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Wächter des Tages

Russland, 2006
Fantasy, 132 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Dnevnoy Dozor

Kino-Start
20.09.2007

Regie
Timur Bekmambetov

Darsteller
Konstantin Khabensky (Anton), Mariya Poroshina (Svetlana), Vladimir Menshov (Geser), Galina Tyunina (Olga), Viktor Verzhbitsky (Zavulon), Zhanna Friske (Alisa)
Wächter des Tages - Kinoplakat
Wer wird künftig die Welt beherrschen: Die Wächter des Lichts oder die Krieger der Dunkelheit - Gut oder Böse? Um nichts geringeres als die Klärung dieser Frage geht es in Timur Bekmambetovs Fantasy-Spektakel "Wächter des Tages" - einem Sequel von "Wächer der Nacht" aus dem Jahre 2004. Die Entscheidungsschlacht steht nunmehr unmittelbar bevor - und sie wird in Moskau ausgetragen werden.

Es gibt - und gab schon immer - normale Menschen und die "Anderen". Die Anderen sind Zauberer, Hexen, Vampire oder sonstwie übernatürlich begabte Wesen in äußerlich menschlicher Gestalt.

Die Anderen teilen sich in zwei Gruppen: Die des Lichts und die der Dunkelheit - oder kurz: Gut und Böse. Zwischen den beiden Kräften kam es dereinst im Mittelalter zu heftigen Kämpfen, die fast zur Vernichtung beider Seiten geführt hätten. Seitdem herrscht nun Waffenstillstand. Jeder kann seine Seite einmalig frei wählen, und beide Seiten kontrollieren sich gegenseitig.

Doch seit 1992 ist der Waffenstillstand in Gefahr. Gut und Böse beginnen neuerlich Schlachten zu schlagen.

Moskau in der Sylvesternacht von 2005 auf 2006: Anton Gorodetsky (Konstantin Khabensky), ein Anderer des Lichts, fährt mit seiner Schülerin Svetlana (Mariya Poroshina) durch die Straßen von Moskau. Zufällig stoßen sie dabei auf Jegor (Dmitry Martynov), einen Dunklen Anderen. Er ist damit beschäftigt, einer wehrlosen alten Frau ihren Lebenssaft auszusaugen.

Trotz des sofortigen Eingreifens von Anton und Svetlana können sie die alte Frau nicht retten - Jegor kann entkommen, obschon ihm Svetlana sogar bis auf die zweite Ebene des Zwielichts folgt.

Doch der Zwischenfall ist nur der Auftakt zu weit schwerer wiegenden Ereignissen: Immer mehr Andere der dunklen Seite strömen nach Moskau. Und schließlich kommt es zu einer gewaltigen Schlacht, die die ganze Stadt in Schutt und Trümmer legen soll...



Film-Inhalt  


Die
Die "Anderen"


  Hintergrund


Zhanna Friske als Alisia
Zhanna Friske als Alisia

"Wächter des Tages" ist nach "Wächter der Nacht" (2004) die zweite Verfilmung eines Romans von Sergei Lukianenko aus seiner Tetralogie über "Wächter".

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war "Wächter der Nacht" der erste ernsthafte Versuch eines wirtschaftlich über die Grenzen Russlands hinaus erfolgreichen Leinwandprojekts im Hollywood-Stil. Die 4,2 Millionen Dollar teure Produktion - und damit die damals teuerste russische Filmproduktion aller Zeiten - spielte weltweit tatsächlich etwa das Dreifache ein, sodass eine Verfilmung der weiteren Romane naheliegend war.

"Wächter der Nacht" wurde ebenfalls für geschätzte 4,2 Millionen Dollar produziert und konnte vor dem Europa-Start bereits rund 30 Millionen Dollar in die Kassen des Studios spülen. In Russland, wo der Film am 1. Januar 2007 als "erster Film des Jahres" (Werbeschlagzeile) anlief, lockte er mehr Zuschauer in die Kinos als je ein Film zuvor. Die Premiere der internationalen Schnittfassung - rund 15 Minuten kürzer als das russische Original - fand auf der Berlinale 2007 statt.

Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges der ersten beiden Filme machten sich die Studios Bazelevs Production, Channel One Russia und TABBAK sogleich an die Verfilmung der beiden letzten Romane aus der Serie - "Wächter des Zwielichts" und "Wächter der Ewigkeit".



Die Wächter-Tetralogie stammt aus der Feder des russischen Schriftstellers Sergei Wassiljewitsch Lukjanenko, der auch an den Drehbüchern mitarbeitete.

Lukjanenko wurde am 11. April 1968 im kasachischen Karatau geboren. Er studierte Medizin und arbeitete lange Jahre als Psychiater.

Seine Liebe zur Schriftstellerei entdeckte er Ende der 1980er Jahre. Er veröffentlichte zunächst Science-Fiction-Kurzgeschichten und Aufsätze in sowjetischen Jugend- und Literatur-Zeitschriften. Die vier Romane aus der Wächter-Serie entstanden zwischen 1998 und 2006.

Der in Moskau lebende Lukjanenko gilt als der bedeutendste Fanatsy-Schriftsteller der russischen Gegenwart. Für sein Jugendbuch "Schlangenschwert" wurde er im September 2007 mit dem Corino - dem Preis des bayerischen Landesverbandes des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels - ausgezeichnet.



Über den Autor  


Nachts auf Moskaus Straßen
Nachts auf Moskaus Straßen

  Perlen am Rande


Gleich hüpft was 'raus
Gleich hüpft was 'raus

"Wächter der Nacht" hatte aufgrund des unübersehbaren Product Placement - so zum Beispiel für Nokia - einige Kritik auf sich gezogen.

Auch die Fortsetzung "Wächter des Tages" ist nicht eben frei davon - u.a. neuerlich Nokia, aber auch Daewoo - in einigen kleinen Randszenen haben die Filmemacher das Thema augenzwinkernd aufgegriffen:

Immer wenn der Bösewicht Jegor seinen Opfern den Lebenssaft aussaugt, trinkt er dazu aus einer Dose mit der Aufschrift "Sloj", die in Art und Aufmachung stark der russischen Getränkemarke "Dobryi" ähnelt.

"Dobryi" bedeut soviel wie "Gut", "Sloy" hingegen "Böse".



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Wächter des Tages" in der Regie von Timur Bekmambetov liefen am 20.09.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Shoot Em Up
Action, Kanada, USA, 2007

Hamburger Lektionen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Ghosts of Cité Soleil
Doku-Drama, Haiti, Dänemark, USA, 2006

Ein Fliehendes Pferd
Komödie, Deutschland, 2007

Disturbia
Thriller, USA, 2007

Die Solomon-Brüder
Komödie, USA, 2007

Der Kleine König Macius - Der Film
Zeichentrick, Deutschland, Polen, Frankreich, 2007

Bab´Aziz - Der Tanz des Windes
Drama, CH, HU, FR, DE, IR, TN, UK, 2005

Ebenfalls im Kino 




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