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Shoppen

Deutschland, 2006
Komödie, 90 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Shoppen

Kino-Start
03.05.2007

Regie
Ralf Westhoff

Darsteller
Sebastian Weber (Jörg), Anna Böger (Susanne), Felix Hellmann (Patrick), Katharina Schubert (Isabella), David Baalcke (Frank), Julia Koschitz (Susanna), Martin Butzke (Markus), Kathrin von Steinburg (Miriam), Matthias Bundschuh (Thorsten), Mediha Cetin (Mediha), Thomas Limpinsel (Egon), Lisa Wagner (Irina), Oliver Bürgin (Jens), Julia Heinze (Jasmin), Stephan Zinner (Jürgen)
Shoppen - Kinoplakat
Für Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Ralf Westhoff ist Speed Dating wie "Shopping". Dies ist auch der Titel seines Debütfilms: Wenn auch durchgängig mit Schauspielern besetzt, so doch im Stile einer Dokumentation gedreht, erzählt er vom Kennenlernen in seiner eiligsten und schnelllebigsten Form.

Speed Dating: Die schnelle Art des Kennenlernen in unserer schnelllebigen Zeit: Neun Frauen, neun Männer und ein Ziel: Den Partner fürs Leben - oder doch zumindest für den aktuellen "Lebensabschnitt" - zu finden.

18 paarungswillige Großstadt-Singles suchen beim Speed-Dating ein passendes Gegenstück beim jeweils anderen Geschlecht. Genau fünf Minuten haben sie jeweils Zeit, ihr Gegenüber kennenzulernen. Im Rennen gegen die Zeit kommt es darauf an, sich optimal zu präsentieren – und gleichzeitig den anderen abzuchecken.

Es geht scheinbar um Trivialitäten des Alltagslebens, wie Cappuccino und Gin Tonic, um Allergien und Hautausschlag, um Einkaufsgewohnheiten, Schnäppchen und Designerstücke, Sport und Hobbys - und doch geht es immer um die Sehnsucht nach tiefen Gefühlen.

Keine Zeit für Zimperlichkeiten, Romantik oder große Gefühle: Schließlich gilt es, die große Liebe des Lebens zu finden - oder doch zumindest einen Partner für eine Nacht. Am Ende werden die Karten allerdings noch einmal neu gemischt.

Wer hat wem gefallen? Wer mit wem wird sich bei einem zweiten Date wiedersehen? Kann so wirklich Freundschaft, ja Liebe ihren Ausgang nehmen?



Film-Inhalt  


Beim Speed Dating
Beim Speed Dating


  Vom Schneidetisch ins Kino


Ein Raum, 18 Singles
Ein Raum, 18 Singles

Gedreht wurde an nur 20 Tagen im Juni 2006 – mitten während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. "Alle anderen Filmproduktionen hatten ihre Drehs auf die Zeit nach der WM verschoben", erinnert sich Produzent Manfred Richter. "Es herrschte Panik, weil während der WM aus Sicherheitsgründen so gut wie keine Genehmigungen zum Filmen und zum Errichten von Halteverbot-Zonen erteilt wurden – und weil die Regisseure natürlich Angst hatten, dass ständig Fans mit Deutschland-Fahnen durchs Bild laufen würden. Aber für uns war das ideal: Weil wir die einzigen waren, bekamen wir alles an Ausrüstung und Manpower, was wir wollten. Nur Hardcore-Fußballfans haben uns gleich von vornherein abgesagt."

Als feststand, dass "Shoppen" bei den Internationalen Hofer Filmtagen seine Weltpremiere feiern sollte, erstellten die beiden Produzenten für die knappe verbleibende Zeit einen Post-Production-Plan: "Schnitt, Sounddesign, Lichtbestimmung, Titeldesign, Ausbelichten auf 35 mm – all diese Arbeitsschritte brauchen ihre Zeit und müssen aufeinander abgestimmt werden", erläutert Richter.

"Die Filmkopie wurde in letzter Minute fertig", bestätigt Richter. "Wir haben sie höchstpersönlich am Tag der Uraufführung nach Hof gefahren und dem Kinobetreiber in die Hand gedrückt. Das hat mir selbst einige schlaflose Nächte beschert."

Tatsächlich entwickelte sich "Shoppen" zum Publikumsrenner bei den 40. Hofer Filmtagen: Der Film wurde mit Begeisterungsstürmen gefeiert. "Eine so überwältigende Resonanz haben wir zwar erhofft, aber natürlich nicht erwartet", stellt Produzent Florian Deyle klar. "Vielleicht kommt der Erfolg auch daher, dass die Zahl der Singles im Vergleich zu den Paaren immer mehr wächst. Die Sorgen und Nöte der Singles sind überall die gleichen – und die spricht der Film sehr genau an, sehr gefühlvoll und mit großem Humor. Da gibt es viele Berührungspunkte: Jeder Zuschauer wird sich in der einen oder anderen Filmfigur wiederentdecken."



Speed-Dating war für mich ein schöner Rahmen, um das Porträt einer bestimmten Großstadt-Single-Generation zu zeichnen. Und ich wollte einen Schauspielerfilm mit spannenden Charakteren inszenieren. Ein Grundthema war für mich die Frage: Warum gibt es so viele Singles?

Warum fällt es uns so schwer, zusammenzufinden? Am Anfang von "Shoppen" sagt Susanne in der Boutique über ihren Traummann, er solle eifersüchtig und tolerant sein – da wird schon klar, dass die Ansprüche heutzutage manchmal ein bisschen übertrieben sind. Außerdem hat man irgendwann auch nicht mehr so viel Energie, jede Nacht um die Häuser zu ziehen, bis man eventuell jemanden kennenlernt.

Nach dem fünften Abend in irgendeiner Bar, wo man vergeblich auf eine interessante Begegnung gehofft hat, sitzt man übermüdet zuhause und sagt sich: Nein, es muss einen effizienteren Weg geben!

Speed-Dating!

Man lässt sich nicht mehr darauf ein, mühsam jemanden kennenzulernen und sich zu verlieben, sondern man hat klare Vorstellungen, man investiert, und dafür will man auch seine Ansprüche erfüllt haben. Für Geld bekommt man also potenziell passende Partner präsentiert: Wie beim Durchblättern der Kleiderbügel in einer Modeboutique darf man nachsehen, ob die gewünschten Eigenschaften in ausreichender Zahl vorhanden sind. Wir haben zwar verlernt, uns zu verlieben – aber einkaufen können wir.

Was liegt also näher als der Versuch, die Defizite mit bewährten Methoden auszugleichen? Etwas unromantisch vielleicht, doch unter Umständen effizient. Natürlich muss man sich in den fünf Minuten beim Speed-Dating knallhart selbst verkaufen. Dementsprechend steckt in meinem Filmtitel auch ein großes Fragezeichen: Ist das der richtige Weg, die Liebe zu finden, wenn man dafür bezahlt, sich Leute vorstellen zu lassen?



Ralf Westhoff über "Shopping"  


Beim romantischen Picknick
Beim romantischen Picknick
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Shoppen" in der Regie von Ralf Westhoff liefen am 03.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wir werden uns wiederseh´n
Tragikomödie, Deutschland, Schweiz, 2006

Spuren im Eis - The Prize of the Pole
Dokumentation, Dänemark, 2006

Spider-Man 3
Action, USA, 2007

Snow White - Sex, Drugs, Hip Hop und verlorene Träume
Drama, Schweiz, Österreich, 2005

One - Der Film
Dokumentation, USA, 2005

L`Avion - Das Zauberflugzeug
Drama, Frankreich, Deutschland, 2005

Das Mädchen das die Seiten umblättert
Thriller-Drama, Frankreich, 2006

Another Gay Movie
Komödie, USA, 2006



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