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TKKG und die rätselhafte Mind-Machine

Deutschland, 2006
Kinderkrimi, 117 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
TKKG und die rätselhafte Mind-Machine

Kino-Start
28.09.2006

Regie
Tomy Wigand

Darsteller
Jannis Niewöhner (Peter "Tim" Carsten), Jonathan Dümcke (Karl Vierstein), Lukas Eichammer (Willi "Klößchen" Sauerlich), Svea Bein (Gabriele "Gaby" Glockner), Hauke Diekamp (Kevin Sudheim), Jürgen Vogel (Kommissar Emil Glockner), Ulrich Noethen (Herr Manek), Jeanette Hain (Eleonora), Robert Dölle (Weltmann), Anna Hausburg (Nadine), Anna Schudt (Frau Glockner), Ruby Kossin (Claudia), Nicolas Christl (Martin), Johann Hillmann (Benjamin "Benni" Küsters), Helmfried von Lüttichau (Hackspecht)
TKKG und die rätselhafte Mind-Machine - Kinoplakat
Mit der Verfilmung von Jugendromanen haben die Produzenten Uschi Reich und Peter Zenk reichlich Erfahrung: Für die Constantin-Film brachten sie schon Erich Kästners "Das Fliegende Klassenzimmer", "Emil und die Detektive" und "Die wilden Hühner" auf die Leinwand. Unter der Regie von Tomy Wigand ("Das fliegende Klassenzimmer") folgt mit "TKKG" ein weiterer Film nach Vorlage einer der erfolgreichsten Jugendbuch-Serien überhaupt.

Tim (Jannis Niewöhner), ein sportbegeisterte, mutiger Junge, Karl (Jonathan Dümcke), Computer-Genie und Schnelldenker, Klößchen (Lukas Eichhammer), dessen Eltern eine Schokoladenfabrik besitzen und Gaby (Svea Bein), Tochter von Kriminalkomissar Emil Glockner (Jürgen Vogel): Das sind TKKG. Vormittags sind sie ganz normale Internats-Schüler, doch in ihrer Freizeit verwandeln sie sich in wahre Profi-Detektive, die auch die schwersten Fälle lösen.

Und Profi-Detektive sind gefragt, an der Schule der vier Freunde: Ihr Bekannter und Mitschüler Kevin Sudheim (Hauke Diekamp) hat mit der Erfindung einer "Mind-Maschine" offenbar einen großen Wurf gemacht: Er gewinnt den ersten Preis bei "Jugend Forscht" für sein Gerät, eine Art Nürnberger Trichter, der Lernen und Hausaufgaben auf elektonischem Wege erheblich vereinfachen soll. Doch als er seine Erfindung in der Schule vorstellen soll, stammelt er nur ein paar Worte, rennt weg und ist von Stund an verschwunden.

Aber nicht nur Kevin verschwindet spurlos, plötzlich ist auch seine Freundin Nadine (Anna Hausburg) wie vom Erdboden verschluckt. Und noch weitere Kinder werden vermisst. Schüler, Lehrer und Eltern wissen keinen Rat...

Das ruft TKKG auf den Plan. Sie stürzen sich in die Ermittlungen. Was hat es mit einem mysteriösen schwarzen LKW auf sich? Wer sind die vermummten Männer auf Motorrädern? Was geht im Keller von Kevins Haus vor sich? Und was hat ihr Bio-Lehrer Manek (Ulrich Noethen) mit all dem zu tun? Je näher die Vier der Lösung des Falles kommen, je größer wird auch die Gefahr für TKKG selbst...



Film-Inhalt  


TKKG: Klößchen (Lukas Eichhammer), Karl (Jonathan Dümcke), Gaby (Svea Bein) und Tim (Jannis Niewöhner)
TKKG: Klößchen (Lukas Eichhammer), Karl (Jonathan Dümcke), Gaby (Svea Bein) und Tim (Jannis Niewöhner)


  TKKG - eine Erfolgsmarke


Bio-Lehrer Manek (Ulrich Noethen)
Bio-Lehrer Manek (Ulrich Noethen)

1979 veröffentlichte der Redakteur und Autor Rolf Kalmuczak unter dem Pseudonym Stefan Wolf mit dem Titel "Die Jagd nach den Millionendieben" den erste Band einer Jugendbuchreihe, die dank ihres Erfolgs in kurzer Zeit eine dreistellige Zahl von Fortsetzungen nach sich zog. TKKG - das ist das Akronym für die vier jugendlichen Amateur-Detektive Tarzan (aus lizenzrechtlichen Gründen wurde daraus später "Tim"), Karl, Klößchen und Gaby. Zusammen mit deren Hund, dem Cockerspaniel Oskar, löst das Quartett seither knifflige und gefährliche Kriminalfälle.

Neben "Fünf Freunde“ von Enid Blyton und "Die drei ???" von Robert Arthur, geschrieben unter dem Pseudonym "Alfred Hitchcock", ist TKKG die erfolgreichste Serie von Jugend-Krimis. Der Boom ist allerdings neben den vom Schreibwaren-Hersteller Pelikan verlegten Büchern vor allem den seit 1981 vertriebenen Hörspielen zu verdanken, die unter dem Label Europa vermarktet werden (mittlerweile Sony BMG), zunächst auf MC-Musikkassette, bis Folge 12 gar noch auf LP-Langspielplatte, seit 1994 auch auf CD.

Auch die Drehbücher für die Hörspiele sind unter Pseudonym entstanden: Zunächst schrieb sie Hans Gerhard Franciskowsky unter dem Namen H. G. Francis nach Vorlage der Bücher, später begann dann Kalmuczak, die Skripte zu den Hörspielen selbst zu schreiben, zeitweise unterstützt von André Minninger. Die vier Sprecher der Hauptrollen, Sascha Draeger, Niki Nowotny, Manou Lubowsky und Veronika Neugebauer, zu Beginn der Hörspiele noch im Kindesalter, machten auch jenseits der 30 Jahre weiter - das Publikum hatte sich schlicht an sie gewöhnt.



Sie spielen einen Biologielehrer namens Manek...

Das ist nicht nur irgendein Lehrer, sondern ein Pädagoge mit Leib und Seele! Er hat Spaß am Wissen. Und daran, sein Wissen zu vermitteln. Er liebt es, wenn die Schüler zu ihm Vertrauen fassen und er ihnen etwas vermitteln kann. Dass es nicht nur toter Stoff ist, der gepaukt wird, sondern dass er den Schülern über dieses Wissen hinaus noch etwas mitgeben kann, das ihnen später im Leben einmal hilfreich sein kann.

Das ist nun schon Ihre zweite Lehrerrolle. Schöpft man da aus den Erinnerungen an die eigene Schulzeit?

Im Laufe seiner Schullaufbahn lernt man natürlich jede Menge Lehrer kennen. Es gibt diejenigen, zu denen man ungern in den Unterricht geht. Warum? Weil man sie als ungerecht und langweilig empfindet. Weil man nicht den Eindruck hat, dass sie mit dem Herzen bei der Sache sind, sondern nur Dienst nach Vorschrift machen, was man aber erst später auch so benennen kann. Und es gibt glücklicherweise die anderen Lehrer, die mit Begeisterung unterrichten. Bei denen der Unterricht Spaß macht. Weil man sich auch selber angesprochen fühlt und weil das, was diese Menschen vermitteln, über den Stoff hinausgeht. Ich hatte früher eine Lehrerin, die so war, und ich denke heute noch gerne an Frau Süßemilch zurück. Ich glaube, es war einfach die Tatsache, dass sie mit uns im Gespräch war. Sie stand nicht nur vorne und hat uns etwas erzählt, sondern sie hat sich gekümmert und wirklich Anteil genommen. Das fand ich klasse, und als ich dann diese Schule verlassen musste, weil wir umgezogen sind, da habe ich den Verlust von Frau Süßemilch als wirklich groß empfunden.

Was hat Sie besonders gereizt an der Rolle?

Ich glaube, es war die Widersprüchlichkeit. Denn Manek ist kein Gutmensch. Keiner, von dem man sagt: So ein netter Kerl. Der hat Ecken und Kanten, der ist auch ungerecht und verletzlich. Er hat auch einen teilweise recht übersteigerten Ehrgeiz. Spannend ist, dass jemand eben trotz dieser Schwächen oder gerade deswegen liebenswert sein kann und das Vertrauen seiner Schüler besitzt. Aber auch die Kinder sehen seine dunklen Seiten und vermuten, da könnte etwas im Busch sein. Manek gerät ja nicht umsonst bei seinen Schülern unter Verdacht.

Kannten Sie TKKG schon vor den Dreharbeiten?

Nein, TKKG war mir kein Begriff. Es mag sein, dass früher ein Buch im Zimmer meiner Tochter aufgetaucht war, aber TKKG gehörte nicht zu ihren absoluten Lieblingsbüchern. Ich bin da also vollkommen unbeleckt gewesen. Ich kenne allerdings einige Kollegen, die schon seit vielen Jahren die Stimmen auf den Hörspiel-Kassetten sprechen. Daher ist mir bekannt gewesen, was sich hinter der Abkürzung verbirgt, aber mehr konnte ich damit nicht verbinden.

Was ist das Besondere an TKKG?

Ich denke, dass TKKG für einen Kinder- oder Jugendfilm ein sehr erwachsenes Element in sich trägt. Der Film malt die Welt nicht ausschließlich in bunten Farben, sondern es gibt da wie im wirklichen Leben auch ein düsteres, bedrohliches Element. Man taucht in den Film ein, begibt sich auf eine Reise und kommt anschließend wieder heraus und kann dann sagen: Das war eine tolle Sache!



Interview: Ulrich Noethen  


Klößchen (Lukas Eichhammer) in der Mind Maschine
Klößchen (Lukas Eichhammer) in der Mind Maschine
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "TKKG und die rätselhafte Mind-Machine" in der Regie von Tomy Wigand liefen am 28.09.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zwei Mädchen aus Istanbul
Drama, Türkei, 2005

World Trade Center
Drama, USA, 2006

The Take - Die Übernahme
Dokumentation, Kanada, Argentinien, 2004

Science of Sleep - Anleitung zum Träumen
Tragikomödie, Frankreich, 2006

Mañana al mar
Dokumentation, Deutschland, Spanien, 2006

Klick
Tragikomödie, USA, 2006

Bierfest
Komödie, USA, 2006

Benjamin Blümchen - Seine schönsten Abenteuer
Zeichentrick, Deutschland, Luxemburg, 1997



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