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Vorne ist verdammt weit weg

Deutschland, 2007
Komödie, 97 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Vorne ist verdammt weit weg

Kino-Start
13.12.2007

Regie
Thomas Heinemann

Darsteller
Frank-Markus Barwasser (Erwin Pelzig), Philipp Sonntag (Eduard Bieger), Christiane Paul (Chantal), Peter Lohmeyer (Johann Griesmaier), Franziska Schlattner (Melanie Bieger), Martin Eschenbach (Bertram Bieger), Tobias Oertel (Max Kienze), Rainer Appel (Betriebsrat), André Jung (Dr. Margenmeier), Benito Sambo (Herr Li), Michael König (Dr. Kipf), Heidi Ecks (Hannelore Griesmaier), Nelson Heinemann, Carlotta Heinemann, Caspar Conradt, Laura Knirsch, Miriam Tolkien, Sophie Tolkien, Louis Conradt (Griesmaiers Kinder), Sabrina White (Lisa)
Vorne ist verdammt weit weg - Kinoplakat
Kaum ist die fränkische Comedy-Show "Pelzig unterhält sich" im bundesweiten Fernsehen angelangt, da ist die Figur auch schon Protagonist in einer Kinokomödie. Als Aushilfschauffeur versucht Frank-Markus Barwasser in "Vorne ist verdammt weit weg" gegen die Auswüchse der Globalisierung anzukämpfen.

Durch einen von Erwin Pelzig (Frank-Markus Barwasser) verschuldeten Unfall wird sein Nachbar Johann Griesmaier (Peter Lohmeyer) verletzt. Da der Vater von sieben Kindern dadurch für längere Zeit berufsunfähig ist, erklärt sich Erwin zur Wiedergutmachung bereit, ihn so lange in seiner Anstellung als Chauffeur zu vertreten.

Auch sein neuer Chef Eduard Bieger (Philipp Sonntag), Eigentümer einer Fabrik für Einkaufswagen, war für längere Zeit außer Gefecht - gerade hat er einen Herzinfarkt auskuriert. Doch nun steht ihm neuer Ärger bevor, denn seine Macht in der Firma ist gefährdet, und sogar an seinem Chefsessel wird gesägt:

Sohn Bertram (Martin Eschenbach) hat mit dem Verkauf seiner Aktien die Mehrheitsverhältnisse des Unternehmens, bisher in Familienbesitz, außer Hand gegeben, und Töchterlein Melanie (Franziska Schlattner) will die Leitung des Unternehmens an sich reißen. Angestiftet wird sie von ihrem neuen Freund Max Kienze (Tobias Oertel).

Der Unternehmensberater will mit Hilfe auswärtiger Investoren das Stammwerk in Deutschland schließen und die Produktion in die Mongolei auslagern. Das bekommt auch Pelzig mit, und mit dieser Transaktion sieht er auch den Arbeitsplatz seines Nachbarn in größter Gefahr. Er beschließt, selbst etwas zu tun, um Griesmaiers Job zu retten.

Dabei kommt ihm die Edelhure Chantal (Christiane Paul) zu Hilfe, deren Dienste sich der Seniorchef regelmäßig bedient. Die ehemalige Wirtschaftsanwältin hatte wegen krummer Geschäfte ihre Zulassung verloren, hat aber mittlerweile auch delikate Kontakte in hochrangige Wirtschaftskreise. Auf diese Weise gelingt es, mit einem gezielten Gerücht die Aktienkurse zwecks Rückkauf in den Keller purzeln zu lassen.

Doch der erstarkte Bieger will nun mit drakonischen Sparmaßnahmen die Zukunft seines Betriebes sichern. Als erstes will er selber mit leuchtendem Beispiel voranschreiten und auf seinen Chauffeur verzichten. Schon wieder ist Johanns Broterwerb gefährdet, doch Pelzig wäre nicht Pelzig, wenn er nicht wieder eine Lösung finden würde...



Film-Inhalt  


Johann Griesmaier (Peter Lohmeyer) ist von Erwin Pelzig (Frank-Markus Barwasser) außer Gefecht gesetzt
Johann Griesmaier (Peter Lohmeyer) ist von Erwin Pelzig (Frank-Markus Barwasser) außer Gefecht gesetzt


  Hintergrund


Erwin ist der neue Chauffeur von Eduard Bieger (Philipp Sonntag)
Erwin ist der neue Chauffeur von Eduard Bieger (Philipp Sonntag)

1992 trat der in Würzburg geborene Kabarettist Frank-Markus Barwasser erstmals im dortigen Theater am Neunerplatz mit einer Solonummer auf. Ein Jahr später schuf er für das Bühnenstück "Traube, bitte kommen!" die Figur des Erwin Pelzig. Dieser fränkische Spießbürger, der mit Karohemd und Cordhut bekleidet die Geschehnisse in der Welt auf eine eigenwillige Art interpretiert und kommentiert, hat seither in zunehmendem Maße das Publikum begeistert.

Viele Kabarett- und Kleinkunstpreise waren die Folge, und Barwassers Sendung "Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich" erhielt einen Stammplatz beim Bayerischen Rundfunk. Dieses Format, bei dem der Kabarettist neben seinen weiteren Figuren "Hartmut" und "Dr. Göbel" auch noch mit geladenen, teils prominenten Gästen spricht, wurde im Herbst 2007 auch erstmals bundesweit in der ARD ausgestrahlt.

"Vorne ist verdammt weit weg" ist eine Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk und wurde gefördert von den FFF FilmFernsehFonds Bayern, dem MDM Mitteldeutsche Medienförderung und den DFFF Deutscher Filmförderfonds.



Der Gedanke, Frank-Markus Barwassers alter ego Erwin Pelzig in einem Spielfilm unterzubringen, reifte mehrere Jahre. Großer Befürworter war von Anfang an Thomas Heinemann, der das Theater am Neunerplatz gegründet und fünfzehn Jahre geführt hatte. Zusammen mit Barwasser begab er sich an die Entwicklung eines Drehbuchs. Da zu dieser Zeit Heinemann in Leipzig, Barwasser hingegen in München gebunden war, wurden in der Anfangsphase gegenseitig die Ideen und Entwürfe verschickt.

In der heißen Phase, die dann rund ein Jahr dauerte, trafen die beiden dann öfter zusammen, um ihr Werk zu vollenden. "Das Schreiben ist im Übrigen viel lustiger als die Dreharbeiten", erinnert sich Heinemann, "denn wenn die Gags frisch entstehen, kann man noch über sie lachen. Später ist es dann einfach nur noch Arbeit."

Beim Skript waren durchaus nicht immer beide einer Meinung: In Barwassers Version sollte Pelzig in einer Szene von der Leiter auf ein Auto fallen, doch sein Co-Autor war der Meinung: "Pelzig fällt nicht, Pelzig wankt nicht, Pelzig bleibt immer stehen." Doch auch das Leben schreibt gerne mal am Drehbuch mit: Der Stuntman, der Barwasser auf der Leiter vertrat, strauchelte und stürzte tatsächlich aus Versehen herunter. Ihm war zum Glück nichts passiert, die Szene war im Kasten, und Barwassers Version setzte sich durch.



Von der Bühne auf die Leinwand  


Melanie (Franziska Schlattner) will Papas Job, Bertram (Martin Eschenbach) hat keinen Bock
Melanie (Franziska Schlattner) will Papas Job, Bertram (Martin Eschenbach) hat keinen Bock
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Vorne ist verdammt weit weg" in der Regie von Thomas Heinemann liefen am 13.12.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Ulzhan
Drama, Deutschland, Frankreich, Kasachstan, 2007

Todeszug nach Yuma
Western, USA, 2007

Hitman - Jeder stirbt alleine
Action-Thriller, Frankreich, USA, 2007

Der Klang der Herzen
Drama, USA, 2007

Bee Movie - Das Honigkomplott
Animation, USA, 2007



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