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Tödliche Verbindungen

Deutschland, 2006
Krimi-Komödie, 82 Minuten

Originaltitel
Tödliche Verbindungen

Kino-Start
13.09.2007

Regie
Edgar Kraus

Darsteller
Adnan Erten (Kommissar Walter Degenhardt), Luky Zappatta (Kommissar Rio Hartmann), Liane Sellerer (Conny Sageder), Falk Janisch (Hans Miller), Herbert Übelacker (Polizeichef Herbert Übelacker), Karin Steiner (Angelika Fritsch), Jürgen Reif (Gerichtsmediziner Reiser), Renate Beck (Vermieterin Frau Burgmeister), Annette Weschki (Reporterin Elke F.), Peter Thum (Anwalt Dr. Hartl), Stephan Schneider (Polizist Stevie), Christian Wolf (Kommissar i. R. Horst Schneider), Jessi Koehnen (Christine Uebelacker), Sybille Janisch (Frau Miller), Max Rauffer (Chefarzt), Inge Dünzl (Frau Degenhardt), Helmuth Neumeier (Barkeeper), Peter Gambs (Polizist JVA), Alexander Surauer (Musiker 1), Laurie Jones (Musiker 2), Christian Fuchs (Vorarbeiter Kummer), Florian Eckert (Schorsch), Florian Gmeiner (Benno Berghammer jun.)
Tödliche Verbindungen - Kinoplakat
Ein mysteriöser Todesfall, aufgeführt in einem Buch über skurrile Kriminalfälle, hatte die Filmemacher von "Tödliche Verbindungen", Edgar Kraus und Markus Kleinhans, zu ihrem Werk angeregt. In dieser Heimat-Krimikomödie wird der Fall des "Tampon-Mordes" auf bayrisch-heitere Weise filmisch aufbereitet zu einer "Tölzer Mordsgeschichte".

Im Frühling des Jahres 1978 sorgt im oberbayrischen Bad Tölz ein mysteriöser Todesfall für Rätselraten bei Polizei, Presse und Bevölkerung. Die Leiche der Verkäuferin Angelika Fritsch (Karin Steiner) wird aufgefunden und in die Gerichtsmedizin verbracht. Dort stellt der Pathologe Reiser (Jürgen Reif) die Todesursache fest: Die Frau wurde mit Blausäure vergiftet. Allerdings sind keine offensichtlichen Spuren einer Giftaufnahme am Körper zu finden.

Wie ihr die tödliche Dosis verabreicht wurde, und ob es sich um Mord, Selbstmord oder einen Unfall handelt, ist schleierhaft. Polizeichef Herbert Übelacker ärgert sich über diese angesichts vierzehn bundesweit gesuchter Terroristen scheinbar unbeutende Angelegenheit und beauftragt die beiden Kommissare Walter Degenhardt (Adnan Erten) und seinen Miesbacher Kollegen Rio Hartmann (Luky Zappatta) mit der Aufklärung des Falles.

Reporterin Elke F. (Annette Weschki) vom Tölzer Kurier bedrängt Degenhardt, weil sie sich von ihm weiterführende Informationen erhofft, doch auch, weil sie ihm privat näher kommen will - und das, obwohl er seit zehn Jahren mehr oder weniger glücklich mit seiner Frau (Inge Dünzl) verheiratet ist. Die mündliche Befragung durch Elke kommt ihr allerdings irgendwie merkwürdig vor.

Sein Kollege Hartmann vertieft sich ebenfalls weiter in den Fall, als es nach der strengen Dienstvorschrift eigentlich zulässig ist, und lässt sich auf eine gefährliche Liaison mit der Zeugin Conny Sageder (Liane Sellerer) ein, was Degenhardt dem Halodri prompt zum Vorwurf macht.

Derweil führen die Ermittlungen zu ersten Ergebnissen: Die Spur führt zum Dachauer Chemiearbeiter Hans Miller (Falk Janisch), dem heimlichen Liebhaber von Angelika Fritsch, der seine Frau (Sybille Janisch) hintergangen hatte. Die beiden hatten sich erotische Briefe geschickt und darin gar gegenseitig ihre Schamhaare ausgetauscht. Solche Sexpraktiken prädestinieren ihn geradezu zum Verdächtigen...



Film-Inhalt  


Haben eine schwere Nuss zu knacken: Hartmann (Luky Zappatta) und Degenhardt (Adnan Erten)
Haben eine schwere Nuss zu knacken: Hartmann (Luky Zappatta) und Degenhardt (Adnan Erten)


  Hintergrund


Ihn nervt der neue Fall: Polizeichef Übelacker
Ihn nervt der neue Fall: Polizeichef Übelacker

Am spannendsten sind häufig die Geschichten, die das Leben schrieb. Erst recht, wenn sie ihre Wege in die Polizeiarchive und Redaktionsstuben der Lokalzeitungen finden. So hatten Maximilian Czysz und Christoph Schnitzer, zwei Redakteure vom Tölzer Kurier, 2003 eine Sammlung von dreißig solcher kurioser Kriminalfälle unter dem Titel "Mordsgeschichten aus Bad Tölz und dem Isarwinkel" als Buch veröffentlicht.

Einer dieser Fälle hatte es den beiden Freunden Edgar Kraus und Markus Kleinhans, die bis dahin schon einige Kurzfilme produziert hatten, angetan: Der von den Medien damals als "Tampon-Mord" titulierte Kriminalfall hatte zu umfangreichen Ermittlungen geführt und ein langwieriges Gerichtsverfahren in Gang gesetzt.

Der Angeklagte, dem zum Vorwurf gemacht wurde, sein Opfer mit in Blausäure getränkten Tampons ermordet zu haben, war Hilfsarbeiter einer Chemiefirma in Dachau. Im Prozessverlauf wurde allerdings die Möglichkeit aufgeworfen, dass die Frau auch Opfer eines bizarren Sexspiels geworden sein könnte. So lautete das Urteil schließlich zwei Jahre Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung.



Die beiden Freunde Markus Kleinhans, der als Event-Manager in der Autoindustrie sein Geld verdient, und Edgar Kraus, der unter anderem an der Serie "Stunt Junkies" als Fallschirmspringer beteiligt war und während der Dreharbeiten tödlich abstürzte, hatten bereits einige Kurzfilme zusammen verwirklicht und wollten ursprünglich auch "Tödliche Verbindungen" als Kurzfilm drehen.

Doch während der fast dreijährigen Dreharbeiten mauserte sich das Projekt zu einem ausgewachsenen Kinofilm. Da kein finanzstarkes Studio hinter dem Werk stand und somit auch kein Budget vorhanden war, um eine Riege von Profischauspielern zu bezahlen, wurde ausschließlich auf Laiendarstellern zurückgegriffen.

Das Drehbuch und auch die Überzeugungskraft der beiden Produzenten halfen aber, eine ganze Reihe prominenter Mitstreiter für "Tödliche Verbindungen" zu gewinnen. So waren die Tölzer TV-Größen Ottfried Fischer und Ruth Drexel beteiligt, von denen ersterer Florian Gmeiner seine Stimme lieh, der den "Bullen von Tölz" Benno Berghammer in jungen Jahren spielt. Zudem sind mit Max Rauffer und Florian Eckert zwei Skirennläufer von der Partie.



Vom Kurz- zum Kinofilm  


Degenhardt und Hartmann erfahren Neues von Reiser (Jürgen Reif)
Degenhardt und Hartmann erfahren Neues von Reiser (Jürgen Reif)

  Wann die Musi spuit


Schorsch (Florian Eckert) und Kumpel im SL Roadster
Schorsch (Florian Eckert) und Kumpel im SL Roadster

Verantwortlich für den Soundtrack von "Tödliche Verbindungen" war Michael Armann. Der gebürtige Straubinger hat sich als Komponist und Pianist einen Namen gemacht. Er begleitet Hanns Meilhamer und Claudia Schlenger alias "Herbert & Schnipsi" auf dem Klavier. Ferner hat er die Filmmusik für Fernsehproduktionen wie "Nach Erzleben" und "Wie das Leben spielt" komponiert.

Der Darsteller von Kommissar Rio Hartmann, Luky Zappatta, ist gelerner Schreiner sowie Namensgeber und Leader einer Band, deren Musik als "Bayerisch-Rock" bezeichnet wird. Zum Ensemble gehören unter anderem Reini Klein am Schlagzeug, Jörn Groß am Keyboard und Gitarrist Manfred Griemert. Von dieser Band stammt der Titelsong zu "Tödliche Verbindungen".

Ferner sind auch die Bananafishbones beteiligt, eine Lokalgröße aus Bad Tölz, die bereits zahlreiche Alben veröffentlich haben. Ihre Musik ist auch in einigen anderen deutschen Filmproduktionen zu hören, so die Reihe "Die Wilden Kerle", "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" oder "Wer früher stirbt ist länger tot".



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Tödliche Verbindungen" in der Regie von Edgar Kraus liefen am 13.09.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zimmer 1408
Horror-Thriller, USA, 2007

Yella
Romantik-Drama, Deutschland, 2007

Sisters in Law
Dokumentation, England, Kamerun, 2005

Salvador - Kampf um die Freiheit
Drama, Spanien, England, 2007

Rezept zum Verlieben
Komödie, USA, 2007

Paulas Geheimnis
Familienfilm, Deutschland, 2007

Mit Mistgabel und Federboa - Farmer John
Dokumentation, USA, 2005

Könige der Wellen
Animation, USA, 2007

Ein Mutiger Weg
Thriller-Drama, USA, England, 2007

Die Regeln der Gewalt
Krimidrama, USA, Kanada, 2007

Death Sentence - Todesurteil
Actiondrama, USA, 2007

Ebenfalls im Kino 




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