Axel (Birol Ünel) und Lily (Pascale Schiller) sind zwei Spät-68er, die mit dem bürgerlichen Leben wenig anzufangen wissen. Sie pfeifen auf einen festen Wohnsitz und eine geregelte Arbeit. Stattdessen ziehen sie durch die Gegend und verdienen sich ihr Brot mit mehr oder weniger legalen Tätigkeiten.
Doch meistens hängen sie herum, kiffen ausgiebig oder machen hemmungslos Liebe. Sie verweigern sich dem, was sie materialistisches Denken nennen. Axel, der 15 Monate gesessen hat und gerade aus dem Knast kommt, macht sich wenig Mühe, eine Anstellung zu finden.
Ihre 14-jährige Tochter Stevie (Ceci Schmitz-Chuh) hingegen ist von dieser nomadischen Lebensweise wenig angetan. Sie wünscht sich nichts lieber als ein festes Elternhaus mit vorhersehbaren Gewohnheiten und einer kindgerechten Geborgenheit. So war sie im letzten Jahr kaum drei Monate lang in der Schule.
Der Umzug ihrer Eltern von Portugal nach Deutschland lässt sie hoffen, dass nun etwas mehr Normalität in ihr Leben kommt. Doch da hat sie sich getäuscht, denn auch hier ist keiner der beiden bereit, einen seriösen Beruf zu ergreifen. So greift Stevie, die einen reiferen Anschein macht als ihre Eltern, zu einer Notlüge:
Um bei den anderen Mädchen und Jungen Eindruck zu schinden, behauptet sie, dass ihre Eltern bei der Regierung arbeiten. Doch die Gesellschaft, in der sich Axel und Lily bewegen, ist nicht geeignet, diese Aufschneiderei zu untermauern. Das führt dazu, dass sich Stevie immer mehr von ihnen zurückzieht...