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Snakes on a Plane

USA, 2006
Action, 101 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Snakes on a Plane

Kino-Start
07.09.2006

Regie
David R. Ellis

Darsteller
Samuel L. Jackson (Nelville Flynn), Byron Lawson (Eddie Kim), Nathan Phillips (Sean Jones), Mark Houghton (John Saunders), Julianna Margulies (Claire Miller)
Snakes on a Plane - Kinoplakat
Die Angst vorm Fliegen ist wohl die am meisten verbreiteste Phobie der modernen Zivilisationsgesellschaft. Archetypischer, aber nicht weniger verbeitet dürfte die Angst vor Schlangen sein. Samuel L. Jackson ("Shaft", "Star Wars", "xXx", "S.W.A.T.") traktiert die Kino-Besucher in "Snakes in a Plane" gleich mit beiden.

Eddie Kim (Byron Lawson) ist einer der gefährlichsten, meistgesuchten Kriminellen Amerikas. Den Staatsanwalt, der gegen ihn ermittelt hatte, hat er bereits ins Jenseits befördert, und nun stellt er Sean Jones (Nathan Phillips) nach, einem Augenzeugen, der Kim schwer belasten könnte.

FBI-Agent Neville Flynn (Samuel L. Jackson) hat die Aufgabe, Jones auf einem Flug von Hawaii nach Los Angeles Geleitschutz zu geben, wo dieser vor der Grand Jury aussagen soll. Kim und seine Bandenmitglieder wollen um jeden Preis verhindern, dass Jones lebend in L.A. aus dem Flugzeug steigt.

Um Jones und Flynn zu stoppen, haben sich Kim und seine Leute eine ganz besondere Überraschung für Flugzeugpassagiere und -besatzung ausgedacht: Sie schmuggeln mit Hilfe von bestochenen Flughafen-Angestellten hunderte von Giftschlangen jeder Art und Größe in die Kabine und lassen sie nach den Start zeitversetzt frei. Die Kriechtiere, die durch Pheromone besonders aggressiv gemacht wurden, fallen über Crew und Fluggäste her und beißen sich buchstäblich in der Flugzeugtechnik fest.

In der allgemeinen Panik behalten nur zwei einen kühlen Kopf: Agent Flynn und die tapfere Flugbegleiterin Claire Miller (Julianna Margulies). Wechselseitig versuchen die beiden sich als Tierbändiger und Aushilfs-Piloten...



Film-Inhalt  


Alle Hände voll zu tun: Nelville Flynn (Samuel L. Jackson)
Alle Hände voll zu tun: Nelville Flynn (Samuel L. Jackson)


  Film-Kritik


Da fallen nicht nur Sauerstoffmasken von der Decke.
Da fallen nicht nur Sauerstoffmasken von der Decke.

Das war es schon fast, was die Story angeht. Noch schnell ein paar Stereotypen aus dem Archiv für Katastrophenfilme, und schon kann die Action losgehen. Davon gibt es reichlich, und dank der zahllosen Kriechtiere gibt es auch genügend Schockeffekte, um nur keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Witzige Ideen und knackige Sprüche wurden teils dem studioeigenen Internetblog entliehen und verhelfen zu einer angemessenen hektischen Atmosphäre. Eine gehörige Portion Selbstironie lassen es verschmerzen, dass hier wenig wirklich Neues passiert.

Auch wenn die CGI-Hilfe bei manchen Szenen erkennbar ist, so sind doch die Reptilien echt genug, um die Urinstinkte im Zuschauer zu erregen. Wer nicht mehr will als pure Unterhaltung, wird hier ordentlich bedient - wer mehr erwartet, ist einfach im falschen Film.



Nach den internationalen Transportbestimmungen der IATA sind Schlangen im Handgepäck an Bord von Flugzeugen verboten, und so ist auch bei der Flugsicherung aus der jüngeren Vergangenheit nur ein harmlos gebliebener Zwischenfall mit einer Schlange bekannt, die sich im Juni 2006 durch das Cockpit einer einmotorigen Privatmaschine in Gallipolis, Ohio, während des Landesanfluges schlängelte.

Im übertragenen Sinne sind "Snakes in the Cockpit" - also: "Schlangen im Cockpit", ein in der Fliegersprache durchaus gebräuchlicher Ausdruck: für kritische, angespannte Situationen während des Fluges. Letzteres inspirierte die Filmemacher der New Line Cinema. Auch Hauptdarsteller Samuel L. Jackson begeisterte sich an dem Titel: "Ich habe das Rollen-Angebot angenommen, noch bevor ich eine Seite des Drehbuchs gelesen hatte - nur wegen des Titels".

Bereits Monate vor dem Filmstart haben sich im Internet diverse Fan-Gemeinden gebildet. Ausschlaggebend dafür war ein Blog-Eintrag des Drehbuch-Autoren Josh Friedmann ("Die Rückkehr ins Paradies" (1998), "Krieg der Welten" (2005)), dem eine Mitarbeit an dem Film angeboten worden war, der aber dankend ablehnte. Wohl ein Fehler: Kaum wurde der Filmtitel bekannt - der ja zugleich eine mehr oder minder abschließende Inhaltsangabe darstellt - schossen diverse Internetseiten aus dem World Wide Web, die sich ausführlich mit eben diesen Phantasien beschäftigten. Mittlerweile kursieren diverse "hausgemachte" Video-Clips und Poster, und auch ein offiziell lizensiertes Comic-Buch zum Film ist in Vorbereitung.

Den unerwarteten, aber hoch willkommenden Internethype stachelte der Verleiher im März 2006 nochmals an, als er im Internet einen Wettbewerb bezüglich des Sountracks ausschrieb, den eine extra für dieses Projekt vom "Midtown"-Sänger Gabe Saporta ins Leben Gruppe mit dem passenden Namen "Cobra Starship" gewann.



Hintergrund  


Schlänget sich durch: Nelville Flynn (Samuel L. Jackson)
Schlänget sich durch: Nelville Flynn (Samuel L. Jackson)

► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Teaser-Poster► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Snakes on a Plane" in der Regie von David R. Ellis liefen am 07.09.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Water
Drama, Kanada, Indien, 2005

Sehnsucht
Liebes-Drama, Deutschland, 2006

News from Home
Dokumentation, Israel, Belgien, Frankreich, 2006

Le Chiavi di Casa - Die Hausschlüssel
Familiendrama, Italien, Frankreich, Deutschland, 2004

Hedy Lamarr: Secrets of a Hollywood Star
Dokumentation, Kanada, Schweiz, Deutschland, 2006

Friends with Money
Tragikomödie, USA, 2006

Das G muss weg
Dokumentation, Deutschland, 2006

Confetti - Heirate lieber ungewöhnlich
Komödie, England, 2006

Cars
Animation, USA, 2006



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