Die erste Idee zu "Valerie" stammt aus einem Zeitungsartikel über obdachlose Frauen, die in ihrem Auto leben und trotzdem mit allen Mitteln versuchen, weiter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Sie führen ein geheimes Doppelleben. Dieses "Zwischen den Welten Wandern" hat mich fasziniert. Was macht das mit einem Menschen? Wieviel Zerrissenheit, wieviel Einsamkeit steckt dahinter? Es ging mir nicht um die Beschreibung der "bösen" Modewelt. Aber wir leben in einer Welt, in der jeder etwas darstellen muss.
Jugend, Schönheit und Status bedeuten alles. Ich habe ein Model als Hauptfigur gewählt, weil es dieses Thema und diese Problematik perfekt verkörpert. Die schöne Oberfläche, die Verheißung des Glücks. Was liegt darunter? Was passiert mit einem Menschen, dessen Definition wegfällt?
Der Film erzählt von der Schwierigkeit, ehrlich zu sein. Sich anderen preiszugeben. Aber auch von der Unfähigkeit der Umwelt, darauf zu reagieren. Ich wollte aber weder einen moralischen, noch total depressiven Film machen. Die Hauptfigur bewahrt eine ganz eigene Kraft und findet im Laufe des Films immer mehr zu sich. Sie landet nicht, wie man bei dem Thema vielleicht erwarten würde, in der Gosse.
Es gibt herrlich lakonische und witzige Dialoge und schräge
Szenen. Agata hat einen ganz eigenen Sinn für Humor. Am liebsten würde ich mal eine richtige Komödie mit ihr drehen.