Auf der Suche nach dem idealen Schauplatz sahen sich die Filmemacher in Louisiana um.
"Louisiana ist ungewöhnlich reizvoll, man findet dort wunderbare Häuser“, sagt Regisseur Stephen Hopkins. "Und es hat sich ein wenig von seinen Geheimnissen bewahrt. Genau das brauchten wir für den Ort Haven – die Handlung spielt zwar in der Gegenwart, aber dennoch ist das Städtchen von der Außenwelt praktisch abgeschnitten."
Der für die Drehorte verantwortliche Peter Novak stellte dem Filmteam ihr Haven vor: St. Francisville (1712 Einwohner), laut Novak ein Ort mit "wunderschöner Landschaft, eine Reihe spektakulärer viktorianischer Häuser, eine Gemeinde mit gelassenen, bunt zusammengewürfelten Leuten".
Dazu Produzent Joel Silver: "Das Ambiente passt perfekt: Der bröckelnde Charme der Plantagenhäuser, Sümpfe, tiefe Wälder..."
Schon die Stadtgeschichte empfiehlt sich als Filmhintergrund. Dazu Hopkins: "Vor 120 Jahren wurde der Ort durch ein Hochwasser zerstört. Dazu gibt es viele Fotos im Stadtmuseum, auf denen man das Ausmaß der Überschwemmung erahnen kann. Nach der Zerstörung des Ortes zog die ganze Stadt um auf einen Hügel, weg von den Sümpfen. Ich überlegte: 'Haben die Menschen damals wohl ihren Glauben verloren?' Also dient uns St. Francisville als Vorbild für Haven."
Die Dreharbeiten verliefen planmäßig, alle Eventualitäten waren bedacht ... und dann brach Hurrikan Katrina los.
Produzent Herb Gains war schon im Frühsommer am Drehort gewesen und hatte damals bereits eine ähnliche Hurrikan-Warnung miterlebt. Deshalb hatte er schon im Vorfeld zusammen mit dem Sicherheitschef von Warner Bros. einen Evakuierungsplan ausgearbeitet. "Als deutlich wurde, dass der Sturm sich auf uns zubewegte, haben wir 120 Leute rausgeholt", erinnert sich Gains. "Unser Flugzeug war das letzte, das in Baton Rouge startete. Aber ein paar Leute ließen wir vor Ort zurück, um zu beobachten, was passierte, und um alles wieder ins rechte Lot zu bringen, bevor wir mit dem gesamten Team zurückkehrten."
Nur zwei Wochen nach Katrina sah sich die Produktion durch den Hurrikan Rita erneut ernsthaft, aber zum Glück nur kurz bedroht. Die Schauplätze wurden durch beide Unwetter nur unwesentlich beschädigt, aber viele der Mitwirkenden hatten persönliche Verluste zu verkraften. Gains erinnert sich: "Der erste Drehtag danach war sehr bewegend. Viele brachen in Tränen aus. Aber grundsätzlich waren wir uns einig, dass wir bleiben und die Menschen in der Region beim Wiederaufbau unterstützen mussten."