Mit "Oi! Warning" machten die Brüder Benjamin und Dominik Reding im Jahre 1999 auf sich aufmerksam. Doch danach wurde es ruhig um die beiden. Lediglich Dominik Reding stand noch einmal für die Tatortfolge "Fette Krieger" im Jahre 2001 hinter der Kamera.
Mit "Für den unbekannten Hund" melden die beiden sich mit einem neuen Film und ihrer eigenen, frisch gegründeten Produktionsfirma zurück in die Kinos.
Dabei erledigten die beiden Brüder die meiste Arbeit selbst: Sie zeichnen sowohl für Regie, Drehbuch und Produktion verantwortlich, übernahmen aber auch das Casting, Setdesign und Produktionsmanagement. Damit bleiben die Produktionskosten mit 1,28 Millionen Euro im selbstgesetzten Rahmen.
Die Redlings über ihren neuen Film: "Wir wollten einen Film machen, der den Mut hat, sich dem Risiko stellt, eine große, epische Geschichte vollständig, von A bis Z zu erzählen. Eine Geschichte über Schuld und Wiedergutmachung, Verantwortung und Vergebung. Auch auf die Gefahr hin, an einem so großen Thema zu scheitern, es nicht zu bewältigen.
Wir wollten einen Film machen, der dem Zuschauer die Frage stellt, ob man Erwachen kann: Aus Dumpfheit, Gleichgültigkeit, Desinteresse, Verneinung. Ausgelöst durch den realen Fall eines extrem brutalen, gemeinsam verübten Mordes dreier Jugendlicher an einem behinderten Jungen in Potzlow - Brandenburg - stellen wir diese Frage in unserem Film an Bastian, einen jungen Betonbauergesellen aus Wismar, der gleichgültig, fast beiläufig einen Stadtstreicher , einen 'Penner'
erschlägt.
Wir wollten einen Film machen, in dem wir keine 'Schauspieler' sehen, sondern einen Steinmetz auf Wanderschaft, einen Betonbauergesellen, eine Bikerin. Menschen, denen wir in den 107 Filmminuten glauben wollen, das zu sein, was sie da vorgeben. Auch mit dem Mut zur Hässlichkeit. Ganz gleich ob die Darsteller vorher
im 'richtigen Leben' Hip-Hop-Stars waren wie Sascha Reimann oder Breakdancer in einer Rostocker Plattenbausiedlung wie Lukas Steltner, ob sie in Hollywoodproduktionen mitgespielt haben wie Peter Rühring oder hinter dem Tresen eines Jugendzentrums geschuftet haben wie Zarah Löwenthal."