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Vitus

Schweiz, 2006
Drama, 122 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Vitus

Kino-Start
21.12.2006

Regie
Fredi M. Murer

Darsteller
Fabrizio Borsani (Vitus mit 6), Teo Gheorghiu (Vitus mit 12), Julika Jenkins (Mutter), Urs Jucker (Vater), Bruno Ganz (Großvater), Eleni Haupt (Luisa), Kristina Lykowa (Isabel mit 12), Tamara Scarpellini (Isabel mit 19), Daniel Rohr (Hoffmann jun.), Norbert Schwientek (Hoffmann sen.), Heidy Forster (Gina Fois), Daniel Fueter (Direktor des Konservatoriums)
Vitus - Kinoplakat

Vitus (Fabrizio Borsani, Teo Gheorghiu) ist ein außergewöhnlich begabter Junge: Er hat ein ausgesprochen empfindiches absolutes Gehör, beherrscht bereits mit sechs Jahren perfekt das Klavierspiel und schmökert im Kindergarten im Brockhaus.

Seine Eltern (Julika Jenkins, Urs Jucker) planen daher eine ehrgeizige Karriere für ihren Sprößling: Vitus soll Pianist werden.

Doch das kleine Genie bastelt viel lieber in der Tischlerwerkstatt seines etwas verschrobenen Großvaters (Bruno Ganz) und träumt - wie jeder andere Jungen eben auch - von Flugzeugen und vom Fliegen.

Vitus möchte kein kleiner Mozart werden, er möchte einfach eine ganz normale Jugend. Docher der einzige, der den Jungen wirklich versteht, is sein Großvater.

Schließlich nimmt Vitus mit einem dramatischen Sprung sein Leben in die eigene Hand...



Film-Inhalt  


Vitus (Fabrizio Borsani) beim Lernen
Vitus (Fabrizio Borsani) beim Lernen


  Film-Kritik


Beim Klavierspiel
Beim Klavierspiel

Viuts war in seinem Entstehungsland - der Schweiz - mit rund 200.000 Kinobesuchern nicht nur einer der erfolgreichsten Filme des Jahres, er räumte auch auf diversen Festivals Preise ab. So wurde Vitus auf der Berlinale 2006 mit dem Bronzenen Bären ausgezeichnet und gewann den Publikumspreis auf dem Festa internazionale del cinema di Roma.

Vitus ist der offizielle Schweizer Vorschlag für die Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film".



Die Idee, eine Kindheits- und Menschwerdungsgeschichte zu erzählen, die sich ganz realitätsnah in unserem normalen Alltag abspielt, geistert schon seit vielen Jahren in meinem Kopf herum. Seit 1999 sind in enger Zusammenarbeit mit Lukas B. Suter, und später mit Peter Luisi, zahlreiche Drehbuchversionen entstanden. Und im Laufe dieser Zeit hat sich an dieser fiktiven Kindheitsgeschichte so ziemlich alles x-Mal radikal verändert, nur der Name des Kindes ist beharrlich geblieben: Vitus.

Im Verlauf der langen Entstehungs- und zähen Finanzierungsgeschichte wurde der Name Vitus für mich zu einer Metapher für "Überleben" und gleichzeitig ein Synonym für "Künstler", was zusammengenommen "Überlebenskünstler" ergibt.

Auch wenn der Film die utopisch anmutende Geschichte eines märchenhaft begabten Kindes erzählt, ist der Film für mich kein Märchen im unverbindlichen Sinne, sondern ein heiteres und realitätsnahes Zerr-Spiegelbild unserer Zeit. Oder wenn schon, dann ein hintergründiges, sehr verbindliches Märchen. Wer allerdings radikale Gesellschaftskritik sucht, wird wohl enttäuscht: Der Kommentar zur Zeit findet eher zwischen als auf den Zeilen, und wenn, dann ironisierend denn attackierend statt.

Spielfilme sind in hohem Maße immer auch Zeitgeistkinder, selbst wenn ihre Entstehungszeit oft Jahre in Anspruch nehmen und ihre Macher den Anspruch erheben, dass ihre Produkte als autonome Gesamtkunstwerke wahrgenommen werden.



Anmerkungen des Regisseurs Fredi M. Murer  


Fliegen ist Vitus' (Fabrizio Borsani) Traum
Fliegen ist Vitus' (Fabrizio Borsani) Traum
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Vitus" in der Regie von Fredi M. Murer liefen am 21.12.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Natale a New York
Komödie, Italien, USA, 2006

Lichter der Vorstadt
Drama, Finnland, 2006

Just Friends - No Sex
Liebeskomödie, USA, Kanada, 2005

Flicka - Freiheit. Freundschaft. Abenteuer.
Familien-Drama, England, 2006

Das hässliche Entlein & ich
Zeichentrick, Dänemark, 2006

Black Christmas
Horror-Thriller, USA, Kanada, 2006

Babel
Drama, USA, 2006



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