Der Evangelist Matthäus hat den Christen ihr wichtigstes Gebet nahegebracht. Im Vaterunser wird gleich nach der Preisung Gottes das leibliche Wohl des Menschen erwähnt. Der Titel "Unser täglich Brot" bezeichnet, welchen Stellenwert seit Anbeginn der Zeit die Nahrung als Grundlage des Lebens nicht nur für den Menschen hat. Dieses Filmische Kaleidoskop zeigt, wie der Homo Sapiens diese wichtige Angelegenheit mit den Mitteln der modernen Technik erledigt.
Die Mühe, die er seit seiner Zeit als Jäger und Sammler damit hatte, ist der weitgehend automatisierten Produktion in industriellem Maßstab gewichen. Die Herkunft der Lebensmittel, die meist in Supermärkten und Kaufhäusern den Endverbraucher erreichen, ist dem Bewusstsein entrückt.
Diese Dokumentation führt dem Zuschauer die Abläufe vor Augen, wie mittels Kultivierung unter Verwendung von Maschinen und Chemie unsere Nahrung beschafft wird. Pestizide und Insektizide werden von Flugzeugen oder Arbeitern im Schutzanzug versprüht. Die Ernte von Obst und Gemüse wird gezeigt, ob mit Traktoren in Obstplantagen, mit Mähdreschern auf Getreidefeldern, mit Landmaschinen bei der Kartoffelernte oder mit Rüttelmaschine, die Olivenbäumen zu Leibe rücken. In riesigen Gewächshäusern warten Salat und Tomaten darauf, eingesammelt, sortiert und verpackt zu werden.
Auch tierische Produkte werden maschinell verarbeitet: Auf Geflügelfarmen werden die Tiere gefüttert, automatisiert eingefangen und weiterverarbeitet. Bei der Legehennen-Produktion werden die unnützen männlichen Küken zur Tötung aussortiert. Die Kamera zeigt, wie Fische aus dem See, in dem sie gezüchtet und aufgezogen wurden, von Schäuchen aufgesaugt und dem Fließband zugeführt werden.