Die Lebensbedingungen für die Familien im Nordwesten der Mongolei waren immer schon hart. Vor dem Hintergrund der wachsenden Industrialisierung in China werden die traditionell nomadenhaft mit ihren Herden durchs Land ziehenden Mongolen von den Behörden dazu gedrängt, sich in der Nähe der großen Siedlungen niederzulassen und dort sesshaft zu werden, um als Bauern zu arbeiten.
Die hübsche Tuya weigert sich bislang, ihr Weideland zu verlassen, obwohl ihr Mann Bater bei einem Unfall beide Beine verloren hat. Die Anforderungen, den behinderten Gatten zu pflegen, ihre beiden Kinder aufzuziehen und ihre aus hundert Schafen bestehende Herde zu versorgen, setzen ihr zu. So fordert das entbehrungsreiche Leben irgendwann seinen Tribut.
Bater hatte seine Frau schon länger darauf gedrängt, sich von ihm zu trennen, wodurch ihre Belastung mit einem neuen Mann für sie erträglicher werde. Das hatte Tuya bisher immer abgelehnt, doch nun, als sie erkrankt, willigt sie endlich in die Scheidung ein.
Allerdings gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Ersatz schwieriger als gedacht. Zwar gibt es einige Verehrer, die durchaus Tuya zur Frau nehmen würden. Doch von denen ist keiner bereit, die Bürde zu tragen und neben der Verantwortung für die Kinder und die Schafherde auch noch für die Pflege von Bater zu sorgen.
Dann taucht Baolier auf, ein früherer Klassenkamerad von Tuya. Er war schon immer in die hübsche Frau verliebt. Baolier überzeugt Tuya dazu, mit ihm und den Kindern in die Stadt zu ziehen, und Bater wird dort in ein Pflegeheim gegeben. Doch der ist in seiner neuen Umgegung zunehmend niedergeschlagen.
Er vermisst die Weiten der Steppe, doch vor allem vermisst er seine frühere Frau und seine Kinder. In seiner Verzweiflung schneidet Bater sich die Pulsader auf. Als Tuya die Nachricht vom Selbstmordversuch ihres Mannes erfährt, weiß sie, dass sie sich wieder einmal entscheiden muss...