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La vie en Rose

Frankreich, 2007
Drama

Originaltitel
La Môme

Kino-Start
22.02.2007

Regie
Olivier Dahan

Darsteller
Marion Cotillard (Edith Piaf), Sylvie Testud (Mômone), Clotilde Courau (Annetta Gassion), Jean-Paul Rouve (Louis Gassion), Pascal Greggory (Louis Barrier), Marc Barbé (Raymond Asso), Caroline Sihol (Marlene Dietrich), Emmanuelle Seigner (Titine), Catherine Allégret (Großmutter), Gérard Depardieu (Louis Leplée), Manon Chevallier (Edith Piaf mit 5), Jean-Pierre Martins (Marcel Cerdan)
La vie en Rose - Kinoplakat
Trotz ihrer 1,47 Meter war sie der größte Star Frankreichs: Das Leben von Edith Piaf, dem Spatz von Paris, wird in "La Vie en Rose" beleuchtet. Weltpremiere feiert das biografische Drama auf der 57. Berlinale 2007, wo er als Eröffnungsfilm gezeigt wird.

Das Leben von Edith Piaf begann alles andere als schillernd. Die 5-jährige Edith (Manon Chevallier) wird von ihrer Mutter, der Sängerin Annetta Gassion (Clotilde Courau) verlassen und wächst bei ihrer Großmutter (Catherine Allégret) in der Normandie auf, die dort ein Bordell betreibt. Dort nimmt sich das Freudenmädchen Titine (Emmanuelle Seigner) der kleinen an. Später holt ihr Vater Louis (Jean-Paul Rouve), ein alkoholkranker Akrobat, das Mädchen zu sich.

Als Edith 15 ist, reißt sie von zuhause aus und schlägt sich in Paris als Straßensängerin durch. Einige Jahre später, Edith (Marion Cotillard) ist mittlerweile zu einer jungen Frau herangereift, wird Louis Leplée (Gérard Depardieu) auf sie aufmerksam, der einen Nachtclub betreibt und sie überredet, bei ihm aufzutreten. Schon jetzt begeistert sie mit ihrer Stimme das Publikum, und ihre beste Freundin Mômone (Sylvie Testud) ist überzeugt, dass Edith ganz groß herauskommen wird.

Zu ihren frühen Bewundern zählt Louis Barrier (Pascal Greggory), der sie fördert und ihre Karriere managt. Schon nach kurzer Zeit gelingt es ihm, der Sängerin, die sich mittlerweile Edith Piaf nennt, einen Vertrag beim Moulin Rouge zu verschaffen. Bald darauf macht sie sich auf den Weg, um Amerika zu erobern.

Dann verliebt sich der Spatz von Paris in den Box-Weltmeister Marcel Cerdan (Jean-Pierre Martins). Er ist verheiratet und Familienvater, dennoch lässt er sich auf eine Affäre mit dem Gesangsstar ein. Als Marcel bei einem Flugzeugabsturz umkommt, bricht es Edith fast das Herz, und sie versucht, ihren Schmerz mit Alkohol und Drogen zu betäuben.

Kurze Zeit später heiratet Piaf ihren Kollegen Jacques Pills (Laurent Olmedo). Bei der Hochzeit ist Marlene Dietrich (Caroline Sihol) Trauzeugin. Doch diese Ehe hält nicht lange. Und auch ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich...

Im Film sind auch viele Original-Aufnahmen der Sängerin zu hören, darunter Mon manège à moi (Musik Noel Glanzberg; Text Jean Constantin) und ihr letztes Werk Non, je ne regrette rien (Musik Charles Dumont; Text Michel Vaucaire), das durchaus als Motto für ihr wechselhaftes Leben verstanden werden kann.



Film-Inhalt  


Die kleine Edith (Manon Chevallier) wächst im Bordell auf
Die kleine Edith (Manon Chevallier) wächst im Bordell auf


  Kurz-Biografie


Edith Piaf (Marion Cotillard) und ihr Entdecker Louis Leplée (Gérard Depardieu)
Edith Piaf (Marion Cotillard) und ihr Entdecker Louis Leplée (Gérard Depardieu)

Als Édith Giovanna Gassion am 19. Dezember 1915 in Paris geboren wird, hat sie denkbar schlechte Karten. Vater Louis Alphonse muss im Ersten Weltkrieg dienen, und Mutter Annetta Maillard kümmert sich nicht um ihr Kind, sondern bringt sie bei ihrer Mutter Aischa Mohammed unter, die das Mädchen aber vernachlässigt. So bringt Louis sie zu seiner Mutter, die in der Normandie ein Bordell betreibt. Nach dem Krieg nimmt ihr Vater sie wieder bei sich auf, doch sein Alkoholproblem treibt sie frühzeitig aus dem Haus.

Von den Genen her sieht es allerdings besser aus: Annetta war Straßensängerin und Louis Akrobat, sodass die künstlerische Ader nach dem Auszug ermöglicht, zunächst ebenfalls als Straßensängerin ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, zusammen mit einer guten Freundin. 1935 wird Louis Leplée auf sie aufmerksam, der sie einlädt, in seinem Club an der Champs-Elysées aufzutreten. Er gibt ihr den bald in aller Munde befindlichen Spitznamen "Môme Piaf" (kleiner Spatz). Die zierliche Sängerin mit der kräftigen Stimme begeistert dort das Publikum, unter anderem Prominente wie Fernandel und Maurice Chevalier.

Bereits ein Jahr später nimmt sie für Polydor ihre erste Platte "Les Mômes de la cloche" auf. Doch der Mord an Leplée, bei dem Piaf in den Verdacht geriet, verwickelt zu sein, verhindert zunächst den großen Durchbruch. Sie muss sich mit Auftritten in der Provinz durchschlagen, doch seit sie 1937 nach Paris zurückkehrt, geht es mit ihrer Karriere steil bergauf.

Ihr neuer Mentor und Liebhaber wird Raymond Asso, ein Komponist, der ihren ersten Hit "Mon Legionnaire" und weitere Chansons für sie schreibt. Ihm hat sie auch ihren endgültigen Künstlernamen "Edith Piaf" zu verdanken. Auch der Zweite Weltkrieg kann den Aufstieg des Stars nicht verhindern, sie singt auch vor den Deutschen im besetzten Paris, was aber ihrer Popularität bei den Franzosen keinen Abbruch tut.

Nach dem Krieg wagt Piaf, die bereits Europa erobert hatte, den Sprung über den Großen Teich: Ihr ursprünglich für eine Woche geplantes Engagement am berühmten New Yorker Cabaret Versailles verlängert sich auf fünf Monate, und auch die Amerikaner liegen ihr nun zu Füßen, im Jahr 1956 ist sie gar die erste Chanson-Sängerin, die in der renommierten Carnegie Hall von New York auftreten darf.

Privat muss Edith Piaf allerdings herbe Schicksalsschläge hinnehmen. Nicht nur, dass ihr ohnehin labiler Gesundheitszustand sich durch den Stress bei Konzerten und Tourneen verschlechterte, sie erlitt auch noch zwei Autounfälle. Die Affäre mit der großen Liebe ihres Lebens ist nur von kurzer Dauer: Box-Champ Marcel Cerdan, verheirateter Familienvater, zieht mit ihr zusammen, kommt aber zwei Jahre später bei einem Flugzeugabsturzt ums Leben. Die anschließende Ehe mit Komponist Jacques Pills hält nur vier Jahre.

1962 heiratet sie den zwanzig Jahre jüngeren Sänger Théo Sarapo, doch da ist sie gesundheitlich schon schwer angeschlagen. Sie zieht sich an die Cote d´Azur zurück und muss mehrmals das Krankenhaus aufsuchen. Am 10. Oktober 1963, ein Jahr nach ihrer zweiten Hochzeit, stirbt Edith Piaf in der Parfümstadt Grasse. Der Leichnam des Spatz von Paris wird vor den Augen zehntausender Fans auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris beigesetzt.



Des yeux qui font baisser les miens

Augen, die meine küssen

Un rire qui se perd sur sa bouche

Ein Lächeln, das seinen Mund umspielt

Voilà le portrait sans retouche

Das Abbild, das wahre,

De l’homme auquel j’appartiens

Des Mannes, zu dem ich gehör

Quand il me prend dans ses bras,

Wenn er mich in seine Arme nimmt

Il me parle tout bas

Leise zu mir spricht,

Je vois la vie en rose,

Dann seh ich das Leben in rosarot

Il me dit des mots d’amour

Er sagt mir Worte der Liebe

Des mots de tous les jours,

Alltägliche Worte

Et ca me fait quelque chose

Die mir etwas bedeuten

Il est entré dans mon coeur,

Er ist in meinem Herzen

Une part de bonheur

Ein Teil des Glücks

Dont je connais la cause,

Dessen Ursache ich kenne

C’est lui pour moi,

Er ist es für mich

Moi pour lui dans la vie

Ich bin’s für ihn im Leben

Il me l’a dit, l’a juré

Er hat es mir gesagt, es geschworen,

Pour la vie.

fürs Leben.

Et dès que je l’apercois

Seit ich ihn gesehen habe

Alors je sens en moi

Spüre ich in mir

Mon coeur qui bat.

Mein Herz schlagen.

Des nuits d’amour à plus finir

Nächte der Liebe ohne Ende

Un grand bonheur qui prend sa place

Ein großes Glück stellt sich ein

Des ennuis, des chagrins s’effacent

Kummer und Leid verblassen,

Heureux, heureux à en mourir.

Glücklich, glücklich wer daran vergeht.



Das Chanson in der Übersetzung  


Edith Piaf bei ihrer Rückkehr aus den Vereinigten Staaten
Edith Piaf bei ihrer Rückkehr aus den Vereinigten Staaten
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "La vie en Rose" in der Regie von Olivier Dahan liefen am 22.02.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tagebuch eines Skandals
Drama, England, 2006

Pan´s Labyrinth
Horror-Drama, Spanien, Mexiko, USA, 2006

Lotte im Dorf der Erfinder
Animation, Estland, 2006

Lonely Hearts Killers
Thriller, USA, 2006

Letters From Iwo Jima
Kriegsdrama, USA, 2006

In 3 Tagen bist du tot
Horrorthriller, Österreich, 2006

Ghost Rider
Fantasy-Action, USA, 2006

Bordertown
Politthriller, England, USA, 2006



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