Im Alter von 14 Jahren begann Max Hannes eine Ausbildung zum Glasschleifer bei dem Traditionsunternehmen "Theresienthal" im Bayrischen Wald. Das war im Jahre 1962.
Max Hannes absolvierte dort seine Gesellenprüfung, machte seinen Meisterbrief und stieg schließlich bis zum Betriebsleiter auf, bis er im Jahre 2001 - nach 39 Jahren der Firmenzugehörigkeit - vor dem Nichts stand: Nach fast 600 Jahren ununterbrochener Produktion musste das Werk Insolvenz anmelden. Hannes und seine Kollegen werden arbeitslos, dem Insolvenzverwalter bleibt nur der Abverkauf der enormen aufgehäuften Lagerbestände.
Doch zwei Jahre nach dem Konkurs entdecken ein paar junge Idealisten die marode Glashütte für sich: Christoph Glaser und Mirjam Storim.
Mit Max Hannes teilen sie einen Traum: In Theresienthal
soll wieder Glas produziert werden. Das beste in Deutschland.
Den dreien gelingt es, die Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung für das Projekt zu interessieren. Was folgt, sind lange Verhandlungen mit Gläubigern, Banken, Gewerkschaften und der Bayrischen Landesregierung.
Als der Film entsteht - im Sommer 2006 - wird in Theresienthal nun schon wieder im zweiten Betriebsjahr Glas hergestellt, glüht der Ofen wie in den fünfhundert Jahren zuvor. 18 Langzeitarbeitslose, die meisten von ihnen in einem Alter, in dem andere bereits an die Rente denken, haben wieder dauerhaft Arbeit gefunden. Sie nennen es "Das Wunder von Theresienthal"...