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Vinci - Crime ... is a Work of Art

Polen, 2004
Krimi-Komödie, 107 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Vinci

Kino-Start
24.05.2007

Regie
Juliusz Machulski

Darsteller
Robert Wieckiewicz (Robert "Cuma" Cuminski), Borys Szyc (Julian), Marcin Dorocinski (Wilk), Jan Machulski (Tadeusz Hagen), Kamila Baar (Magda), Jacek Król (Werbus), Mieczyslaw Grabka (Gruby), Józef Paleczka (Jailer), Jerzy Gralek (Dr. Wiaderny), Mariola Pajaczkowska (Krankenschwester), Lukasz Simlat (Kudra), Karina Seweryn (Museumsführer), Halina Labonarska (Museumsdirektorin Helena Antonczyk), Piotr Kazimierski (Grzegorz Zylewski), Andrzej Glazer (Talaj), Dominik Bak (Szymanski)
Vinci - Crime ... is a Work of Art - Kinoplakat
Dass ausgefeilte Beutezüge nicht nur in Hollywood inszeniert werden können, beweist Regisseur und Drehbuchautor Juliusz Machulski in seiner Thrillerkomödie "Vinci" aus Polen. Das beim Filmfest in Gdingen für das beste Drehbuch ausgezeichnete Werk beschreibt einen Kunstraub, bei dem manches nicht so läuft wie geplant.

Robert "Cuma" Cuminski (Robert Wieckiewicz) sitzt wegen eines Einbruchdelikts im Knast. Drei Jahre nach seiner Verurteilung wird er aus gesundheitlichen Gründen entlassen - allerdings nicht ohne Einflussnahme auf den Gefängnisarzt. In wirklichkeit fühlt Cuma sich pudelwohl, und ein neuer Coup ist in Planung. Objekt der Begierde ist "Die Dame mit dem Hermelin", ein höchst wertvolles Gemälde des italienischen Meisters Leonardo da Vinci. Das befindet sich momentan als Leihgabe in Japan und soll bei der Rücküberführung in das Krakauer Czartoryski-Museum den Besitzer wechseln.

Zur Unterstützung für dieses Vorhaben sucht Cuma sich eine Mannschaft aus Spezialisten zusammen. Da ist zunächst Julian (Borys Szyc), sein Komplize aus vergangenen Tagen. Der Sprengstoffexperte arbeitet zwar mittlerweile für die Polizei, doch um der alten Zeiten willen - und weil Cuma ihn seinerzeit nicht verpfiffen hat - lässt er sich zur Teilnahme überreden.

Da das Original des zu stehlenden Bildes gegen eine Fälschung getauscht werden soll, wird der Meisterfälscher Tadeusz Hagen (Jan Machulski) kontaktiert, der seinerseits eine Empfehlung für die Kunststudentin Magda (Kamila Baar) abgibt. Nach Zusicherung eines beträchtlichen Anteils an der Beute ist sie bereit, die Bande zu komplettieren.

Allerdings laufen die Vorbereitungen auf den Kunstraub nicht völlig unbeobachtet: Kommissar Wilk (Marcin Dorocinski) hat von der Freilassung Cumas Wind bekommen und wittert einen neuen Fall. Er bestimmt, dass der Delinquent sich regelmäßig auf der Wache melden soll, um ihn besser im Auge behalten zu können. Der dreht jedoch den Spieß um und bringt unbemerkt eine Wanze in Wilks Büro an, wodurch er seinerseits über den Informationsstand der Polizei informiert wird.

Am entscheidenden Tag läuft zunächst alles glatt: Mit einer Sprengladung wird die Straße unmittelbar vor den anrollenden Lieferwagen, der das wertwolle Bild ins Museum zurückfahren soll, aufgerissen. Das Fahrzeug fällt hinein, doch durch ein Missgeschickt müssen die Diebe das Gemälde zurücklassen, wobei sie es in dem Transporter verstecken. Der Wagen wird sichergestellt, und nun disponiert Cuma um: Die Beute soll auf dem Polizeihof, wo das Fahrzeug abgestellt wird, entwendet werden...



Film-Inhalt  


Cuma (Robert Wieckiewicz) baldowert das Zielobjekt aus
Cuma (Robert Wieckiewicz) baldowert das Zielobjekt aus


  Hintergrund


Magda (Kamila Baar) und Julian (Borys Szyc) kommen sich näher
Magda (Kamila Baar) und Julian (Borys Szyc) kommen sich näher

Der 1955 im masurischen Olsztyn als Sohn zweier Schauspieler geborene Filmemacher Juliusz Machulski hat die Filmschule in Lodz absolviert. Bereits sein erster Spielfilm "Vabank" (1981) war eine Kriminalkomödie und gewann einen Preis beim Filmfest in Polen und beim Mystfest im italienischen Cattolica.

Bei "Vinci" ließ sich Machulski von einem Kunstraub inspirieren, den er in einem Zeitungsartikel gelesen hatte. Dabei ging es um das wohl berühmteste Werk Leonardo da Vincis, die Mona Lisa. Im Jahr 1911 hatte ein Dieb das völlig ungesicherte Werk aus dem Museum gestohlen. Zwei Jahre später tauchte die Mona Lisa in Florenz wieder auf, doch bis heute ist unklar, ob es sich nicht um eine Kopie handelt.

Bei der Besetzung griff der Regisseur auch auf einen bewährten Veteranen unter den polnischen Schauspielern zurück. Sein eigener Vater Jan Machulski spielt den Meisterfälscher Tadeusz Hagen.



"La dama con l'ermellino" ist ein Bild, das von Leonardo da Vinci etwa um 1490 gemalt wurde. Das Gemälde ist mit Öl auf Walnussholz gefertigt und zeigt das Portrait von Cecilia Gallerani, der Geliebten des Herzogs Ludovico "Il Moro" Sforza, an dessen Hof in Mailand der Meister lange Jahre gearbeitet hatte.

Das etwa 55 mal 40 cm große Werk zeigt eine deutliche Weiterentwicklung der künstlerischen Arbeit Leonardos. Bemerkenswert sind unter anderem die detailreiche Herausarbeitung anatomischer Details, etwa bei der Hand der Portraitierten, aber auch beim Tier, bei dem es sich in Wahrheit um ein Frettchen handelt; die innere Spannung, die durch die Bildkomposition erzeugt wird, und die akzentuierende Wirkung des Lichts.

Nach Sforzas Heirat mit Isabella D´Este ging das Gemälde an die Portraitierte über. Der weitere Verbleib ist über Jahrhunderte unklar. 1798 erwirbt der polnische Prinz Adam Jerzy Czartoryski das Werk 1798 in Rom, zusammen mit Raphaels "Portrait eines jungen Mannes", und überführt es zum Familienstammsitz Pulawy in Polen. Seither hat es in zahlreichen Ländern Station gemacht.

Aufgrund der Unruhen um 1830 in Warschau wird das Gemälde im Pariser Hotel Lambert untergebracht, das sich im Besitz der Czartoryskis befindet. 1876 kehrt es zurück nach Polen in das neue Czartoryski-Museum in Krakau. Während des Ersten Weltkriegs landet die Dame mit dem Hermelin zusammen mit einem Großteil der Kunstsammlung in Dresden und wird 1920 wieder nach Krakau geschafft. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg gelangt das Werk erneut bis Kriegsende in deutschen Besitz.

Seither hängt es wieder im Czartoryski-Museum und verlässt Krakau nur während seiner Gastreisen rund um die Welt. 1992 wurde das Gemälde in Washington ausgestellt, ein Jahr später in Stockholm und Malmö, und gelangte zweihundert Jahre nach dem Kauf durch die Fürstenfamilie wieder nach Italien, wo es in Mailand, Florenz und Rom Station machte. Im Jahr 2001 wurde es nach Japan transportiert und erfreute die Besucher in Kyoto, Nagoya und Yokohama.



Die Dame mit dem Hermelin  


Entspannung beim Schach: Julian und Hagen (Jan Machulski)
Entspannung beim Schach: Julian und Hagen (Jan Machulski)
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Vinci - Crime ... is a Work of Art" in der Regie von Juliusz Machulski liefen am 24.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt
Abenteuer, USA, 2007

Kurz davor ist es passiert
Dokumentation, Österreich, 2006

Joe Strummer - The future is unwritten
Dokumentation, England, Irland, 2007

Elbe
Drama, Deutschland, 2006

El Custodio - Der Leibwächter
Drama, Argentinien, Frankreich, Deutschland, Uruguay, 2006

Der Traum
Drama, Dänemark, 2006



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