discountmarkt zu überfallen, um Dennis und ihrer Tochter Simona (Ruth Krüger-Willkomm), die sich gerade über die Situation bei ihrer Mutter beschwert hat, endlich einmal ordentliche Geschenke kaufen zu können. Ein Plan, der aber aufgrund eines anderen raubenden Weihnachtsmannes scheitert.

Gescheitert ist auch der arbeitslose Schauspieler Alwin (Max Herbrechter), der am heutigen Tage zu einem Casting geht. Doch die Rolle, für die er vorspricht, ist der Komapatient in einer Arztserie und somit für seinen künstlerischen Anspruch höchst unbefriedigend. Daher nutzt er die Fahrgäste der U-Bahn, um endlich sein Talent beweisen zu können...



Film-Inhalt  


Otto (Klaus Gehrke) lässt sich von Sieglinde (Karin Düwel) bei der Geschenksuche beraten
Otto (Klaus Gehrke) lässt sich von Sieglinde (Karin Düwel) bei der Geschenksuche beraten


  Hintergrund


Joseph (Pasquale Aleardi) kann nicht vergessen
Joseph (Pasquale Aleardi) kann nicht vergessen

Nach Angaben von Markus Herling, der nicht nur das Drehbuch schrieb und "Schöner Leben" inszenierte, sondern auch produzierte, lag der Etat bei dreihundert Euro. Das scheint nun doch etwas untertrieben, dennoch kann dieser Film mit dem schönen Begriff "No Budget" belegt werden. "Nachdem ich das Drehbuch geschrieben hatte, wollte ich es umsetzen und die Energie in Vorbereitung investieren statt in den Prozess langen Wartens auf Ab- oder Zusagen von Geldgebern", meint Herling dazu. "Also entschloss ich mich loszulegen mit den finanziellen Mitteln, die ich selber zur Verfügung hatte und dem Wissen, was ich über die Herstellung von Filmen in meiner langjährigen Erfahrung als Regieassistent habe."

Das funktioniert natürlich nur, wenn man ein engagiertes Team von Technikern und Schauspielern findet, die bereits sind, für den künstlerischen Anspruch auf ihr Honorar zu verzichten. Bei der Suche half dem Filmemacher Casting-Agent Uwe Bünker. "Ich habe keine Castings gemacht, sondern die Schauspieler, die ich mir für verschiedene Figuren ausgesucht hatte, in deren Rollen Interviewt", beschreibt Herling den Ablauf. "Und so kamen wir gemeinsam den Figuren näher. Das war für mich und auch für die Darsteller einen neue, aber sehr gute Erfahrung."



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Schöner Leben" in der Regie von Markus Herling liefen am 15.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wir sagen Du! Schatz.
Drama, Deutschland, 2007

The Man who shot Chinatown - The Life and Work of John A. Alonzo
Dokumentation, Deutschland, USA, 2007

The 11th Hour - 5 vor 12
Dokumentation, USA, 2007

Takva - Gottesfurcht
Drama, Türkei, Deutschland, 2006

La Leon
Drama, Argentinien, 2006

King of California
Komödie, USA, 2007

Free Rainer - Dein Fernseher lügt
Mediensatire, Deutschland, Österreich, 2007

Ex Drummer
Sozialdrama, Belgien, 2007

Die Legende von Beowulf
Fantasy-Abenteuer, USA, 2007

Der Kindergarten Daddy 2
Komödie, USA, 2007

American Gangster
Drama, USA, 2007

Ebenfalls im Kino 




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