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Valley of Flowers

Indien, Japan, 2006
Mystery-Abenteuer, 120 Minuten

Originaltitel
Valley of Flowers

Kino-Start
31.05.2007

Regie
Pan Nalin

Darsteller
Milind Soman (Jalan), Mylène Jampanoï (Ushna), Naseeruddin Shah (Yeti), Eri (Sayuri), Jampa Kalsang Tamang (Jampa-La), Anil Yadav (Hak-Chi), Migmar Tashi (Na-Hus), Tashi Thondup (Tashi), Reina Hara (Yuki); Nawang Tharchin, Urgyan Tsering, Skalsang, Phuntsok Namgyal, Tsega, Amchok Jogmet, Tseten Dorje, Tsering Bawa (Jalans Bande); Amrit Pal, Joginder Sing, Narender Singh (Yetis Begleiter)
Valley of Flowers - Kinoplakat
Nach seinem preisgekrönten Liebesdrama "Samsara" drehte Pan Nalin mit "Valley of Flowers" ein mystisches Epos, das seinen Ausgangspunkt wieder in der majestätischen Landschaft des Himalaya hat. Auf dem Los Angeles Indian Film Festival wurde das Werk mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

Tibet, zu beginn des 19. Jahrhunderts: Neben dem langwierigen Seeweg ist die Seidenstraße eine beschwerliche Möglichkeit, die Entfernung zwischen Europa und Ostasien zu bewältigen. Die Reisenden, die die unwirtlichen Pässe des Himalaya-Gebirges überwinden, setzen sich allerlei Gefahren aus. Nicht nur die Kälte und die dünne Höhenluft, das unberechenbare Wetter, Lawinen und Steinschlag, auch Räuber lauern auf ihrem Weg.

Jalan (Milind Soman) ist der Anführer einer solchen Räuberbande. Sie überfallen die Karawanen, die längst der Seidenstraße ziehen, rauben die wehrlosen Passanten aus und teilen ihre Beute zu gleichen Teilen untereinander auf. Doch übermäßig grausam sind die Verbrecher nicht, und so lassen sie schon einmal einen harmlosen Flötisten unbehelligt seines Weges ziehen.

Nachdem die Wegelagerer eine Gruppe von Pilgern ausgenommen haben, steht plötzlich Ushna (Mylène Jampanoï) vor ihnen. Die bezaubernd schöne junge Frau bekundet, Jalan sei ihr im Traum erschienen. Sie bietet den Männern ihre Hilfe an, und tatsächlich fallen die folgenden Raubzüge immer erfolgreicher aus. Ushna gewinnt allmählich die Annerkennung der Bande, doch dann verliebt sich ihr unerschrockener Führer in sie.

Die beiden beginnen ein leidenschaftliches Liebesverhältnis und wenden sich bald von den anderen ab. Als ihnen eine Wahrsagerin ein unglückliches Schicksal weissagt, rauben sie den Seelen ihre Schatten und Spiegelbilder, um sich ihr Glück zu bewahren. Doch das bleibt nicht ungesühnt, so heftet sich der durchtriebene Kopfgeldjäger Yeti (Naseeruddin Shah) mit seinen drei Kumpanen an ihre Fersen. Als sie sich im Tal der Blumen begegnen, findet Ushna den Tod...

In Tokio, der pulsierenden Metropole der Neuzeit, betreibt Jalan eine Firma namens "Valley of Flowers". Hier bietet er seinen wohlhabenden Klienten Sterbehilfe an. Als er auf eine geheimnisvolle, bildschöne Sängerin trifft, glaubt er in ihr eine längst verlorene Liebe wiedergefunden zu haben. Doch auch im Hier und Jetzt ist ihnen Yeti immer noch auf der Spur...



Film-Inhalt  


Wild: Jalan (Milind Soman) und seine Männer
Wild: Jalan (Milind Soman) und seine Männer


  Hintergrund


Geheimnisvoll: Ushna (Mylène Jampanoï)
Geheimnisvoll: Ushna (Mylène Jampanoï)

Bei den Dreharbeiten zu "Valley of Flowers" gab es eine ganze Reihe an Schwierigkeiten zu überwinden. Während Regisseur Pat Nalin und Co-Autorin Sarah Shennib mit langwierigen Recherchen und Planungen beschäftigt waren, hatten die Produzenten alle Hände voll zu tun, die Finanzierung zu sichern, da einige Geldgeber zwischenzeitlich wieder ausgestiegen waren.

Die vielen Drehorte verlangten einen hohen Aufwand an Organisation, zudem war ob der Unwägbarkeiten des Wetters viel Flexibilität angesagt. Schließlich bildet der viele Schnee ja ein wichtiges Motiv, und so wurde zwischen Oktober und Dezember 2004, in den Winter hinein gedreht.

So machte dem Team, das sein Lager bei Leh in Ladakh aufgeschlagen hatte, nicht nur die dünne Luft auf 4.500 Meter Höhe zu schaffen. Der oft mit Sand versetzte, scharfe Wind machte die Notebook-PCs zeitweise unbrauchbar, extreme Kälte ließ den Diesel für die Generatoren ausflocken und das indische Militär musste die Mannschaft gar aus einem Schnee- und Hagelsturm retten.



Der Film "Valley of Flowers" wurde an landschaftlich sehr unterschiedlichen Plätzen gedreht. Neben dem urbanen Tokio mit den Geschäftsbezirken Shibuya und Shinjuku sind die übrigen nur sehr dünn besiedelt. Höchster Punkt ist mit 5.359 Metern der Khardung La in der nordindischen Region Ladakh, in der auch Pan Nalins "Samsara" spielt.

Weitere Stationen sind die prähistorischen Täler des Zanskar im Westen Indiens, eine isolierte, nur im Sommer zugängliche Region, sowie die Hochlandsteppen Changthang im Nordwesten von Tibet, die von einem starken jahreszeitlichen Kontrast zwischen grünem Weideland und wüstenähnlicher Landschaft geprägt sind und auf etwas 4.500 Meter über dem Meeresspiegel liegen.

Ebenfalls auf diesem Höhenniveau liegt der Hochgebirgssee Tsomoriri in Ladakh, der hauptsächlich von Schmelzwasser gespeist wird. An seinem Westufer liegt mit dem Korzok-Kloster eine der älstesten menschlichen Siedlungen der Welt.

Das titelgebende "Tal der Blumen" schließlich ist eine fruchtbare Landschaft im indischen Bundesstaat Uttaranchal, der an Tibet und Nepal angrenzt. Der National Park ist Teil eines Naturschutzgebietes der UNESCO. Diese nur sehr beschwerlich zu erreichende Gegend zeichnet sich durch eine einzigartige und äußerst vielfältige Flora aus, die den Park je nach Jahreszeit wie einen paradiesischen Blumengarten wirken lässt. Der Legende nach hat der indische Gott Hanuman hier die rettenden Kräuter für seinen kranken Bruder Rama gepflückt.



Die Drehorte  


Auf Fährtensuche: Yeti (Naseeruddin Shah)
Auf Fährtensuche: Yeti (Naseeruddin Shah)

  Die Roman-Autorin


Suchen ewige Liebe: Jalan und Ushna
Suchen ewige Liebe: Jalan und Ushna

Das Mystery-Drama "Valley of Flowers" entstand nach den Motiven des Romans "Liebeszauber und Schwarze Magie" (Magie d'Amour et Magie Noire) aus dem Jahr 1952. Er stammt aus der Feder einer bemerkenswerten Frau: Alexandra David, am 24. Oktober 1868 bei Paris geboren, riss mit 17 Jahren aus ihrem strengen Elternhaus aus und ging zunächst in die Schweiz.

Sie entwickelte vielfältige Fähigkeiten und betätigte sich als Journalistin, Schriftstellerin, Forscherin, Opernsängerin und schließlich gar als buddhistische Nonne, im Status eines Lama. Eine Erbschaft ermöglichte ihr, 1891 das damalige Ceylon (heute Sri Lanka) und Indien zu bereisen. Danach hielt sie Vorträge, schrieb ihre ersten Bücher und heiratete 1904 Philippe Néel.

Es folgte eine weitere Reise nach Asien, die dreizehn Jahre dauerte. Sie erkundete weiter den Himalaya und Tibet und verschaffte sich als erste weiße Frau Zugang zur tibetischen Hauptstadt Lhasa, die damals noch als Verbotene Stadt galt. Alexandra David-Néel erforschte die Geheimnisse des Buddhismus und des Hinduismus und experimentierte mit tantrischem Sex. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat Frankreich schrieb sie zahlreiche Werke über die Länder, die die bereist hatte und ihre Kulturen.

Eines der Erlebnisse, die Alexandra David-Néel auf ihren Reisen hatte, gab ihr die Inspiration zum Buch "Liebeszauber und Schwarze Magie". Darin beschreibt sie ihr Zusammentreffen mit einem tibetischen Banditen. Der erzählte ihr von einer Geliebten aus früheren Jahren, die die Inkarnation eines Dämons gewesen sein soll.

Mit vierzig Jahren zog Alexandra David-Néel nach Digne in der Provence, wo sie den Rest ihres Lebens verbrachte. Sie erreichte ein biblisches Alter und starb am 8. September, kurz vor ihrem 101sten Geburtstag.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Valley of Flowers" in der Regie von Pan Nalin liefen am 31.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zodiac - Die Spur des Killers
Thriller, USA, 2007

Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens
Drama, USA, 2006

Söhne
Dokumentation, Deutschland, 2007

Schröders wunderbare Welt
Komödie, Deutschland, Tschechien, Polen, 2006

Schindlers Häuser - Houses
Dokumentation, Deutschland, Österreich, USA, 2007

S.H.I.T. - Die Highschool GmbH
Komödie, USA, 2006

Prinzessinnenbad
Dokumentation, Deutschland, 2007

Golden Door
Drama, Italien, Frankreich, Deutschland, 2006

Goal II - Der Traum ist Real!
Sport-Drama, England, 2007

GG 19 - Deutschland in 19 Artikeln
Komödie, Deutschland, 2007

Ebenfalls im Kino 




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