"Wir wollen diesen Krieg nicht, diese Gewalt, und wir sind beschämt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stammt." Diese Worte, bei einem Konzert im Londoner Shepherds Bush Empire von Natalie Maines, Leadsängerin der Dixie Chicks am Vorabend des US-Angriffs gegen den Irak auf der Bühne gesprochen, sollte für die Countrygirlband, die auf über dreißig Millionen verkaufte Albenzurückblicken kann, einen dramatischen Einschnitt in ihrer Karriere bewirken.
Vorangegangen war eine riesige Demonstration von mehreren hunderttausend Menschen angesichts der Entscheidung des US-Präsidenten George W. Bush, zusammen mit seinem Verbündeten, dem britischen Premierminister Tony Blair, entgegen die UN-Resolution in einer "Koalition der Willigen" den irakischen Diktator Saddam Hussein mir militärischer Gewalt zu entmachten und die behaupteten Massenvernichtungswaffen aufzuspüren.
Hatten die Dixie Chicks noch Anfang des Jahres 2003 beim Super Bowl die US-Hymne singen dürfen und sich damit auf den Olymp nationaler Gravität emporgeschwungen, löste die öffentlich geäußerte Meinung zum neuerlichen Golfkrieg zwei Monate später für eine gnadenlose Hetzjagd von republikanischen, nationalkonservativen und rechtsradikalen Kreisen. Eine treibende Kraft war die Gruppierug "Free Republic“, die über bemerkenswerten Einfluss bei den Radiosendern verfügt, zudem gab es unter der Zielgruppe der eher konservativ bis reaktionär eingestellten Hörer von Countrymusik eine ablehnende Haltung zu dem pazifistischen Statement der Dixie Chicks.
In der Folge boykottieren fast dreihundert Radiostationen fortan die Lieder des Countrytrios, ihre CDs werden aus den Läden verbannt oder gar verbrannt oder anderweitig vernichtet. Ihr Sponsor, der Teekonzern "Lipton" erwog sein Engagement für die Gruppe einzustellen. Doch die Dixie Chicks wehrten sich gegen diesen Feldzug, entschuldigten sich für ihre Wortwahl, aber nicht für die Kritik an Bush. Zudem nutzen sie die Chance, ihren Musikgeschmack nicht mehr am Mainstream orientieren zu müssen, und richten sich stilistisch neu aus.
Die Kamera hat die Dixie Chicks drei Jahre lang begleitet und zeigt sie bei ihrer Arbeit und im Privatleben. Der Zuschauer sieht die Musikerinnen bei Verhandlungen mit ihrem Manager, dem Plattenlabel und Sponsoren, zeigt sie zusammen mit ihren Familien und natürlich auch im Studio und auf der Bühne. So ist der Film auch ein Dokument, wie sich Künstler für freie Meinungsäußerung engagieren und dabei auch den Kampf mit den Medien und der Öffentlichkeit aufnehmen.