Für die zahlreichen Spezialeffekte und Stunt-Szenen in "Spiderman 3" zeichnen Effects Supervisor John Frazier und Second Unit Director Dan Bradley verantwortlich.
Ein Höhepunkt ihrer Arbeit ist jener Teil einer komplizierten Kampfszene zwischen Spider-Man und Sandman, die in einem U-Bahn-Schacht spielt: Eine gewaltige Wasserleitung, bricht und Sandman wird dadurch in den Abfluss gespült. Im Prinzip wollte Regisseur Sam Raimi, dass sich Sandman buchstäblich im Verlauf dieser Sequenz auflöst.
"Dies war die größte Wassernummer, an der ich je für einen Film gearbeitet habe", erinnert sich Frazier, der vorher immerhin die Special-Effects für "Poseidon" (2006) überwacht hatte.
"Wir haben rund 200.000 Liter Wasser benutzt, die durch ein Rohr schossen, das wiederum 15 Meter hinter unserem Set angebracht war. Wenn man diese Sequenz sieht, hat man den Eindruck, das Wasser sei eine Säule mit einem Durchmesser von fast zwei Metern. Wir höhlten das Zentrum des Rohrs aus und benutzten ein Ventil, um die Größe dieser Wassersäule kontrollieren zu können. Das Wasser zirkulierte, und zwar mit Hilfe von Pumpen, die in der Lage waren, pro Minute ca. elf Kubikmeter zurückzupumpen. Innerhalb von Minuten konnten wir damit unsere beiden Tanks wieder befüllen, wenn wir es für eine neue Szene brauchten."
Die Sequenz wurde mit acht Kameras aufgenommen: "In dieser Szene
entdeckt Spider-Man Sandmans Manko: Wasser. Dabei mussten wir einen
computergenerierten Sandman benutzen, denn der Wasserdruck wäre viel zu groß gewesen, um Thomas Haden Church oder einen Stuntman dem Ganzen auszusetzen. Wasser ist immer eine gewaltige Herausforderung an die visuellen Effekte, besonders in einer solchen Menge,
und unser Ziel war es, dass die Elemente der realen und der computergenerierten Effekte in dieser Sequenz nahtlos ineinander übergehen."