Forja ist der Name einer Fabrik für Autoteile in einem Vorort von Buenos Aires. Der Einbruch der argentinischen Wirtschaft hatte zu einem massiven Rückgang des Absatzes geführt, und auf Druck der Investoren hat das Unternehmen den Betrieb eingestellt. Zuvor hatte die Regierung noch großzügige Subventionen gewährt, doch dank Missmanagement wurden bereits Monate vor der Schließung keine Löhne mehr ausbezahlt.
In einem Land mit sprunghaft gestiegener Arbeitslosigkeit besteht für die wenigsten Angestellten die Chance, eine neue Arbeit zu finden. Die Arbeiter sind der Überzeugung, dass die noch funktionierende Fabrik eigentlich wirtschaftlich zu betreiben wäre. Eine Gruppe von dreißig Entlassenen besetzen, bewaffnet mit Steinschleudern, das stillgelegte Fabrikgebäude, richten sich häuslich ein und beginnen, wieder einen Produktionsbetrieb aufzubauen. Man versucht Aufträge zu beschaffen, die teils maroden Maschinen wieder flottzukriegen sowie Werkzeug und Werkstoffe zu besorgen.
Die Belegschaft bildet eine Kooperative nach demokratischen Prinzipien, die Freddy Espinoza zum Vorsitzenden wählt. Dabei können sie auf die Unterstützung von Lalo Paret zählen, der die "Movimiento Nacional de Fábricas Recuperadas" leitet. Diese Bewegung war nach dem politischen Zusammenbruch Anfang des Jahrtausends entstanden und hatte bereits zuvor viele Fabrikübernahmen im Lande mitorganisiert nach dem Motto "Besetze, widerstehe und produziere!", so etwa bei der Keramikfabrik Neuquén, die von den rebellischen Arbeitern in "FaSinPat" (Fabrik ohne Chefs) umbenannt wurde.