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Die Todeskandidaten

USA, 2007
Action-Thriller, 109 Minuten, FSK: 18

Originaltitel
The Condemned

Kino-Start
29.11.2007

Regie
Scott Wiper

Darsteller
Steve Austin (Conrad), Vinnie Jones (McStarley), Robert Mammone (Breckel), Tory Mussett (Julie), Manu Bennett (Paco), Madeleine West (Sarah Cavanaugh), Rick Hoffman ('Goldy' Goldman), Christopher Baker (Eddie C)
Die Todeskandidaten - Kinoplakat
Als 1987 der Grazer Bub und spätere Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, nach der Buchvorlage von Stephen King in der Rolle eines zum Tode verurteilten zum Amüsement eines TV-manipulierten Publikums auf der Leinwand um sein Leben kämpfte, war das bei aller Action auch als medien- und gesellschaftskritische Warnung zu interpretieren. Letzteren Anspruch kann man Scott Wipers thematisch ähnlich gelagertem, knochenbrecherischen Action-Spektakel "Die Todeskandidaten" wohl nur mit reichlichem Wohlwollen zusprechen, welches die Bundesprüfstelle jedenfalls nicht aufbrachte und dem Film eine Jugendfreigabe verweigerte.

Joe Conrad (Steve Austin) sitzt in einem südamerikanischen Gefängnis ein. Ihn erwartet die Todesstrafe. Doch zu seiner eigenen Überraschung wird er von dem TV-Produzenten Breckel (Robert Mammone) freigekauft, geht damit allerdings auch in dessen "Eigentum" über.

Mit dem Ziel, die üppigen Einschaltquoten der letzten Übertragung des Super Bowl möglichst noch zu übertreffen, hat sich der ebenso geschäftstüchtige wie gewissenlose Breckel seine eigenen und recht eigenwilligen Wettkämpfe ausgedacht:

Conrad soll auf einer kleinen Insel im Pazifik zusammen mit neun anderen Strafgefangenen, die Breckel alle auf ähnliche Art und Weise "erworben" hat, um sein Leben kämpfen - gegeneinander, auf Leben und Tod. Wer als letzter diesen modernen Gladiatorenkampf überlebt, dem winkt die Freiheit... Das komplette Spektakel wird im Internet live übertragen. Wetten werden gerne angenommen.

Die Sendung entwickelt sich allerdings zunächst anders, als sich deren Macher vorgestellt haben: Erst stirbt einer der Kandidaten ganz ohne "Feindeinwirkung" durch eine Unfall, und dann identifiziert auch noch das FBI Conrad als einen der Ihren: Sein wirklicher Name ist Jack Riley, der bei einer verdeckten Aktion in El Salvador verhaftet wurde.

Während auf der Insel eifrig Knochen gebrochen werden, machen sich die amerikanischen Behörden ganz unnötigerweise auf die Suche, um der Sache ein Ende zu bereiten, haben sie doch mit Condrad alias Jack bereits einen eigenen Vertreter auf der Insel, der mit den neun sich ständig selbst dezimierenden anderen Todeskandidaten ebenso fertig wird, wie anschließend auch noch mit den Machern der Show...



Film-Inhalt  


Hier muss die Insel sein
Hier muss die Insel sein


  Hintergrund


Gleich hat das Übertragungszentrum Sendepause
Gleich hat das Übertragungszentrum Sendepause

"Die Todeskandidaten" sind eine Produktion der "World Wrestling Entertainment, Inc." (WWE), und so sind folglich auch die Hauptdarsteller Steve Austin, Vinnie Jones und Rick Hoffman durchweg keine gelernten Schauspieler, sonder sämtlichst ehemalige Show-Catcher.

Der Plot selbst zeigt auffällige Übereinstimmungen zu der japanischen Produktion "Battle Royale" von 1999, welche wiederum - auch wenn auf einem eigenständigen Roman beruhend - nicht ihre thematische Anlehnung an Paul Michael Glasers "The Running Man" von 1987 verleugnen kann, in dem einst nach der Buchvorlage von Stephen King der spätere Gouverneur von Kalifornien und frühere Steiermarker Bodybuilder Arnold Schwarzengger um sein Leben kämpfte.

In den USA liefen "Die Todeskandidaten" unter dem Originaltitel "The Condemned" ab dem 27. April 2007 auf der Kinoleinwand um ihr Leben. Der Film erntete durchweg herbe negative Kritiken für zahlreiche logische Brüche und exzessive Gewalt. Währen der Film in den USA ein "R"-Rating bekam ("frei ab 16"), erhielten "Die Todeskandidaten" in Deutschland keine Jugendfreigabe.

Von den rund 20 Millionen Dollar Produktionskosten wurden einschließlich der zwischenzeitlich erfolgten DVD-Release in den USA nur 7,4 Millionen Dollar wieder hereingeholt.

Dieser wirtschaftliche Flop sorgte auf der Jahreshauptversammlung der Aktionäre der WWE für einigen Diskussionsstoff, wobei sich die Vorwürfe allerdings vorwiegend gegen den US-Verleih Lions Gate richteten und nicht etwa gegen Drehbuch, Regie oder Darsteller.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Die Todeskandidaten" in der Regie von Scott Wiper liefen am 29.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Warum Männer nicht zuhören - und Frauen schlecht einparken können
Romantikkomödie, Deutschland, 2007

Snipers Valley
Kriegsdrama, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, 2007

Schwerter des Königs - Dungeon Siege
Fantasy-Abenteuer, Deutschland, USA, Kanada, 2007

Nichts als Gespenster
Drama, Deutschland, 2007

Mr. Brooks - Der Mörder in Dir
Thriller, USA, 2007

Morgen, Findus, wird´s was geben
Zeichentrick, Schweden, Dänemark, England, Ungarn, 2005

Hunting Party
Abenteuer-Komödie, Bosnien, Kroatien, 2007

Hotel Very Welcome
Komödie, Deutschland, Indien, Thailand, 2007

Hoffnung - Der große Sprung ins Glück
Familienfilm, Schweden, Deutschland, 2007

Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
Thriller, USA, 2007

Die Gebrüder Weihnachtsmann
Komödie, USA, 2007

Der Mann von der Botschaft
Drama, Deutschland, Georgien, 2006

Bruno Manser - Kampf um den Regenwald
Dokumentation, Schweiz, Borneo, 2007

Ebenfalls im Kino 




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