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Valerie

Deutschland, 2006
Drama, 84 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Valerie

Kino-Start
26.04.2007

Regie
Birgit Möller

Darsteller
Agata Buzek (Valerie), Devid Striesow (André), Birol Ünel (Jaro), Ricarda Meßner (Wanja), Anne Sarah Hartung (Isa)
Valerie - Kinoplakat
Mit Obdachlosigkeit assoziiert man gemeinhin Menschen aus der sozialen und ökonomischen Unterschicht. In ihrem Debütfilm "Valerie" zeigt Regisseurin Birgit Möller, dass dieses Phänomen auch in der Welt der Schönen und Reichen vorkommen kann, wobei allerdings die Betroffene ihre Nächte nicht in Zeitungen unter einer Brücke, sondern in einem Nobelauto auf dem Parkdeck eines Luxus-Hotels verbringt.

Einst war Valerie (Agata Buzek) ein erfolgreiches Fotomodell. Doch jetzt - mit 29 Jahren - bekommt sie immer seltener Aufträge, und da sie einem Leben im gewohnten Luxus nicht abschwören mag, ist sie inzwischen völlig pleite.

Doch ihre finanziellen Probleme hindern sie durchaus nicht, wie geplant das bevorstehende Weihnachtsfest in Berlin zu verbringen und dabei - ganz standesgemäß - im Hotel Hyatt abzusteigen.

Zwar kann sie ihren Freunden und Bekannten ihre momentane Notlage einigermaßen verschweigen, nicht aber ihrer Kreditkartengesellschaft. So fliegt Valerie, als ihre Karte gesperrt wird, aus dem Hotel. Sie ist derart klamm, dass sie nicht einmal mehr die Gebühren für die Tiefgarage zahlen kann, in der ihr Wagen geparkt ist.

Also verbringt sie fortan ihre Nächte in ihrem Auto im Untergeschoss des Hotels und lebt wie ein blinder Passagier in der Welt der Schönen und Reichen. Zunächst sehr zum Leidwesen des spröden Parkwächerts Andre (Devid Striesow), der im Falle der Entdeckung um seinen Job fürchtet und doch von der schönen Obdachlosen nicht unbeeindruckt bleibt.

Ihr Überleben ergaunert Valerie sich derweil mit Charme und Dreistigkeit bei einsamen Männern an der Hotelbar...



Film-Inhalt  


Valerie (Agata Buzek) schläft im Auto
Valerie (Agata Buzek) schläft im Auto


  Hintergrund


Valerie (Agata Buzek) am Hotelempfang
Valerie (Agata Buzek) am Hotelempfang

"Valerie" ist der Debütfilm der 1972 in Osnabrück geborenen Regisseurin Brigit Möller, die in der Vergangeheit als Kamerafrau gearbeitet hat und als Regisseurin Erfahrungen mit zahlreichen Kurzfilmen gesammelt hat. Für "Valerie" gewann sie den "Best First Feature MK Award 2007" auf dem 12th Berlin & Beyond Festival in San Francisco.

Mit Agata Buzek ist die weibliche Hauptrolle mit einer Schauspielerin besetzt, die neben Kino- und Bühnenerfahrung auch als Fotomodell arbeitet und die Welt der Schönen und Reichen - und Mächtigen - bestens kennt: Ihr Vater, Jerzy Buzek, war von 1997 bis 2001 polnischer Premierminister.

"Valerie" wurde in Zusammenarbeit mit der "Deutschen Filmund Fernsehakademie" (dffb) und dem ZDF, Redaktion "Das kleine Fernsehspiel" produziert.



Die erste Idee zu "Valerie" stammt aus einem Zeitungsartikel über obdachlose Frauen, die in ihrem Auto leben und trotzdem mit allen Mitteln versuchen, weiter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Sie führen ein geheimes Doppelleben. Dieses "Zwischen den Welten Wandern" hat mich fasziniert. Was macht das mit einem Menschen? Wieviel Zerrissenheit, wieviel Einsamkeit steckt dahinter? Es ging mir nicht um die Beschreibung der "bösen" Modewelt. Aber wir leben in einer Welt, in der jeder etwas darstellen muss.

Jugend, Schönheit und Status bedeuten alles. Ich habe ein Model als Hauptfigur gewählt, weil es dieses Thema und diese Problematik perfekt verkörpert. Die schöne Oberfläche, die Verheißung des Glücks. Was liegt darunter? Was passiert mit einem Menschen, dessen Definition wegfällt?

Der Film erzählt von der Schwierigkeit, ehrlich zu sein. Sich anderen preiszugeben. Aber auch von der Unfähigkeit der Umwelt, darauf zu reagieren. Ich wollte aber weder einen moralischen, noch total depressiven Film machen. Die Hauptfigur bewahrt eine ganz eigene Kraft und findet im Laufe des Films immer mehr zu sich. Sie landet nicht, wie man bei dem Thema vielleicht erwarten würde, in der Gosse.

Es gibt herrlich lakonische und witzige Dialoge und schräge Szenen. Agata hat einen ganz eigenen Sinn für Humor. Am liebsten würde ich mal eine richtige Komödie mit ihr drehen.



Regisseurin Birgit Möller über ihren Film  


Andre (Devid Striesow) an seinem Arbeitsplatz
Andre (Devid Striesow) an seinem Arbeitsplatz
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Valerie" in der Regie von Birgit Möller liefen am 26.04.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

The Marine
Actionthriller, USA, 2006

Pars: Operation Kirsche
Thriller, Türkei, 2007

Little Children
Kriminal-Drama, USA, 2006

Lieben und Lassen
Liebeskomödie, USA, 2006

Inland Empire
Mystery-Drama, USA, Polen, Frankreich, 2006

Dol - Tal der Trommeln
Drama, Deutschland, Irak, Frankreich, 2007

Die Hochstapler
Dokumentation, Deutschland, 2007

Der Fluch der goldenen Blume
Action, China (Hongkong), 2006



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