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Verwünscht

USA, 2007
Fantasy-Romanze, 103 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Enchanted

Kino-Start
20.12.2007

Regie
Kevin Lima

Darsteller
Amy Adams (Giselle), James Marsden (Prinz Edward), Patrick Dempsey (Robert Philip), Idina Menzel (Nancy Tremaine), Susan Sarandon (Königin Narissa), Timothy Spall (Nathaniel)
Verwünscht - Kinoplakat
Disney steht in der langen und höchst erfolgreichen Tradition von romantischen Märchen in Zeichentrick. Doch auch mit komödiantischen Realfilmen kommt das Studio beim Publikum bestens an. Mit "Verwünscht" verbindet Kevin Lima, der bereits den animierten "Tarzan" von 1999 und "102 Dalmatiner" im Jahr 2002 mit Schauspielern gedreht hatte, beide Welten zu einem bunten, respektlosen Fantasyspektakel, das Jung und Alt begeistern kann.

Giselle ist eine Prinzessin wie aus dem Märchenbuch. Im idyllischen Königreich Andalasien lebt sie im Einklang mit den Tieren, zu denen ihr bester Freund zählt, das Backenhörnchen Pip. Wie es sich für eine echte Märchenprinzessin gehört, träumt auch sie von ihrem Märchenprinzen - den sie auch prompt in Edward findet.

Das verliebte Paar hört schon die Hochzeitsglocken läuten, doch Edwards fiese Stiefmutter, die Königin Narissa, ist von seiner Wahl gar nicht begeistert. Sie sieht ihren Thron bedroht und befördert Giselle ebenso kurzerhand wie hinterhältig in eine andere Welt - die unsere, heutige Welt...

New York, mitten auf dem belebten Times Square: Aus einem Gully taucht eine Frau auf, ganz in Weiß: Giselle (Amy Adams) weiß gar nicht wie ihr geschieht. Ihre Frage nach dem Rückweg zu ihrem Schloss wird von den urbanen Bewohnern mit Ignoranz gestraft, ihr Hochzeitskleid verliert in einem Regenschauer die Fassung, und dann klaut ihr auch noch ein Penner das Diadem.

Doch dann widerfährt ihr doch noch Glück: Sie stößt auf den Scheidungsanwalt Robert (Patrick Dempsey) und dessen Tochter Morgan (Rachel Covey). Die ahnt sofort, dass es sich bei der etwas derangierten Frau um etwas besonderes handelt, und ihr Vater lädt die klitschnasse Giselle zu sich nach Hause zum Trocknen ein. Dort schläft sie vor Erschöpfung bald ein, was Roberts anstehendes Gespräch mit seiner kurz vor der Hochzeit stehenden Braut Nancy (Idina Menzel) verkomplizieren könnte.

Derweil ist auch Prinz Edward (James Marsden) auf der Suche nach seiner Braut in New York eingetroffen. Auch er, jetzt aus Fleisch und Blut und mit Pip im Gefolge, erregt in seiner Pludertracht Heiterkeit statt des erwarteten Respekts. Als er sich den nach der in seiner Welt üblichen Sitte mit seinem Schwert verschaffen will und damit gar in einen Omnibus einsticht, wird er von dessen resoluter Fahrerin in die Flucht gejagt.

Mittlerweile hat Narissa mitbekommen, dass ihr unartiger Stiefsohn seiner Geliebten nachgeeilt ist und schickt ihren Knappen Nathaniel (Timothy Spall) aus, sie mit einem Apfel zu vergiften. Da dies jedoch fehlschlägt, sieht sie sich gezwungen, nun auch selbst leibhaftig (Susan Sarandon) im Big Apple aufzutauchen...



Film-Inhalt  


Aus dem Brunnen ins Lichtermeer: Giselle (Amy Adams)
Aus dem Brunnen ins Lichtermeer: Giselle (Amy Adams)


  Hintergrund


Weck´ den Italiener: Robert (Patrick Dempsey) und Giselle
Weck´ den Italiener: Robert (Patrick Dempsey) und Giselle

Wie bei fast allen Disney-Filmen spielt auch in "Verwünscht" der Soundtrack eine tragende Rolle. Einige Beteiligte äußern sich zu ihrer Zusamenarbeit, zur Musik und zu einzelnen Liedern:

Kevin Lima

Wir sind unheimlich glücklich darüber, dass Alan Menken und Stephen Schwartz die Lieder zum Film geschrieben haben. Alan hat den Oscar für seine Filmmusiken zu "Aladdin", "Arielle, die Meerjungfrau" und natürlich "Die Schöne und das Biest" gewonnen, und Steven landete gerade mit "Wicked" einen Hit am Broadway. Es sind ihre Visionen, die den Film leben lassen.

Was diesen Film so besonders macht, ist, dass wir versucht haben, immer wieder klassische Disney-Motive einzubauen, dass somit aus ihm eine Art Hommage wird. Einer meiner Favoriten ist das flotte "Aufräum-Lied", mit dem wir "Schneewittchen und die sieben Zwerge" aufziehen. Aber statt Häschen und Eichhörnchen eilen Giselle Ratten, Kakerlaken und Tauben zu Hilfe.

"Wie zeigst Du Deine Liebe" ist der aufwendigste Titel, einfach überwältigend. Carrie Underwood singt mit "Ever Ever After" den letzten Song in diesem Film und gibt dem klassischen Disney-Ende einen modernen Touch.

James Marsden

Wegen meiner Kinder kenne ich natürlich Filme wie "Arielle, die Meerjungfrau" und die ganzen klassischen Disney-Songs von Alan Menken. Jetzt singe ich selbst einen [allerdings nur unvollständig, da eine Horde Radfahrer, denen er bei seinem Solo in den Weg springt, nicht mehr ausweichen können].

Alan Menken

Wie in allen Disney-Filmen fangen wir die Höhepunkte mit den Liedern ein und spielen sogar auf einige Disney-Klassiker an.

Amy Adams

Die Aufnahmen habe ich mit Steven Schwartz und Alan Menken durchgeführt, und damit ist für mich ein Traum wahrgeworden.

Carrie Underwood

Der Gedanke ist einfach fantastisch, dass einige Kids irgendwann diesen Song mitsingen werden, so wie ich bei vielen Disney-Songs mitgesungen habe. Es ist ein fröhliches Lied, das uns an die Liebe und Happy End glauben lässt.



Bei einem Film, der sowohl animierte wie auch real von Schauspielern gespielte Sequenzen beinhaltet, muss das Filmteam sich auf die spezifischen Unterschiede beider Kategorien einstellen, um ein harmonisches Endprodukt zu erschaffen. Da gezeichnete Bilder je fertiger Filmminute deutlich mehr Zeit erfordern, wurde mit den Animationen begonnen, die zusammengenommen nur etwa zehn Minuten des Filmes einnehmen.

Schon zuvor wurde mit der sogenannten "Development Art" eine Bildersammlung erstellt, die den einzelnen Zeichnern bzw. Animatoren als Leitfaden für den visuellen Stil dienten. Dabei sollten nach dem Willen von Kevin Lima für den Zuschauer erkennbare Motive und Designs aus früheren Disney-Werken zitiert werden.

Da ein großer Teil der Besetzung schon bekannt war, konnten die Darsteller als Vorbilder für die animierten Figuren herhalten. Mit ihnen wurden zu Beginn Aufnahmen gemacht, mit deren Hilfe die Zeichner nicht nur das Aussehen, sondern auch Bewegung und Mimik einfließen lassen konnten. Doch auch die Abstimmung mit anderen Abteilungen des Filmteams war notwendig. So standen die Animatoren in stetigem Kontakt zu Kostümbildnerin Mona May, um abzuklären, was in der Realität mit Stoffen und Schnitten machbar war.

Leiter der Animationsabteilung war der Brite James Baxter, der sich mit zahlreichen Charakterzeichnungen von Disneyfilmen wie "Falsches Spiel mit Roger Rabbit", "Der König der Löwen" und "Die Schöne und das Biest" bei Walt Disney seine ersten Meriten verdient hatte. Nach einem beruflichen Abstecher zur Konkurrenz Dreamworks, wo er unter anderem an "Der Prinz von Ägypten" und "Shrek 2" beteiligt war, machte er im kalifornischen Pasadena sein eigenes Studio auf.



Von Andalasien...  


Märchenprinz Edward (James Marsden) vom Bautrupp umzingelt
Märchenprinz Edward (James Marsden) vom Bautrupp umzingelt

  ...nach Manhattan


Backenhörnchen Pip ist Giselles treuer Freund
Backenhörnchen Pip ist Giselles treuer Freund

Erst neun Monate nach Beginn der Animationsabteilung begaben sich dann die Schauspieler für die Realszenen, den Großteil des Filmes, vor die Kameras. Ein Knackpunkt für die Wirkung von "Verwünscht" war der Zeitpunkt und Ort, wo Giselle zum ersten Mal aus ihrer animierten Märchenwelt "Andalasien" in die nasse und grelle Welt Manhattens treffen sollte. Der Gedanke, sie im Central Park auftauchen zu lassen, wurde zugunsten des Times Square fallengelassen, da dort der Kontrast für den Zuschauer noch plastischer ist. Die Szene, wie Amy Adams aus der Kanalisation der Metropole steigt, war denn auch der erste Drehtag.

"Aus dem makellosen Märchenland Andalasien bis nach Manhattan – das ist eine 180-Grad-Wendung, die mir als Filmemacher eine wundervolle Bandbreite an Möglichkeiten verschafft", beschreibt Regisseur Lima diese Schlüsselszene. "Manhattan ist für unsere Zeichentrickfiguren, die hier zum Leben erwachen, wie für jeden, der diese magische Stadt zum ersten Mal sieht: Es ist spannend und beängstigend gleichzeitig."

Zwar wurden einige Szenen in den modernen Gebäuden der Steiner Studios in Brooklyn gedreht, doch für eine authentische Atmosphäre der quirligen Großstadt wurden viele der berühmten Schauplätze original genutzt, und für das Team war es eine aufregende Angelegenheit, an solch belebten Orten wie dem Times Square, dem Central Park oder auf der Brooklyn Bridge zu drehen.

"Ich wollte visuellen Glanz und Romantik in den Film einbringen", erklärt Bühnenbildner Stuart Wurtzel seine Intention. "Der Film spielt sowohl mit alten Ikonen der Disney-Welt als auch mit den modernen Ikonen von New York City, und die bringe ich in meiner Interpretation des Skripts zusammen."



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Verwünscht" in der Regie von Kevin Lima liefen am 20.12.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Natale in crociera
Komödie, Italien, 2007

Keinohrhasen
Romantik-Komödie, Deutschland, 2007

Elizabeth - Das goldene Königreich
Drama, England, 2007

Dialog mit meinem Gärtner
Komödie, Frankreich, 2007

Alvin und die Chipmunks - Der Kinofilm
Familien-Komödie, USA, 2007

1 Mord für 2
Thriller, 2007, England, USA

Ebenfalls im Kino 




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